Wir können immer noch nach Köln fahren

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Wie sich die wahren Kenner des Frauenfußballs nach der Überschrift denken können, handelte es sich dieses Mal im Karli um ein Pokalspiel. Nach dem üblichen Freilos in der ersten Hauptrunde hieß jetzt der Gegner SG Essen-Schönebeck, der vor sieben Tagen mit einem Auswärtssieg in Bad Neuenahr aufhorchen ließ, weshalb die geneigten Experten ein schweres Spiel erwarteten.

In der Regel passiert vor dem Spiel nicht all zu viel Aufregendes, aber  leider mußte der Stadionsprecher noch vor dem Verlesen der Mannschaftsaufstellung verkünden, dass Tabbi verletzt ausfällt. Tabbi meinte nach dem Spiel zum Berichterstatter, dass es nicht so schlimm wäre, während die Fachpresse von einem längeren Ausfall nach Muskelfaserriss sprach. Als Ersatz brachte unser Cheftrainer deshalb Jennifer Cramer. Eine weitere Veränderung war der Tausch zwischen Isy und Patricia.

Das Spiel begann mit  vielen Turbine-Angriffen, die auch nach einer knappen Viertelstunde zur Führung durch Babett führten. Etwas  überraschend meldeten die Potsdamer Neuesten Nachrichten dies am nächsten Tag als Eigentor von Carale da Silva  Costa. Egal, wem dieses 1:0 angerechnet wurde, es war  nicht nur in dieser Szene auffällig, dass Turbine über die gesamte Spielzeit eine totale Lufthoheit hatte, denn das Tor war ein Kopfballtreffer.

Auch im weiteren Verlauf der Partiezeigte unsere Mannschaft eine konzentrierte Leistung, die noch mit weiteren vier Toren belohnt wurde. Dabei verhinderte Ursula Holl mit einer Menge hervorragender Paraden ein noch größeres Unglück.

Auf Grund der wenigen Essener Offensivaktionen konnte sich Bianca permanent im gegnerischen Strafraum aufhalten und das 3:0 erzielen. Sie zählte neben Antonia und Patricia – trotz deren Auswechslung zur Halbzeit – zu den besten Spielerinnen auf dem Spielfeld. Erwähnenswert war wieder die absolut fehlerfreie Leistung unserer Torfrau Ann-Katrin, weshalb es immer noch kein Gegentor gab. Große Anerkennung vom Berichterstatter. Leider wird dieser gute Lauf am kommenden Sonnabend durch die EM-Quali gegen die Schweiz in Augsburg unterbrochen.

Spätestens mit dem dritten Treffer hatten zumindest die Zuschauer  auf der Tribüne eine neue Aufgabe. Sie unterstützten mit aufmunternden Sprechchören und viel Beifall, Anja in ihrem Bemühen, endlich die verflixte Torflaute zu beenden, was dann auch nach 80 Minuten mit dem 4:0 von Erfolg gekrönt war. So war es für alle – Fans und Spielerinnen ein rund herum gelungener Nachmittag.

GESCHRIEBEN – Montag, 12. September 2011 ca. 8:50 Uhr