Gegen Jungs können Sie es auch

image_pdfimage_print

Wintercup des Weißensee FC für E bzw. D-Junioren am 08.02.2014 / 09.02.2014

Nachdem die Turbineteams bisher eine erfolgreiche Hallensaison gegen Mädchen- bzw. Frauenteams spielten, zeigten E- und D-Mädels, dass sie genauso wie im Ligaalltag auch in der Halle gegen die Jungs bestehen können. Am Spielort gab es immer noch Jungs, die nicht glauben, dass Mädchen Fußball spielen können. Nun, die Mädels gaben die passende Antwort und die Jungs fragen nie wieder.

Los ging’s am Samstag mit unserer E1/E2 in Falkenberg. 1. Gegner war die zweite Vertretung des Gastgebers. In einem ausgeglichenen Spiel hatten die Turbinchen die besseren Chancen, zeigten aber auch eine konzentrierte Abwehrleistung. Am Ende hieß es 0:0. Dann ging es gegen die FC 98 Hennigsdorf. Gegen diese Jungs standen unsere Mädels auf verlorenem Posten. Zwei Chancen für Zwergie und Nele waren zu wenig. Am Ende stand eine 0:4 Niederlage zu buche. Gegen Fortuna Biesdorf zeigten unsere Mädels neuen Mut. Zwergie und Nele verfehlten bei 3 Chancen gleich zu Anfang das Gehäuse nur um Zentimeter. Bei Biesdorfer Gegenangriffen reagierte Jessi zwei mal klasse im 1 zu 1. In der 5. Minute kam ein langer Pass zu Mila, sie tunnelte den Keeper und es stand 1:0. Nun kam Biesdorf auf und unsere Grashüpfer kämpften. Jedoch Sekunden vor Schluss verletzte sich Jessi beim Versuch, den Ball fest zu halten und Biesdorf glich zum 1:1 aus. Schade! Gegen Fortuna Pankow zeigte sich, dass Zwergie auch nur ein junges Mädel ist und auch mal Pech hat. Nach einer (fast) Chance von Mila und einen Schuss aus dem Hinterhalt von Rahel, hatte sie 6 Chancen auf dem Fuß. Aber auch sie kennt das Wort „aufgeben“ nicht und kann kämpfen. Nachdem unsere Abwehr in der 9. Minute nicht aufpasste und Pankow in Führung ging, gewann sie eine Minute später an der Mittellinie einen Zweikampf, marschierte los und war durch nichts auf zu halten – 1:1. Da war wieder unser Zwerg, wie wir sie kennen und lieben. Gegen die dritte Vertretung des Gastgebers konnte sich zunächst Jessie durch 2 Fußparaden auszeichnen, was sie in der 7. Minute zweimal wiederholte. Sie zeigte sich deutlich formverbessert, gegenüber den letzten Spielen. Dann kam Zwergie: In der 5. versuchte sie es einmal und beim Nachschuss landete der Ball im Netz – 1:0. In der 8. Minute gab es eine Kopie des ersten Tores – 2:0. Sie tauchte noch einmal frei vor dem Tor auf, aber der Keeper konnte zur Ecke lenken. In der 11. Minute setzte sich Mila gegen den Keeper durch und markierte den 3:0 Endstand gegen ein bis dato stark aufspielendes Team. So wurden unsere Mädels 4. in der Gruppe. Ins Halbfinale zogen Hennigsdorf und Weißensee III ein. Außerdem schafften es die starken Dresdener vor den Reinickendorfer Füchsen. Hier setzen sich Dresden und Hennigsdorf durch und bestritten das Finale. Im Spiel um Platz 7 zeigte sich bei unseren Grashüpfern, das die Spiele gegen die Jungs viel Kraft kosteten. Gegen Weißensee I kämpften sie mit ganzem Herzen, konnten am Ende aber eine 0:2 Niederlage nicht verhindern. So belegten sie am Ende einen immer noch hervorragenden 8. Platz. Auch weil nur 3 der 7 Turbinen in der E1 und somit regelmäßig gegen Jungs spielen. Nele und Zwergie meinten zwar, ich bräuchte dieses mal keinen Bericht schreiben. Aber ich erinnerte sie daran, dass 4 Jungsteams gerne 8 geworden wären und sich vllt. ein bisschen Häme anhören mussten. Und bei solch einem Turnier mit dieser Aufstellung 8. zu werden, darauf können sie stolz sein. Nachdem die Füchse sich Platz 3 gegen Weißensee III sicherten und Dresden das Finale gegen Hennigsdorf im 7-Meter Schießen gewannen, sah der Endstand so aus:

