Wie unsere Grashüpfer mein Wochenende retteten (05.10.2014 in Storkow)

image_pdfimage_print

Klar war ich angefressen von der unnötigen Niederlage der Ersten in Wolfsburg. Vielleicht war es ja meine Schuld, übernachtete ich doch bei Freunden und konnte so mein häusliches Spieltagsritual nicht durchführen. Aber es gab ja noch den Sonntag und unseren Nachwuchs. Ich führte gewissenhaft mein Ritual durch und zog auch ein E 1 Shirt der Vorsaison als Talisman an. Nun konnte nix mehr schief gehen und in aller Frühe machte ich mich mit Sohnemann Ramon auf den Weg zum Treffpunkt Waldstadt. Dort trafen wir auch die Mädels der D3. Als verlustpunktfreier Spitzenreiter der Kreisklasse Jungs empfingen sie die Zweitplatzierten Jungs aus Glindow. Nun, als ich erfuhr, dass unsere jungen Göttinnen auch diesen Jungs mit 7:0 den Sonntag versauten, stieg meine gute Laune zusehends. Ich hätte das Spiel gerne gesehen, war da aber schon mit unseren F-Kücken unterwegs nach Storkow zum Turnier des

„Vereinsprojekt des FLB für F- und E-Mädchen“

Für die F-Mädchen fand vor 2 Wochen das erste Turnier beim 1. FFC Brandenburg statt. Dort belegten unsere Turbinchen Platz 1 und 4. Diesmal wurde es Platz 3 und 4. Nun ja, die F1 blieb zwar ungeschlagen, hatte aber bei den Technikübungen nicht ihren besten Tag. Den Bericht hierzu schreib „Edison“. Ich möchte nur erwähnen, dass ich trotzdem total happy war. Meine „Lieblingsturbine“ Lucie Bulir (die „Essen-Fahrer“ kennen Sie von der DVD) schoss 4 Tore. Es waren die ersten Tore, die ich von ihr sah. Was war ich stolz auf den kleinen Engel.

