ein krönender Jahresabschluß mit strahlenden kleinen Turbinchen

image_pdfimage_print

F-Jahresabschlußturnier von Fortuna Babelsberg

30.12.2018 von Micha

Da fragte mich doch Trainerin Anika Augsten, ob ich nicht Lust hätte, zum Turnier unserer E2-Bambinis zu kommen. Klar hatte ich Lust, auch wenn zu Hause die Arbeit liegen blieb. Aber man muß eben Prioritäten setzen, erst Recht nach den beiden Turniersiegen der E1 und der D zwischen den Feiertagen in Ludwigsfelde. Und da war ja noch die Erinnerung an Lehnin: zu unserer E2 gehören Mädels aus jenem Team, welches dort zu Jahresbeginn das Jungsturnier ohne Gegentor gewannen. Nun sind die Mädels unserer E2 in dem Alter, wo sie noch gegen F-Jungs spielen dürfen. So konnten unsere kleinen Grashüpfer an dem Turnier teilnehmen. Zumal Fortuna Babelsberg der Verein ist, bei dem unserer kleiner „laufender Meter“ Sari schon auf dem Platz stand, als sie noch in die Windeln pupste. Nun ist sie bei uns und Mama Anika und Sari hatten sich für dieses Turnier Einiges vorgenommen.
Um das zu erreichen, hatte sich Anika Verstärkung mitgebracht: Aus unserer 3.Frauenmannschaft fungierte Meline Andermann als Co-Trainerin. Auch U13-Keeperin Celine Bunde samt Opa Andreas Jeetze waren dabei und übernahmen das Aufwärmen des Teams bzw. das „Warmschießen“ von Keeperin Malli. Am Turnier nahmen sechs Mannschaften teil. Auch in den Reihen der anderen Teams standen einige Mädchen. Gespielt wurde „Jeder gegen Jeden“ bei 1×10 Minuten.

Erwärmung mit Celine


Begrüßung
Was hecken Anika und Meline da hinten aus?

Das Turnier begann für unsere Grashüpfer mit dem Spiel gegen Brandenburg 03 aus Berlin-Charlottenburg. Nachdem die Berliner die bessere Startphase hatten, fuhr Sari in der 2. Minute über links einen Konter. Ihre Hereingabe verpasste aber die zentral stehende Lotte. Nachdem unsere Mädels in der Abwehr Schwerstarbeit leisteten, mussten sie in der 4. Minute doch das 0:1 hinnehmen. Aber Das weckte die kleinen Kämpferherzen unserer Turbinchen. Schon in der Folgeminute kam Sari erneut über links, aber der Winkel war zu spitz. Nachdem ein Sari-Schuß ’ne Ecke brachte und Lotte nach Sari-Vorarbeit freistehend vergab, zeigte Malli im Gegenzug, daß sie heute wieder eine Bank ist. Man sah, daß unsere Turbinchen immer mehr das Heft des Handelns in die Hand nahmen. In der 9. Minute zielte Sari zu genau und traf den Pfosten. In der Schlußminute passierte ihr das Gleiche. Aber diesmal war Lotte mitgelaufen, staubte ab und zielte diesmal genau – 1:1. Ein guter Turnierstart, bei dem man das Gefühl hatte: unsere Grashüpfer waren zum Schluß dem Sieg näher als die Gegner.
Im zweiten Spiel hieß der Gegner SG Michendorf. Nun, hier standen unsere Mädels auf verlorenen Posten. Es wurde eine Abwehrschlacht, bei der Emma und Shakira gute Aktionen zeigten und durch Lotte und Sari der ein oder andere Nadelstich gesetzt wurde. Aber letztendlich war die SG eine Nummer zu groß für unsere Turbinchen und so hieß es am Ende 0:4. Ich hoffte, dieses Ergebnis ging den Mädels nicht zu sehr auf ihre kleinen Seelen. Da war dann Anika als Psychologin gefragt.


Wie überall: immer an der Wand lang


Was immer Anika den Mädels sagte – im dritten Spiel gegen den VfL Nauen packten sie erneut ihre kleinen Kämpferherzen aus. Auch wenn der VfL im Turnierverlauf zeigte, daß er „in einer anderen Liga“ spielte und ohne Punktverlust sowie ohne Gegentor am Ende Sieger wurde, so hatte er mit unseren Turbinchen doch eine harte Nuss zu knacken. Zwar ging er nach zwei Minuten 1:0 in Führung und gestattete unseren Mädels nur eine Torchance durch Sari, aber an unserer Abwehr und ganz besonders an Malli biss er sich die Zähne aus. So 7 – 8 Paraden habe ich von Malli gezählt. Dieses Mädel war einfach der Wahnsinn! Auch wenn der VfL eine MInute vor Schluß auf 2:0 erhöhen konnte, zeigte dieses Spiel: die Mädels können hier noch Was reißen.