  1. SG Dresden Striesen
  2. FC 98 Hennigsdorf
  3. Reinickendorfer Füchse
  4. Weißensee FC III
  5. SG Einheit Zepernick
  6. Weißensee FC II
  7. Weißensee FC I
  8. 1. FFC Turbine Potsdam
  9. Stern 1900 Britz
  10. Fortuna Pankow
  11. Fortuna Biesdorf
  12. 1. FC Schöneberg 1913

Endliche Jungs ins Grübeln brachten: Jessica Maiwald + Mila Wrona aus der E2, Felina Mackaus aus der D3, Alina „Uschi“ Ullmann aus der F (!), sowie Nele Firchau, Alisa „Zwergie“ Grincenco und Rahel Heretsch (SF). Neben einem Jungen wurde Zwergie „mal wieder“ als beste Spielerin ausgezeichnet. Ob sie noch Platz im Trophäenschrank hat?

Am Sonntag, 09.02.2014 kam ich nach einigen Irrungen und Wirrungen noch rechtzeitig unserer D-Mädchen in Berlin Karow an. In Gruppe B hätten sie es leichter gehabt, aber so mussten sie in Hammergruppe A antreten. Bei diesem Turnier konnte man bei allen Teams eine Weiterentwicklung der E-Jugend beobachten. Gespielt wurden hier 1 x 10 Minuten.

Los ging es gegen die erste Vertretung der Gastgeber. Antonia zeigte in der Abwehr gleich mal ihr Talent, als sie mehrmals einen Schussversuch der Gegner blockte und so den ersten Angriff einleitete. Zunächst hatten Lena Pflanz und Sophie einige gute Chancen auf dem Fuß. In der 6. Minute schaltete Sophie nach einem Abwehrfehler der Gegner am schnellsten – 1:0. Nachdem Sarah Schwaß in der 7. am Keeper scheiterte, düpierte sie in der Schlussminute die Abwehr und schoss zum 2:0 ein. Zwischenzeitlich hielt Sarah Duszat mit einer klasse Parade den Vorsprung fest. Unsere Mädels hatten das Spiel im Griff und so einen prima Auftakt. Im nächsten Spiel wartete der BFC Dynamo. Diese Jungs waren ein anderes Kaliber und hatten wohl bei unserem 1. Spiel genau hingeschaut. Kaum konnten unsere Mädels einen Ball in Ruhe annehmen, so eng wurden sie markiert. In der 3. Minute ging der BFC durch eine Ecke mit 1:0 in Führung. Anschließend hatten sie zwar mehr Ballbesitz, aber unsere Abwehr ließ keine Chance mehr zu. In den Schlussminuten kamen unsre Mädels auf. Sophie versuchte es mit einem Weitschuss und Lena Pflanz versuchte es zwei mal, aber alle Versuche scheiterten am glänzend aufgelegten BFC Keeper. Auch Antonia konnte in der Schlussminute nicht mehr ausgleichen. Dann ging es gegen den FSV Union Fürstenwalde, noch so ein starkes Team. Zunächst konnte isch Keeperin Sarah zweimal auszeichnen. Dann erlebten Sophie und Lenina ein Kapitel „wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Frei vorm Tor schafften sie es mehrmals nicht, den Ball dort unter zu bringen. Schade, bei mehr Konzentration im Abschluss wäre am Ende mehr drin gewesen. Aber das lagt sich so leicht. So blieb es beim 2:0. Aber hier mal ein Lob für unsere Abwehr. Sie war stets gedanklich voll auf der Höhe und so gelang es immer wieder, die Passwege der Gegner zuzustellen. Besonders beeindruckt war ich dabei von Antonia. Na und im Tor wurde Sarah der gewohnt sichere Rückhalt. So bekam die Turbinen in den insgesamt 5 Spielen nur 2 Gegentore, und das gegen Jungs! Besser schnitt da nur der BFC ab.

