Vorher Zweiter gegen Erster – hinterher umgekehrt

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Die erneute Länderspielpause (EM-Quali in Bukarest) führte die Turbine-Hardcore- Fans am 7. Spieltag der zweiten Bundesliga in die Potsdamer Waldstadt, wo unsere zweite Mannschaft den aktuellen Tabellenführer BV Cloppenburg empfing. Es war nicht nur auf dem Papier eine Spitzenbegegnung, die Partie entwickelte für den Berichterstatter ein erstaunliches Niveau mit hohem Tempo. Das bezog sich sowohl auf die Gäste als auch auf unser Reserveteam.

Also gab es auch Torchancen auf beiden Seiten, doch erst eine Minute vor der Pause gelang der Führungstreffer nach Freistoss von Ulla durch Inkas Kopfball. Nach der Halbzeit bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung auf 3:0 aus, was den Zuschauern das Gefühl gab, den Sieg schon im Sack zu haben. Aber nun schlug der BV Cloppenburg zurück und verkürzte innerhalb von zwei Minuten (68.,70.) auf 2:3. Da stand das Spiel kurz davor, nochmals zu kippen. Aber in der Schlussphase wollte unsere Zweite den Sieg doch etwas mehr. Sehenswert war besonders das vierte Tor von Monique, ehe Sandra Starke mit ihrem zweiten Treffer drei Minuten vor Schluss für den 5:2 Endstand sorgte.

Als Fazit ist festzuhalten, dass es ein verdienter Sieg von Turbine II war, der das Tabellenbild nach Spielende umkehrte.

Vor dem Spiel:                Hinterher:

1. BV Cloppenburg         1. Turbine II

2. Turbine II                    2. BV Cloppenburg

Bei der Beurteilung ist der Berichterstatter dieses Spiels ist der Berichterstatter sehr zurückhaltend gewesen, weil es ihn sehr selten in die zweite Liga treibt und er deshalb nicht so gut  in die Materie eingearbeitet ist. Fraglich ist, wie groß die Ambitionen von Cloppenburg sind, wirklich aufsteigen zu wollen und wenn ja, ob der Verein die Möglichkeiten hat, sich mittel- oder langfristig in der ersten Liga zu behaupten. Für viele Mannschaften wäre es besser, sich eine Etage tiefer einzurichten, denn bis auf FF USV Jena hat es kein Verein geschafft, in der obersten Spielklasse mehr als ein Jahr zu bleiben. Bayer Leverkusen versucht gerade in der zweiten Saison dies als nächste Mannschaft  zu erreichen. Viele wollten das  und sind gescheitert (u.a. Saarbrücken, Herforder SV in der jüngeren Vergangenheit).

Am Rande der Partie hatte der Berichterstatter noch ein ganz besonderes Erlebnis, als er Desi getroffen hat, die mit einer Handverletzung während der Länderspielpause bei Ulla zu Besuch war.

Nach dem Spiel feierten Turbine und der SV Babelsberg mit einem Stadionfest das Ende der Sanierungsarbeiten im Karli, bei dem es Funspiele zwischen einem Promi-Team (u.a. Jürgen Schult, Mathias Morack, Robert Bartko, Dirk Heinrichs, Ronald Rauhe, Afro) und gemischten Mannschaften von Turbine und 03 gab.