Lutz würde sagen: „Fünf Euro ins Phrasenschwein.“, aber es ist so: Prima gespielt, toll gekämpft und doch verloren.

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1. FFC Turbine Potsdam E1 gegen ESV Lok Potsdam – 3:4

von Micha

Von Anfang war es augenscheinlich: Hier trafen zwei gleichwertige Mannschaften aufeinander. Es gab ein ständiges Auf und Ab, jedes Team hatte dominante Phasen. Den besseren Start erwischten unsere Turbinchen. In der 4. Minute fängt Nele einen Abstoß ab, passt zu Zwergi und deren Schuss wird noch leicht abgefälscht und senkt sich als Bogenlampe ins Tor – 1:0. Nachdem unsere Mädels zwei weitere Möglichkeiten hatten, kamen die Jungs auf. Nachdem zunächst Lilo bzw. die Abwehr klären konnten, setzten sich die Jungs im 16er durch und erzielten den Ausgleich – 1:1. Dann wieder die Mädels: Zwergi nach Doppelpass mit Lulu am Keeper, genau wie Nele mit einem Weitschuss. Dann flog in der 19. Minute eine Flanke an Freund und Feind vorbei, bevor Rahel einen Konter der Jungs im letzten Moment zur Ecke klärte. In der23. Minute dann spielte Hertha Billard, als sie einen Fernschuss ansetzte – linker Pfosten – rechter Pfosten – drin – 2:1. In der Schlussminute rettete Kerberchen (sie ist genauso klein wie Zwergi) auf der Linie. So war ich gespannt auf die zweiten 25 Minuten.

 

Nach der Pause ging es mit dem Auf und Ab weiter. So kam Kerberchen nach einer Zwergi-Flanke zu spät und Lulu verpasste eine Flanke von Hertha am langen Pfosten. Und nachdem die Jungs auch eine Chance hatten, kamen zwei ominöse Minuten, welche die Jungs in Vorteil brachten. Zunächst verlor Nele in Tornähe den Ball und die Jungs glichen mit einer Bogenlampe zum 2:2 aus (29. Minute). 2 Minuten später bekam die Abwehr den Ball nicht weg, ein Junge setzte einen Drehschuss an und die Gäste führten 3:2. Doch unsere Turbinchen hielten dagegen und in der 37. Minute gab es mehrere Versuche, die aber am Keeper scheiterten. In der 42. Minute zeigte Hertha mal wieder, was sie drauf hat: Sie griff tief in die Trickkiste und setzte 3 bis 4 Meter hinter der Mittellinie einen Schuss an, der immer länger wurde und sich im richtigen Moment senkte und so genau unter die Querlatte passte – 3:3. Ein geiles Tor!! Nun wollten beide Teams den Sieg und gaben alles. So konnten die Jungs in der 48. Minute aus einem Gewühl heraus das 3:4 erzielen. Doch unsere Mädels dachten nicht ans Aufgeben. In der Schlussminute kam eine Flanke zu Emy Seybold. Die hielt voll drauf und zwang so den Keeper zu einer unglaublichen Glanzparade als er den Ball noch mit einer Hand zur Ecke lenkte.

 

Tja, so ging dieses Spiel verloren, obwohl die Turbinchen sich einen Punkt redlich verdient hätten. Kompliment an beide Teams: Dieses Spiel war ein Paradebeispiel wie toll Fußball sein kann, wenn der Spaß am Spiel absolut im Vordergrund steht. Trotz der Niederlage hatte ich meinen Spaß und bin deshalb dankbar und stolz auf: Lilo Röderstein (TW), Luisa „Lulu“ Jungnickel, Emily Kerber „Kerberchen“ (Spielführerin), Luisa „Hertha“ Koch, Emily Seybold, Alisa „Zwergi“ Grincenco, Angelina Beisert, Nele Firchau, Stella Hergt, Rahel Heretsch und Romy Kachel. Schaut euch diese Mädels mal an. Da wird euch das Herz aufgehen.

 

Kleine Begebenheit am Rande: Beim Warmmachen bekam ich einen kleinen Disput zwischen dem Gästetrainer und einem seiner Jungs mit. Der Trainer sagte: „…schließlich können Mädchen auch Fußball spielen.“ Nun, ich denke unsere Turbinchen haben dafür gesorgt, dass dieser Junge nie wieder daran zweifeln wird.