NEUE SPIELERINNEN – ALTE PROBLEME

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von Lutz

Es wird sicherlich noch Fans geben, die das 1. Bundesligaspiel der neuen Saison weder im Stadion noch bei Eurosport gesehen haben. Für die ist dieser Beitrag.

Obwohl  meine lautstarke Kritik auf der Rückfahrt nicht bei jedem Mitreisenden auf Zustimmung gestoßen ist, bleibe ich bei meinen Aussagen und nehme kein Wort davon zurück. Natürlich tut es mir als Turbine-Fan genau so weh wie allen anderen Augenzeugen, wie leichtfertig unsere Mannschaft den 1:0-Vorsprung aus der Hand gegeben hat. Das hat etwas mit Qualität und Konzentration der Spielerinnen. Man kann Partien schlecht mit einander vergleichen, aber das Auftreten an der Grünwalder Straße war fast eine Kopie das Pokalfinales, nur mit einer Ausnahme, in Köln waren wir von Anfang an chancenlos und sind nicht in Führung gegangen. Querelen um Fei Wang und eine katastrofale Abwehrleistung ließen am Ende kein besseres Ergebnis zu

Schon diese ersten 90 Bundesliga-Minuten müssen jedem noch so großen Turbine-Fan klar gemacht haben, dass es ganz schwer mit der von allen herbei gewünschten Champions League – Qualifikation werden wird.

Früher hieß es immer, es ist zu einseitig – nur Turbine und Brentano-Bad kämpfen um den Titel. Jetzt wird es wieder nur ein Zweikampf. Dieses Mal ist es ein Meisterschaftsduell, nachdem die Männervereine richtig in die Frauen investieren, zwischen Bayern und VW. Wenn der FCB eine deutsche Nationalspielerin mit Frau Däbritz einwechseln kann, die dann auch noch mit ihren beiden Toren das Spiel entscheidet, dann weiß man, wie chancenlos der Rest der Republik (bis auf VW)  sein wird. Schon einen Tag später führte uns der MDR in seiner Sendung „Sport im Osten“ die zweite Spitzenkraft vor, die mühelos mit 8:0 über Jena hinweg gefegt ist. Das heißt im Umkehrschluß: Wir werden in dieser Spielzeit noch so einige zweistellige Ergebnisse bestaunen oder bewundern können.

Natürlich würde es mich freuen, wenn Turbine da einigermaßen mit haltern könnte, aber das sehe ich nicht. Realistisch betrachtet wird es in absehbahrer Zeit keinen internationalen Frauenfußball mehr in Potsdam zu sehen geben. Ich teile die Auffassung unseres Cheftrainers im rbb-Video-Text, dass ein bescheidener Start droht.

Als ob das nicht schon genug wäre, versagte auch unsere zweite Mannschaft mit eiinigen erfahreen Kräften (Krso, Rauch, Hipp, Szaj) ihren Saison-Start in die zweite Bundesliga mit 1:4 zwei Tage später beim 1. FC Lübars 1962. Die Kurzanalyse lautet: Noch größere Unterlegenheit als in München. In dieser Form wird Lübars ein gaaaaanz heißer Aufstiegskandidat, wenn sie nicht wieder freiwillig verzichten wie in der letzten Saison.

Geschrieben.: DIENSTAG – 01. SEPTEMBER 2015 7:10