Ich habe lange nach einer Überschrift gesucht, nur was mir einfiel, war nicht druckreif!

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u17

Erstes Halbfinalspiel der B-Juniorinnenmeisterschaft
FC Bayern München – Turbine Potsdam: 2:1
von Micha

Um es vorwegzunehmen: Die Bayernmädels haben verdient gewonnen, aber dazu später. Was mich und alle anderen Augenzeugen beider Lager (!!!) auf die Palme brachte, war das Schiri-Trio. Diese „Leistung“ eine Katastrophe zu nennen, wäre ein völlig überzogenes Kompliment!! Warum müssen sich die besten Mannschaften fürs Halbfinale qualifizieren und die Schiris holt man aus der untersten Kreisklasse. Und dann halten die Fußball für körperkontaktlosen Sport wie Basketball. Solche Schiris schaufeln dem Frauenfußball das Grab. Da habe ich diese Saison weitaus bessere Schiri-Gespanne gesehen. Schade nur, dass deren Leistung durch so etwas in den Dreck gezogen wird. Ein Halbfinale zu pfeifen, setzt Niveau voraus. Dieses Trio hatte es mit Abstand nicht. So mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Eigentlich…

Aber zum Spiel: Die ersten 10 Minuten gehörten den Turbinen. Sie gingen im Mittelfeld früh drauf. Zu diesem Zeitpunkt gab’s dort schon viele Zweikämpfe und es zeichnete sich ab, dass dort auch das Spiel entschieden wird. Nach 10 Minuten kam Jenny über rechts, spielte auf Anna – die setzt sich im 16er durch und Viki findet die Lücke in der vielbeinigen Bayernabwehr – 0:1.

Nun entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel. Auch die Bayernmädels kämpften und blieben stets kreuzgefährlich. Sie begannen sich Stück für Stück die Hoheit im Mittelfeld zu erkämpfen und auch das Umschalten von Abwehr auf Angriff ging bei ihnen blitzschnell. In der 18. Minute gab es einen Ballverlust durch Anna, aber mit einem tollen Sprint zurück konnte sie ihren Fehler wieder ausbügeln. Nach 20 Minuten hatte Chey eine gute Chance nach Pass von Jenny, aber Bayerns Franziska Maier konnte den Schuss mit einer klasse Parade zur Ecke lenken.

Nach 24 Minuten wurden schlimme Erinnerungen wach: Bayerns Franziska Reiter und Jenny stießen beim Kopfball zusammen und blieben zunächst liegen. Doch während Franziska weitermachen konnte, erlitt Jenny eine Platzwunde über dem rechten Auge und fällt für das Rückspiel wahrscheinlich aus. Ein bitterer Verlust! Aber es musste ja weiter gehen. Und so kam Jacki für Jenny ins Spiel und bekam gleich mal einen langen Pass zugespielt, den sie über die Keeperin aber auch über das Tor lupfte. Bei unseren Mädels häuften sich jetzt die ungenauen Zuspiele. So hatte Viki die letzte Chance vor der Pause, als sie nach einem Alleingang an der Keeperin scheiterte.

In der zweiten Hälfte machten sich unsere Mädels durch zu viele Abspielfehler im Spielaufbau das Leben selbst schwer. Hinzu kam, dass die Schiedsrichterin einfach zu viele Zweikämpfe mit Körperkontakt abpfiff, wo einfach nichts vorlag. Mit fortschreitender Zeit hatte ich den Eindruck, dass unsere Mädels so verunsichert waren, dass sie sich kaum noch in die Zweikämpfe trauten. Bei den Bayern wurden etliche Angriffe auf Abseits entschieden, wo es einfach ein Witz war. So wurden beide Teams benachteiligt, aber irgendwie kamen die Bayern besser damit zurecht. Sie hatten jetzt einfach mehr vom Spiel. Nachdem Inga in der 41. Minute einen Freistoß unterlief (was aber ohne Folgen blieb), zeigte sie in der 44. Minute Nervenstärke: Paula verursachte einen, allerdings berechtigten Elfer. Sie täuschte Bayerns Kristina Schuster ihre Absicht an und tauchte in die richtige Ecke. Man merkte beiden Teams an ihrem Einsatzwillen an, dass es ihnen um eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel ging. Nach 54 Minuten bekam Bayern einen Handelfmeter der Marke „kann, muss aber nicht“ zugesprochen. Der Ball sprang einer Turbine an die Hand. Diesmal trat Jenny Gaugigl für Bayern an und verwandelte sicher – 1:1. Unsere Mädels kämpften, aber durch die bereits erwähnten Fehler im Aufbau kamen sie kaum noch zu Chancen. Im Gegenzug musste Inga zweimal beweisen, dass 1 zu 1-Situationen ihre absolute Stärke sind. In der 72. Minute bekam Bayern erneut einen, diesmal sehr fragwürdigen, Elfmeter zugesprochen. Auch diesmal ließ sich Jenny Gaugigl die Chance nicht nehmen und es stand 2:1. Dabei blieb es bis zum Schluss. Man würde den Bayernmädels jetzt unrecht tun, ihren Sieg nur an den Elfern festzumachen. Sie zeigten eine gute Leistung und wenn einige Szenen nicht unberechtigt auf Abseits entschieden wären… Aber auch sie haben Schwächen.

Auch wenn bei den B-Mädels die Auswärtstorregel nicht gilt, lässt sich dieses Resultat fürs Rückspiel alles offen. Es wird ein hartes Stück Arbeit. Gerade deshalb brauchen unsere Mädels am Samstag, den 25. Mai ab 11.00 Uhr jeden von uns zur Unterstützung. Sind wird die besten Fans der Liga???

Und so spielte die U17: Inga Schuldt, Gina Schneider, Paula Kubusch (47. Minute Aylin Göktas), Ina Tran (C) (68. Minute Annika Hofmann), Luise Ringsing, Jenny Hipp (29. Minute Jaqueline Borucki), Felicitas Rauch, Lara Junge, Cheyenne Ostermann, Viktoria Schwalm.

Tore: 0:1 (10. Minute) Viktoria Schwalm, 1:1 (55. Minute) Jenny Gaugigl (HE), 2:1 (72. Minute) Jenny Gaugigl (FE)

Am Rande bemerkt: Natürlich trafen wir in Aschheim auf Bayerns 1. und ihren Trainer Thomas Wörle. Wir Fans drückten ihnen nochmals den Dank aller Turbinen für den Sieg in Frankfurt aus. Naja, in ihrer Mannschaftskasse befinden sich jetzt ein paar Euro mehr. Ich denke, das findet auch eure Zustimmung.