Man hat’s nicht leicht…

image_pdfimage_print

…wenn man 2 Spiele parallel sieht und sich Notizen macht: Turbine D I – SV Wilhelmshorst (Jungs) 10:1 und Turbine E I – Concordia Nowawes 4:2

 

Und so habe ich 1 Tor unserer D-Mädels gar nicht mitbekommen. Ich werde mal so schreiben, wie ich es notiert habe. Die D I behielt über das gesamte Spiel die Oberhand. Es begann bereits nach 4 Minute, als Lena Kadler einen Freistoß auf Amelie Jana Berck spielte – 1:0. In der 8. Minute staubte Sophie Büttner aus einem Gewimmel heraus zum 2:0 ab und drei Minute später markierte Linda Bergemann mit einem Alleingang das 3:0. Nachdem auch Keeperin Sarah Duszat sich auszeichnen konnte, zeigte die D I mehrere schöne Angriffe, ohne die Chancen zu nutzen. Im Gegenzug zeigten sie aber auch ein kluges Abwehrverhalten, liefen ihre Gegner gut ab. Hierbei fiel mir besonders Antonia-Lavinia Marinov auf. Aber in der 30. Minute gabs nochmal Freistoß und der Ball lief über Freya Uhrlan und Amelie Jana Berck zu Lena Fuchs, die zum 4:0 vollendete. Nach der Pause war es dann Freya Uhrlan, die per Doppelpack zum 5:0 und 6:0 traf. Und wieder zeigten unsere Mädels eine gute Abwehrarbeit, wobei mir wieder Antonia durch gutes Stellungsspiel und eine gute Spieleröffnung auffiel. Nachdem Linda Bergemann in der 46. Minute freistehen das 7:0 besorgte, konnten die nie aufgebenden Jungs im Gegenzug den Ehrentreffer erzielen. Hier ein Wort zu ihrem Trainer: Egal wie es stand, gab er den Jungs ruhig Anweisungen, schrie sie nie böse an und geizte nicht mit Lob bei gelungenden Aktionen. So sorge er dafür, dass sich die Jungs nie hängen ließen. Nachdem Lena Kadler zum 8:1 abstaubte, erzielte Pauline Kerber im nachsetzten das 9:1 in der Schlussminute. Wann genau das letzte Tor fiel, kann ich nicht genau sagen, Torschützin müsste aber Sophie Büttner gewesen sein. Und so traten sie an: Sarah Duszat, Ruodi Schulze (SF), Linda Bergemann, Antonia-Lavinia Marinov, Sophie Büttner, Lena Fuchs, Amelie Jana Berck, Lena Kadler, Pauline Kerber, Lena Pflanz und Freya Uhrlan.

 

Auf der an der Seite des Feldes trat unsere E I gegen die Jungs von Concordia Nowawes an. In diesem Spiel zeigten sie, was sie aus den 2 vorhergegangenen Niederlagen gelernt haben. Ihre Offensivqualitäten zeigten sie gleich zu Beginn: Eine schöne Kombination über Emily Leandra schloss Alisa mit dem 1:0 ab (3.). Eine Minute später prüfte Leandra nach Zuspiel Alisa den Keeper und eine weitere Minute später erzielte „Hertha“ mit einem leicht abgefälschten Schuss das 2:0. Doch die Jungs hatten ihre Chancen. Aber hier zeigte sich, was die Abwehr alles gelernt hat. Das fiel richtig auf. Und Lilo im Tor hatte einen super Tag erwischt. Sie gefiel vor allem durch ihr Stellungsspiel. Wenn man bedenkt, dass sie ja eigentlich zum Kader der U9 gehört, Hut ab! Nachdem den Jungs in der 14. Minute bei einer Abwehraktion fast ein Eigentor unterlief, konnten sie dann doch im Gegenzug den Anschlusstreffer erzielen. Aber unsere Turbinchen ließen sich davon nicht verunsichern. 2 x „Hertha“ und 2 x Alisa hatten noch gute Chancen. Nach der Pause wurden die Jungs (in deren Reihen auch 2 Mädchen mitspielten) stärker. Wer verliert schon gern gegen Mädchen. Aber gegen Turbine-Mädels zu verlieren, ist keine Schande, wie mir mal ein gegnerischer Trainer sagte. Recht hat er! Zunächst konnte isch Lilo wieder auszeichnen und in der 29. hatten die Jungs auch noch Pech mit einem Pfostenschuss. Im Gegenzug zeigten die Mädels wieder das, was ich an diesem Team so mag: Sofort ging die Post nach vorne ab und „Lulu“ schloss ein schönes solo mit einem platzierten Schuss ins lange Eck ab – 3:1. Spätestens jetzt ging das Daumen drücken los. Und es half: Mit einem Hammerschuss genau ins Dreiangel erhöhte „Hertha“ zwei Minuten später auf 4:1. Nun war der erste Sieg zum greifen nah und die Turbinchen zeigten nun auch, dass sie kämpfen können. Die Jungs gaben nun auch alles und konnten in der 44. Minute noch auf 2:4 verkürzen. Doch diesmal hielten die Mädels auch kräftemäßig durch und und wenn doch was durchkam, war da immer noch Lilo im Tor, die den Sieg mit einigen tollen Paraden festhielt. So endete diese Spiel mit einem völlig verdienten 4;2 Sieg für unsere Mädels. Natürlich kannte der Jubel anschließend keine Grenzen. Sogar mir wurden die Augen ein bisschen feucht. Aber wenn man miterlebt wie dieses Team auch als Team auftritt und sich von spiel zu Spiel steigerte, gönnt man Ihnen den Sieg von ganzem Herzen. Übrigens ist es bei den Mädels üblich, dass die Kapitänsbinde in jedem Spiel eine andere trägt. Diesmal war es Emily Kerber. Und an ihrer Seite sorgten für feuchte Augen: Lilo Röderstein, Luisa „Lulu“ Jungnickel, Rahel Hertosch, Leandra Winkelhofer, Clara Lempert, Angelina Beisert, Alisa Grincenco, Stella Hergt, Luisa „Hertha“ Koch und Romy Kachel.

Kleine Begebenheit am Rande: Im Karli traf ich dann „Hertha“ mit Familie wieder. Ich nutzte diese Gelegenheit, um mir von ihr ein Autogramm auf’s Mannschaftsfoto geben zu lassen. Ihr erstes Autogramm! An den Stolz in ihren Augen werd ich wohl noch lange denken.