Wer hat thn zuerst?
Die Abwehr steht
Malli schickt ihn hoch und weit

Nun war Zeit, ’n Kaffee zu trinken. Dort traf ich Malli und sie sah etwas traurig aus. Ich versuchte sie zu trösten, indem ich ihr sagte: „Du brauchst Dir Nix vorzuwerfen und noch sind zwei Spiele, wo ihr Was erreichen könnt“. Es folgte das Spiel, dem Anika und Sari besonders entgegen fieberten: gegen Fortuna Babelsberg. Mit einem Sieg hätten unsere Grashüpfer sichergestellt, daß sie nicht Letzte werden. Auf Fortuna’s Trainerbank saß einer meiner besten Freunde. Er war es, der mich damals zu unserem Nachwuchs brachte. Was hätte ich ohne ihn Alles NICHT erlebt? Die „älteren“ Fanclubmitglieder werden ihn noch kennen: Phillip „Flippo“ Zebisch. Inzwischen hat er Frau und zwei Kinder und sein Sohn Linus trug heute bei Fortuna die Kapitänsbinde.
Unsere Grashüpfer hatten sich also Einiges vorgenommen und Das zeigten sie dann auch: in der 1. bzw. 3. Minute schossen Emma und Sari den Keeper warm. Aber noch in der 3. Minute gab’s eine Szene, die mich an Rieke’s Siegtor 2017 in Lehnin erinnerte: Diesmal „flirtete“ Emma an der Bande mit drei Gegnern, so daß Sari in der Mitte mutterseelenallein lauerte. Aber Emma behielt den Durchblick und brachte den Ball punktgenau zu Sari. Und wie damals Rieke ließ sich diesmal Sari diese Chance nicht entgehen – 1:0. Und weil’s so schön war, spazierte Sari eine Minute später durch die Fortuna-Abwehr und erhöhte auf 2:0. Mit der Führung im Rücken wurden unsere Turbinchen immer sicherer und bekamen einen Lauf. Die Fortunen wehrten sich nach Kräften, aber erneut war auf Malli und ihre Vorderleute Verlaß. Vier Paraden habe ich für Malli notiert, aber auch Shakira, Emma und Annemarie standen ihre Frau. Nach 7 Minuten sagte sich Sari: „warum nicht einen Hattrick gegen meinen Ex-Verein?“. Garniert wurde Dieser durch einen geilen Spielzug mit Lotte und Emma – 3:0. Da war Stimmung in der Halle und mir wurden langsam die Augen feucht. Eine Minute später wollte Lotte dann auch mal: von der 9-Meter-Linie zog sie ab – der Abwehr und auch dem Keeper durch die Beine – 4:0. In der vorletzten Minute war es dann wieder an Sari, eine tolle Kombination mit dem 5:0-Endstand abzuschließen. Uff! – die Mädels hatten ihr Primärziel erreicht und der Turbineclan samt meiner Wenigkeit und manch anderem Zuschauer hatte seine helle Freude. Fortuna-Coach Flippo hob mir gegenüber nur resignierend die Hände. Ob er das Selbe zu seinen Jungs sagte, was einst ein Trainer zu mir meinte: „gegen Turbine-Mädels zu verlieren ist keine Schande!“? Na ja, Anika dagegen kam ins Schweben und war natürlich stolz auf ihre kleine Rasselbande. Aber noch war ein Spiel zu absolvieren.

Emma zieht drei Gegner auf sich,
damit steht Sari frei…..
…..und hat getroffen (links Emma, rechts Rieke)

Zwischenzeitlich trennten sich Michendorf und Brandenburg 03 Berlin 0:0. Das hatte zur Folge, daß die Spielplaner wie schon in Ludwigsfelde ein glückliches Händchen hatten. Im allerletzten Turnierspiel standen sich unsere Grashüpfer und der FC Stern Marienfelde aus Berlin gegenüber. Für die Jungs ging’s um Platz 2 bis 4, für unsere Turbineladies war von Platz 3 bis 5 Alles drin. Da ging es für beide Teams um sehr viel und sie gaben nochmal Alles. Es wurde ein absolutes Kampfspiel, nichts für schwache Nerven. Mehreren Hochkarätern unserer Turbinchen standen solche der Jungs gegenüber. Aber Gott sei Dank haben wir Malli!! Tja, und die Uhr lief. Bei 0:0 wäre es Platz 4 für unsere Mädels geworden – durch meine Turbinebrille gesehen „unter Wert“. Also drückte ich ganz fest die Daumen und schickte ein Stoßgebet zum Fußballgott – und das half! Denn irgendwie hatte auch er unsere kleinen Grashüpfer heute in sein Herz geschlossen. In der vorletzten Minute (9.) passierte es: wie so oft setzte sich Emma auf rechts gegen zwei Gegenspieler durch. In der Mitte lauerte Lotte, die fackelte nicht lange und haute einfach drauf. In hohem Bogen flog der Ball über den Keeper hinweg ins Tor – 1:0. In der Halle wurde es laut und nicht nur mir fiel mal wieder ein junger Felsen vom Herzen. In der Schlußminute versuchten unsere Mädels noch, den Sack zuzubinden. Sari ging durch die Abwehr, aber Lotte konnte ihr Zuspiel leider nicht verwerten. Egal, denn beim Stand von 1:0 ertönte auch die Schlusssirene. Platz 3 !! Unsere Turbinchen hatten es tatsächlich geschafft. Na und als ich Malli erinnerte, daß ihr die letzten beiden Spiele „zu Null“ gelangen, war nichts mehr von Traurigkeit zu sehen.

