…..UND DA SCHLUGEN SIE SICH SELBST

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Frauen-Landesliga: Ludwigsfelder FC – Turbine Potsdam III 4:3

19.9. 2021 von Micha


Der Kader unserer Dritten ist einer hohen Fluktuation unterworfen. Ist auch verständlich. Im Alter zwischen 17 und 23 zählen im Breitensport dann andere Prioritäten, wie Auslandsjahr bzw. die Berufsausbildung. Manche Mädels hören dann auch ganz auf. So hat unserTeam seit Jahren damit zu kämpfen, ohne etatmäßige Keeperin auskommen zu müssen. Die beiden etatmäßigen Stürmerinnen Freya Uhrlau und Luisa „Lulu“ Jungnickel mussten heute im Tor bzw. in der Abwehr aushelfen und fehlten natürlich vorn, insbesondere Freya mit ihrer Schnelligkeit. Das sollte sich heute bemerkbar machen.


Der Turbine-Kreis

Das Spiel begann und beide Teams gingen gleich voll zur Sache. Stück für Stück setzten sich unsere Turbinen in der gegnerischen Hälfte fest und es ergaben sich auch 2 bis 3 gute Chancen. Leider verletzte sich Kea nach 18 Minuten und wurde durch Lya ersetzt. Anschließend verflachte das Spiel ein wenig und fand hauptsächlich zwischen den 16ern statt. Aber nach einer halben Stunde zog es wieder an und der LFC überlief unsere Abwehr. Der Schußversuch verfehlte das Turbinetor nur knapp. Nach 33 Minuten gab’s dann einen langen Ball auf Leonie. Diese stand frei, umkurvte die Keeperin und vollendete zum 1:0 aus Turbinesicht. Herrlich gemacht ! Aber die Freude wehrte nicht lange. Mit einem Flachschuß glichen die Gastgeberinnen drei Minuten später zum 1:1 aus. Unsere Dritte trat weiter dominant auf, vergaß aber das Toreschießen: Lya zu Leonie in den Lauf – die Keeperin parierte. Eine weitere gute Chance setzte Leonie neben das Tor. Die größte Chance hatte erneut Leonie, als in der 45. Minute ein Angriff über rechts lief und Leonie erreichte. Ihr Schuß prallte an der Keeperin ab. Den Nachschuß setzte sie knapp über’s Tor. Nein! Es war zum Haare raufen. So ging es mit 1:1 in die Pause. Unsere Turbinen hätten mit 2:1 oder 3:1 führen müssen ! Aber da sie das Toreschießen vergaßen, sollte sich das später rächen.

Zu Beinn der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel so dahin, ohne daß Wesentliches passierte. Dann jedoch in der 52. Minute senkte sich ein Freistoß des LFC als Bogenlampe ins lange Eck und brachte die Gastgeberinnen mit 2:1 in Front. Das sah Freya keine Abwehrmöglichkeit. Aber schon im Gegenzug in der 53. Minute klingelte es wieder; Ein hoher Ball – die Keeperin und eine Feldspielerin des LFC behindern sich (und mussten anschließend behandelt werden) – der Ball kam zu Leonie, die zum 2:2 ausglich. Ein Alleingang von Leonie, den sie zu schwach abschloß und ein Freistoß von Josi M., der den Pfosten traf, aber Niemand zum Abstauben da war (wieso eigentlich nicht ?) hätten unsere Turbinen erneut in Führung bringen können. Auch Lya hatte in der 62. Minute die Führung auf dem Fuß, als sie die Abwehr überlief und versuchte, die weit draußen postierte Keeperin mit einem Heber zu überwinden. Aber der Ball ging leider drüber. So blieb es dann in der 74. Minute unserer Nr. 17 (k.A) vorbehalten, nach einem schönen Lauf und einem halbhohen Schuß ins lange Eck die erneute, längst fällige Turbineführung zum 3:2 zu erzielen. In der 80. Minute gab’s dann m wieder einen Freistoß für den LFC. Der Ball flog schön über die Mauer zum 3:3 ins Netz. Mist ! Zu allem Überfluß gab’s dann in der Nachspielzeit ein Gewimmel vor’m Turbinetor, welches die Gastgeberinnen zum 4:3-Siegtreffer nutzten.


Freya beim Abschlag


Alle auf einem Haufen


„Wo laufen sie denn ?“

Fazit: Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, daß das Endergebnis den Spielverlauf, speziell den in der ersten Halbzeit, umdrehte. Aber es ist eine alte Fußballweisheit: wenn du vorn die Buden nicht machst, klingelt es hinten. Da habe ich Freya und Lulu im Angriff doch sehr vermisst. Aber sie wurden ja hinten gebraucht. Und man sollte Freya bei den Gegentoren keinen Vorwurf machen. Sie ist eben keine gelernte Keeperin. Tja, so haben sich unsere Turbinen heute selbst geschlagen und eine vermeidbare Niederlage kassiert. Trainer Gordon war stocksauer. Er sah auch wie immer Dinge, die mir als Laien gar nicht auffielen. Aber das wird er mit dem Team noch auswerten.
Die Trainer Gordon Engel und Matthias Storch hatten heute folgende Turbinen im Aufgebot: Freya Uhrlau (TW), Josefine „Josi“ Matthees (SF), Kea Tammen (17. Lya Bergemann), Josephine Klein, Nr. 17 (k.A.), Luisa „Lulu“ Jungnickel, Leonie Nguyen van (74. Sarah Lindner), Emelie Kreutzer, Annika Hanauer sowie Johanna „Jojo“ Herholz (68. Tabea Kleibs).