Bild004

Anschließend wurde es für unsere beiden E-Teams ernst. Bisher in dieser Saison hatten unsere Mädels gegen die Jungs wenig zu lachen. Aber sie steigerten sich von Spiel zu Spiel. Zuletzt lagen sie im Pokal gegen Ziesar sogar zur Halbzeit 3:1 vorn (Endstand 3:7). Deshalb traute ich Ihnen bei diesem Mädchenturnier einiges zu. Was ich dann aber von beiden Teams zu sehen bekam, hatte ich so (positiv gesehen) nicht erwartet. Zunächst schnitt die erste Mannschaft bei den Technikübungen als beste ab. Das Turnier begann dann mit der Begegnung Storkower SC gegen unsere E1. In der Vorsaison waren das sowohl in der Hall als auch auf dem Feld „rassige Duelle“, bei dem jeder mal das bessere Ende für sich hatte und die auch immer Werbung für den Mädchenfußball waren. Nun, auch der SSC musste eine neue Mannschaft aufbauen und hatte in diesen 13 Minuten unsere Turbinchen kaum etwas entgegen zu setzten. Nach einem Hattrick von Amy und sehenswerten Toren von Panajota und 2x Mary gewannen die Turbinchen 6:0. Dieses Erfolgserlebnis war mal fällig und sollte sie in diesem Turnier noch beflügeln. Ich denke aber auch , dass die SSC-Girls sich mit jeder Einheit und jedem Spiel entwickeln und sicher schon in der Halle ganz anders auftreten. Unsere 2. Mannschaft musste zuerst gegen die spG Wandlitz/Basdorf ran. Gegenüber der Vorsaison haben sie sich enorm gesteigert. Sie gewannen mit 1:0. Aber bei diesem Spiel wie im weiteren Turnier gab es für mich die (!) Entdeckung auf Turbineseite zu sehen. Torhüterin Anna-Lena! Was sie drauf hat beim herauslaufen oder auch in 1:1-Situationen hat mich doch beeindruckt, auch mit welcher Übersicht sie agierte. Als nächstes gab es für unsere Mädels das Spiel „Wir gegen uns“, das heißt E1 vs. E2. Es zeigte sich, dass auch „der zweite Anzug“ zu einer tollen Leistung fähig ist. Auch in diesem Spiel zeigte Anna-Lena wieder eine tolle Leistung. Am Ende siegte die E1 nach Toren von Eva und 2x Mary mit 3:0.  Das Spiel SSC vs. E2 endete dann 0:0, war aber sehr spannend. Chancen auf beiden Seiten und wieder zeigte Anna-Lena tolle Paraden. Das Spiel E1 gegen SpG Wandlitz/Basdorf versprach spannend zu werden. Gleich in der ersten Minute erzielte Panajota das 1:0. Nachdem Amy noch eine starke Szene nach einem Freistoß hatte, kamen die Gegnerinnen langsam auf. in der 8. Minute zeigte Panajota, dass sie auch verteidigen kann und war 2x rechtzeitig dazwischen. Die Schlußminute gehörte wieder unseren Turbinen. Nach schönem Zusammenspiel zwischen Mary und Amy konnte die Keeperin gerade so klären und Panajota verzog aus aussichtsreicher Position. So blieb es beim 1:0 Sieg. Im Spiel E2 gegen den OFC gab es ein ständiges Auf und Ab auf Augenhöhe. Der OFC erwies sich jedoch effektiver in der Chancenverwertung und ging als 2:0 Sieger vom Platz.  Das Spiel E1 gegen den OFC sah die Turbinchen im Vorteil. Nach dem zunächst Eva und Mary an der Keeperin scheiterten, sah Mary in der 4. Minute die sich freilaufende Pabajota, die sich mit dem 1:0 bedankte. Und weil es so schön war, legte Mary eine Minute später mit einem herrlichem Solo das 2:0 nach, Der OFC versuchte zu kontern, aber auch defensiv waren die Turbinchen heute eine Macht und Lya im Tor hielt, was zu halten war. Mary hatte noch 2 Chance und Amy verfehlte das Lattenkreuz nach einem Drehschuss nur um Zentimeter. So beendete die E1  die Spiele ohne Punktverlust und ohne Gegentor. Jeder kann sich die stolzen Gesichter der Mädels bei der Siegerehrung vorstellen. Endlich hatte sie ihr Erfolgserlebnis und was für eines. Ihre Goldmedaillen bekommen zu Hause bestimmt einen Ehrenplatz. Besonders gefreut hat es mich für Panajota und Mary, die in der Vorsaison bei der etatmäßigen E2 nicht gerade verwöhnt wurden. Aber man konnte es den Mädels ansehen: Jede gelungene Aktion gab ihnen Selbstvertrauen und man sah ihnen den Spaß an. Ja, sie haben heute etwas besonderes erreicht. Ich drücke ihnen die Daumen, dass sie diese Leistung in den Ligaalltag mit nehmen können. Dies gilt natürlich auch für die als E2 angetretenen Turbinchen. Auch sie wuchsen über sich heraus und konnten ihre Spiele auf Augenhöhe bestreiten. Vielleicht hat sie auch ja auch das gute Abschneiden der E1 motiviert. Schade nur, dass sie kein Glück beim Abschluss hatten. Aber das wird schon. Jedenfalls war ich stolz wie Bolle auf alle unsere Grashüpfer heute in Storkow. Und auf der Heimfahrt auf Wolke 7 interessierte mich das Spiel der Ersten in Wolfsburg schon kaum noch. So retteten mir das Wochenende neben unsern F-Kücken als E1: Lya Marie Bergemann, Eva Wuttig, Amy Koch, Panajota Kyprianidis, Mary Krüger und Sophie Daniel, sowie Anna-Lena Kulbe, Liesa Priebe, Allina Ullmann, Josefin Frieser, Johanna Lenzen udn Leara Schimke als E2. Danke Mädels für diesen schönen Sonntag. Ich bin stolz auf Euch!!

Bild003