Zwei Derbys und ein Benefizspiel

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B-Juniorinnen-Bundesliga: Turbine Potsdam – 1.FC Lübars 10:1
2. Frauen-Bundesliga: 1.FC Lübars – Turbine Potsdam II 0:0

25./26. 10. 2014 von Micha

Die Ansetzungen wollten es so, daß sich der 1. FC Lübars und unsere Turbinen an diesem Wochenende zweimal begegneten. Los gings am Samstag mit der Begegnung unserer U17 gegen den Aufsteiger aus dem Berliner Norden. Die Turbinen brachten das Spiel sofort unter Kontrolle und sorgten durch ihre hochstehende Abwehr mit Jill, Titzi, Rosi und Tina dafür, daß die Gäste unseren 16er meist nur von weitem sahen. Nachdem Gina die erste Chance hatte, landete in der 9. Minute ein langer hoher Ball auf dem Kopf der heute überragenden Katja. Die Keeperin konnte
zunächst abwehren, aber Titzi erzielte im Nachsetzen das 1:0. Fünf Minuten später ließ sich die Keeperin auf einen Zweikampf mit Gina ein und verlor. Der Ball kam zu Bella und es stand 2:0. Gina glänzte heute auf ihrer Position durch kluges Ballannehmen und Weiterleiten und sie schuf immer wieder freie Räume für ihre nachrückenden Kolleginnen. Die Gäste wurden immer mehr in die Defensive gedrängt und kamen kaum zu Entlastungsangriffen. So gab’s nach 15 Minuten im Gästestrafraum vier Schussversuche, aber immer stand dort ein gegnerisches Bein im Weg. In der 17. jedoch ließ die Keeperin einen Schuß von Aline durch die Hände rutschen – 3:0. Die fleißige Aline kam dann in der 28. über links und legte zurück auf die nachrückende Katja, die aus 20 Metern zum 4:0 „einhämmerte“. Nachdem Die Keeperin nach einem langen pass auf Mille rechtzeitig draußen war, wuselte sich Gina in der Nachspielzeit durch den 16er und legte zurück auf Katja – 5:0.
Nach Wiederanpfiff das gleiche Bild. Trainer Sven Weigang brachte drei neue Mädels, von denen sich zwei gleich mal in Szene setzten: Charlie setzte sich im 16er durch und ihr Zuspiel setzte Annalena mit dem Kopf nur knapp daneben. Man sah den Turbinen den Willen an, heute etwas fürs Torverhältnis zu tun. So legte Katja in der 49. den Ball genau in den Lauf von Aline, die losmarschiert und zum 6:0 vollendet. Zwei Minuten später zog Mille über rechts davon. Ihre Flanke quer durch den Strafraum erreichte Charlie – 7:0. Nach 54 Minuten eine Chance für Mille, aber die Keeperin konnte mit einer Hand zur Ecke klären. Überhaupt Mille: Sonst trifft sie mit ihrer „31“ regelmäßig. Aber heute hatte der Fußballgott etwas dagegen. Mille hatte allein sechs dicke Chancen auf den Fuß. Aber wie einst Anja Mittag legte sie dafür ein Tor auf und ackerte auch sonst fürs Team, schuf so Räume und ließ die Anderen „sich austoben“. Auch das zeichnet eine klasse Stürmerin aus. Die anderen, das waren heute nicht nur Katja, sondern auch Aline, die in der 57. mit einer Ecke die Lattenoberkante rasierte und noch in der selben Minute einen Torwartfehler zum 8:0 nutzte. Eine Minute später traf Annalena den Pfosten. In der 64. dann eine Chanche für Charlie. Die Keeperin klärte zur Ecke. Aline schlug den Ball auf den langen Pfosten, wo Rosi hochstieg und zum 9:0 einköpfte. Schließlich war es Bella, die in der 74. herrlich auf Charlie legte, die wiederum das Ergebnis zweistellig machte – 10:0. Eine Minute später noch eine Chance für Katja, die aber aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischob.
Obwohl ihre Entlastungsangriffe meist sehr früh endeten, versuchten es die Gäste immer wieder und wurden dann doch in der 78. Minute belohnt, als sie vom 16er-Eck eine Bogenlampe unter die Latte zirkelten und so zum Ehrentreffer kamen – 10:1. TRotz der homogenen Mannschaftsleistung möchte ich heute mal die Abwehr mit Jill, Josie, Titzi, Rosi und Tina hervorheben. Ihre Arbeit war Grundlage dafür, die Gäste permanent unter Druck zu setzen. Und auch Bella fiel mir heute besonders auf. Im Mettelfeld zog sie klug die Fäden und wurde selbst torgefährlich. Mit diesem Sieg liegen unsere Mädels voll auf Kurs. Der Staffelmeister und der Vize nehmen am Saisonende am Halbfinale zur Deutschen Meisterschaft teil.
Die Tabelle hat an der Spitze aktuell folgendes Aussehen:
1. FF USV Jena 7 Spiele 13:4 Tore 16 Punkte
2. 1. FFC Turbine Potsdam 6 Spiele 27:6 Tore 15 Punkte
3. SV Meppen 6 Spiele 22:5 Tore 15 Punkte
4. 1. FC Union Berlin 6 Spiele 17:10 Tore 12 Punkte
5. SV Werder Bremen 5 Spiele 23:5 Tore 10 Punkte