Alle stehen rum, wird das ’ne Demo?
Auch die kleine Malli hat ’n Bums
Schon wieder drei auf Emma. Woll’n die etwa nach der Handynummer fragen?
Rieke (links) beschäftigt die Jungs. Sari schleicht sich hinten davon

Natürlich war Anika stolz wie Bolle auf ihre kleine Rasselbande. Wer wäre das nicht? Nun ernten sie und ihre Grashüpfer die Früchte all der Mühen in Training und Ligaspielen. Platz 3 bei diesem Jungsturnier – das ist für die Mädels, als wenn sie das Turnier gewonnen hätten. Na klar war ihnen die Anstrengung anzusehen. Aber ihre Augen leuchteten, da wurden meine (wie auch beim Schreiben dieses Berichts) erneut feucht. Es ist wirklich so: wenn man unsere Jüngsten spielen sieht und z.B. Malli ’ne Parade zeigt, Shakira einen Gegner erfolgreich stört oder Sari den Turbo zündet – da geht einem das Herz auf – oder man hat Keins!! Aber es gab ja auch die Gegner und da möchte ich fairerweise mal den VfL Nauen herausheben. Er hatte zwei Mädchen im Kader: eins im Feld (gefiel mir sehr gut) und eins im Tor. Mit einer beeindruckenden Teamleistung holten sie nicht nur 5 Siege in 5 Spielen, sondern auch 15:0 Tore ! Das hatte aber auch zur Folge, daß dort das Team auffiel und weniger ein einzelner Spieler. Auch ihre Keeperin hatte wenig zu tun, am meisten noch, wenn der VfL „hinten rum“ neu aufbaute. Da konnten bei unseren Mädels Sari und Malli ganz anders glänzen. Aber auch unsere Mädels sind ein Team, wenn ich dabei (nur als Beispiel) an Emma denke, die fleißig für Lotte und Sari arbeitete. Aber letzten Endes war die Ehrung zum „Besten Spieler“ und „Besten Keeper“ eindeutig. Es wurden völlig zurecht Sari und Malli! Als Malli ihren Namen hörte, konnte man von ihren Lippen lesen „Was,Ich?“ – und dann war ihr Gesicht nur noch strahlen! Man hätte glatt die Hallenbeleuchtung ausschalten können! Anika sagte mir neulich :“meine Malli geb‘ ich nicht her!“ – heute konnte Jeder sehen, warum! Man weiß ja, daß Malli und Lisa Schmitz „ganz dicke“ miteinander sind. Na, da wäre Lisa bestimmt auch mächtig stolz auf Malli gewesen, hätte sie das miterlebt. Tja und so haben unsere E- und D-Turbinchen in der letzten Jahreswoche nochmal mächtig abgeräumt. Solch ein Jahresabschluß – Turbineherz, was willst Du mehr? Und so sahen die Endplatzierungen aus:

  1. VfL Nauen
  2. SG Michendorf
  3. Turbine Potsdam
  4. FC Stern Marienfelde
  5. Brandenburg 03 Berlin
  6. Fortuna Babelsberg

Trainerin Anika Augsten wurde heute unterstützt von Meline Andermann, Celine Bunde und Andreas Jeetze. An meinen feuchten Augen waren heute „Schuld“: Maaliyah „Malli“ Bartlau (TW), Lotte Miesner, Friederike „Rieke“ Thiemig (SF), Emma Türpitz, Shakira Lippert, Annemarie Pulina sowie Sara „Sari“ Augsten.

Siegerehrung: Malli flüstert Rieke Was ins Ohr und die heckt Was aus (links die Fortuna-Jungs)
Nun sind unsere Turbinchen dran
Natürlich der Kreis samt Spruch
Man muss nicht Turniersieger sein, um zu strahlen!
h.v.l.: Shakira, „Co-Trainerin“ Celine, Lotte, Annemarie
m.v.l.: Rieke, Sari, Emma
vorn „herumlungernd“ Malli
Das muss man ihnen erstmal nachmachen:
„Bester Spieler“ Sari (links) und „Bester Keeper“ Malli
Hat Dir der Artikel gefallen? Dann freuen wir uns auf Deine Bewertung.
[Total: 0 Average: 0]