Wanderungen durch die Mark Brandenburg

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von Micha

E-Juniorinnen-Kreisliga: SV Ruhlsdorf 1893 – 1. FFC Turbine Potsdam E1: 4:0

D-Juniorinnen Landespokal 1. FFC Turbine Potsdam – Potsdamer Kickers 94: 1:5

Der Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel kennt das sinnlose Unterfangen, an einem Sonntagmorgen vor dem Frühstück von A in Berlin nach B in Brandenburg zu gelangen. Trotzdem wollte ich dem Spiel unserer Turbinchen beiwohnen und kam auch nach mehrmaligem Umsteigen in Teltow an. Von dort „wanderte“ ich gut 75 Minuten bis zum Spielort und lernte unterwegs die Schönheiten der Mark kennen. Doch zum Spiel: Die ersten Chancen hatte zwar Emy Seybold und Zwergi, doch die Jungs erwischten einen besseren Start. Erst ein Eckball und dann ein schöner Schlenzer – nach 5 Minuten führten die Jungs 2:0. Doch wie immer ließen sich die Mädels davon nicht beeindrucken und drehten auf. Erst versuchte es Hertha fast von der Grundlinie mit einem Schuss ins lange Eck, erwischte aber nur den Pfosten. Danach versuchten es Nele und Leandra – aber auch sie hatten kein Glück. Aber auch die Jungs ließen nicht nach und trafen ihrerseits in der 13. Minute mit einem Weitschuss nur die Latte. Nachdem Nele einen herrlichen Weitschuss knapp daneben setzte, konnte Lilo in der 18. Minute eine Flanke nicht festhalten und die Jungs staubten ab – 3:0. In der Schlussminute der ersten Hälfte hätte es fast geklappt: Eine Ecke von Hertha verpasste Lulu nur knapp. So lag trotz des 3:0 der Jungs eine gewisse Spannung über der zweiten Halbzeit,

…die kaum zwei Minuten alt war, als die Jungs Freistoß hatten, Der abgewehrte Ball kam zurück und senkte sich als Bogenlampe ins Tor – 4:0. Nun folgte eine Phase, die den Spielstand ad absurdum führt. Erst ging es hin und her, und so langsam setzten die Mädels zum Sturm an. Chance auf Chance und herrliche Spielzüge. Der schönste wohl in der 45. Minute, als Zwergi einen Gegenspieler „austanzte“ und Hertha passte, die jedoch am Keeper scheiterte. Es war wie verhext. So oft es die Mädels auch versuchten, soviel Pech kann man doch gar nicht an den Füßen haben. Und irgendwie bekamen die Jungs auch immer einen Fuß dazwischen. Am meisten Pech hatte Hertha. Sie hätte das Spiel allein drehen können. Aber gut, die Jungs waren ja nicht untätig und hatten selbst noch Chancen. Ein durchweg spannendes Spiel, in dem halt die Jungs ihre Chancen nutzen konnten. Aber wieder einmal beeindruckten die Mädels mit ihrem ungebrochenen Kampfgeist. Und sie waren spielerisch völlig gleichwertig und es war eine Freude, ihnen zuzusehen. Kopf hoch, beim nächsten Mal sind die Dinger drin. Dazu drücke ich ganz fest die Daumen: Lilo Röderstein, Luisa „Lulu“ Jungnickel, Emily Kerber (SF), Leandra Winkelhofer, Luisa „Hertha“ Koch, Emily Seybold, Alisa „Zwergie“ Grincenco, Angelina Beisert, Nele Firchau, Stella Hergt, Rahel Heretsch und Romy Kachel.

Anschließend ging es in die Waldstadt zum Pokalspiel unserer D2 gegen die Mädels der Potsdamer Kickers. In diesem Spiel zeigte sich wieder einmal, dass der Pokal eigene Gesetze hat. Die Kickers bestreiten ihre Punktspiele eine Klasse tiefer, aber davon war in diesem Spiel nichts zu sehen. Eher umgekehrt, sie nahmen sofort Fahrt auf und verwandelten in der 6. Minute eine Ecke zum 0:1. Zwei Minuten später fingen sie einen Angriff ab – Schuss – 0:2. Es folgte eine Phase, in der sich das Spiel zwischen den Strafräumen abspielte. Schon hier zeigte sich, dass unsere D2 heute sehr unkonzentriert agierte, ja irgendwie abwesend wirkte. So wurde Keeperin Maya Bathke folgerichtig zur besten Turbine dieses Spiels. So klärte sie in der in der 21. Minute zweimal Schüsse aus der Nahdistanz. Die Kickers waren völlig überlegen, und so gelang ihnen in der 29. Minute das 0:3, als sie einen Freistoß genau in den Winkel zirkelten. In der zweiten Hälfte kamen die Turbinen besser ins Spiel, trotzdem hatte auch Maya auch weiterhin gut zu tun. zeichnete sich mehrfach durch Klassereaktionen aus.

Und so kamen die Turbinen auch zu Chancen. In der 41. Minute knallte ein Freistoß an die Latte und zwei Minuten später prüfte Cattleya die Kickers der Kickers. Dann in der 46. Minute klappte es. Nachdem die Kickers einen Angriff zunächst abwehren konnten, versenkte Emily Eckardt den 2. Ball in die Maschen – 1:3. Jedoch erhöhten im Gegenzug erhöhten die Kickers auf 1:4. Nun brachten die Kickers das Spiel nach Hause. Zu allem Überfluss wurde Maya in der 52. Minute auch noch getunnelt – 1:5. Das war dann auch der Endstand. Entscheidend war heute, dass bei den Kickers der Wille zum Sieg einfach ausgeprägter war. Trotzdem meine Anerkennung für Maya Bathke, Johanna Franz, Vanessa Storch, Belana Franz, Johanna Herholz, Lea Bergemann, Linn Hüttmeyer, Lucy Heise, Cattleya Zimanky, Annika Hanauer, Franziska Knuth und Emily Eckert.