Gegen den BSV Blumenberg wäre mit einem 3:0 das Halbfinale drin gewesen. Zunächst prüften Amalie und Sophie den Keeper. Anschließend versuchte es Amalie nochmal, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. In der 4. Minute spielte Anntonia einen genialen Pass genau in den Lauf von Sophie und diesmal hat geklappt – 1:0. Eine Minute später versuchte es Sophie mit einem Heber, aber der Keeper stand richtig. In der 7. Minute fuhr der BSV einen Konter und da war auch Sarah machtlos – 1:1. Unsere Mädels kämpften. Amalie versuchte es mit einem Lupfer, den der Keeper noch gerade so erwischte. In der Schlussminute setzte Sophie nochmal zum Solo an, war dreimal nicht vom Ball zu trennen – 2:1. Doch damit ging das Spiel zu Ende. Neben dem BFC zog Union Fürstenwalde mit einem Tor Vorsprung (5:2 gegen 4:2) ins Halbfinale ein.Ein Tor Vorsprung – da werden Erinnerungen wach.

Zunächst setzte sich der BFC im Halbfinale gegen den SC Oberhavel/Velten mit 1:0 durch und die zweite Mannschaft des Weißensee FC behielt gegen Union Fürstenwalde nach 1:1 im 7-Meter Schießen die Oberhand. Im Spiel um Platz 5 trafen unsere Turbinen auf die SG Blankenburg. Lena Pflanz und Lenina erarbeiteten sich einzeln und auch im Zusammenspiel gute Chancen. In der 4. Minute setzte Sophie Lenina mustergültig ein – 1:0. Turbine beherrschte das Spiel. Die SG hatte in dieser Phase nur eine Konterchance. Lena Pflanz, Sophie und Lenina zwangen den Keeper immer wieder zu Paraden und machten ihn so zum besten Mann seines Teams. In der 8. Minute ließ Sophie urplötzlich einen Hammerschuss los – 2:0. In der Schlussminute zeigte Sarah nochmal ihr Können, als sie einen Schuss der SG mit einer Blitzreaktion an den Pfosten lenkte. Damit war Platz 5 gesichert. Nachdem Union Fürstenwalde sich im Spiel um Platz 3 mit 2:1 im 7-Meter Schießen gegen Velten durchsetzte, gewann der BFC das Turnier durch ein 2:0 gegen den Weißensee FC II. Nach Turbine als 5. und der SG Blankenburg als 6. wurden: 7. SC Borussia Friedrichsfelde, 8. BSV Blumenberg, 9. Weißensee FC I und 10. Weißensee FC III. Mancher denkt jetzt: Bei den Chancen „nur“ 5. Aber auch hier gilt: 5 andere Teams wären gern „nur“ 5. geworden. Und diesen Jungs den Sonntag versaut haben: Sarah Duszat, Antonia Marinov, Lena Fuchs, Lena Pflanz, Amalie Berck, Sophie Büttner (SF), Lara Erdmann, Lenina Burghardt, sowie Sarah Schwaß. Als „bester Spieler“ wurde Sophie gewählt. Das hat sie auch verdient. Sarah wurde „bester Keeper“. Fairerweise muss man hier auch den Keeper des BFC nennen, der mehr als großen Anteil am Turniersieg des BFC hatte. Bei Sarah gefiel mir besonders die Ruhe und Sicherheit, die sie ausstrahlte. Ihre Zeit beim U15 Leistungsteam hat sie deutlich weiter gebracht. Und da Abwehr selten ausgezeichnet werden, hier mal ein Sonderlob für Antonia. Ein gutes Auge für Ball und Gegner lässt sie im entscheidenen Moment immer einen Schritt schneller sein. Auch hat sie kaum einen Zweikampf verloren. Auf ihre Entwicklung darf man gespannt sein.