Für diesen schönen Zwischenstand sorgten heute: Marie Heinze, Jill Albert (41. Josephine Eike), Lätizia „Titzi“ Radloff, Rosalie May, Tina Wintmölle, Katja Friedl (SF), Aline Reinkober (65. Denise Simon), Anna-Sophie Frehse (41. Annalena Kaplinski), Isabelle „Bella“ Spolaczyk, Gina Chmielinski (41. Charlene „Charlie“ Nowottny) sowie Melissa „Mille“ Kössler.

Nicht ganz so viele Tore, nähmlich keine, gabs am Sonntag beim Spiel unserer Zweiten in Lübars zu sehen. Nun, in der ersten Halbzeit wikten die Gastgeber aktiver und hatten mehr Chanchen. Auf beiden Seiten waren aber schöne Spielzüge zu sehen. Die größte Chance für Lübars gabs in der 20. Minute, als Turbine-Kapitänin Sandra Wiegand für die bereits bezwungene Vanessa mit einem artistischen Hechtkopfball in letzter Sekunde rettete. Turbines beste Chanche in der ersten Hälfte wurde von der starken Ingrid Wells eingeleitet, deren Zuspiel Chey aber in aussichtsreicher Position nicht nutzen konnte. Ansonsten hatten beide Teams noch viel Luft nach oben.
Mit Wiederanpfiff legten die Turbinen einen Zahn zu und so nahm das Spiel Fahrt auf. Beide Teams erarbeiteten sich tolle Chanchen und die Abwehrreihen konnten sich auszeichnen. Hierbei fiel mir auf Turbineseite „Locke“ Erdmann besonders auf, die heute eine tadelsfreie Partie bot. In der 69. zeigten die Turbinen einen tollen Spielzug: Lisa leitete in der Abwehr den Angriff ein, Laura trieb den Ball durchs Mittelfeld und passte auf Gina, die aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischoss. In der 89. kam eine Ecke zur freistehenden Lara. Ihr Schuß war aber zu schwach und wurde so eine sichere Beute der Keeperin. Am Ende gabs unter den Augen von Inka, Wibke, Natasha und Lydia aus der Ersten sowie Monique Kerschowski ein leistungsgerechtes Unentschieden. Auf Turbineseite waren heute dabei: Vanessa Fischer, Victoria Krug, Sandra Wiegand (SF), Ingrid Wells (70. Lara Junge), Felicitas Rauch, Dorothea Greulich (61. Gina Schneider), Viktoria Schwalm, Laura Lindner, Laura „Locke“ Erdmann, Cheyenne „Chey“ Ostermann sowie Lisa Seifert.

Was hat es nun mit dem Benefizspiel auf sich ? Am Rande des Zweiligaspiels lernten Tommy Wimmer und Ich den Fanclubvorsitzenden des „OFC Hertha BSC Frauen Lübars“ Stefan Preeck kennen. Er erzählte uns, daß er selbst einst aktiv spielte und sein ehemaliger Trainer, bei der Ü40 der SG Blankenburg aktiv, während eines Spiels verstarb. Nun organisierte er für die Hinterbliebenden ein Benefizspiel zwischen der ersten Fruenmannschaft des 1:FC Lübars und der Ü40-Männer der SG Blankenburg. Da die Ü40 eine Kleinfeldmannschaft ist wird sie von drei ehemaligen Herthanern verstärkt, unter ihnen „Zecke“ Neuendorf. Die allseits bekannte Lübarser Spielerin Aylin Yaren wird in der Halbzeitpause ein paar Kunststücke zum Besten geben. Stefan bat uns, dort doch mit unserem Fanclubbanner und ein paar Fans zu erscheinen. Ich komme der Bitte gern nach.
Das Spiel findet am Samstag, den 1.11. 2014 auf der Anlage in der „Strasse 18“ in Berlin-Blankenburg statt. Der Eintritt kostet drei Euro und gespielt werden zweimal 40 Minuten. Wie kommt man nun dort hin? Aus Richtung City kommend mit der U9 bis Osloer Strasse oder mit der S1/S25 bis Schönholz bzw. mit der S2 bis Blankenburg, jeweils umsteigen in den Bus Linie 150 in Richtung Alt-Karow/S-Bhf. Buch bis zur Haltestelle „Alt-Blankenburg“ (dritte Station nach S-Bhf.lankenburg). Dort in die Strasse „Priesterstege“ zu Fuß bis „Strasse 18“, dann links.