Fast 24 Stunden London

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Wenn man die Zeit vom Aufstehen bis wieder im Bettliegen mitberechnet, war der Berichterstatter knapp 24 Stunden für das Achtenfinale in London unterwegs. Es war ein interessanter, wenn auch vom Ergebnis nicht so erfolgreicher Ausflug zu Arsenal. Man darf über die zweite, schlechte Halbzeit nicht hinwegsehen, aber das Auswärtstor von Yuki gibt noch Hoffnung für das Rückspiel im Karli, obwohl es ein hartes Stück Arbeit werden wird, was durchaus bis zum Elfmeterschießen gehen kann.

Es fing mit Chancen auf beiden Seiten an, wobei sich die Vorberichte bestätigten, dass Arsenal eine Mannschaft ist, die viel vom Kampf, Einsatz und Willen lebt, also eine  typisch englische Spielweise. Leider setzte sich die momentane Verletzungsmisere fort. Natasa mußte passen. Erste Schnellbefragungen bzw. -diagnosen nach dem Spiel ergaben, dass sie etwas am Knöchel haben soll, was natürlich unseren Personalengpaß im Sturm weiter verschärft. Nach ihrer gelben Karte, mußte sich Antonia in ihrer Spielweise zurücknehmen, was ihr viel von der gewohnten Wirkung nahm.

Leider war die für Natasa eingewechselte Wibke in ihrem ersten größeren Einsatz total überfordert und mußte nach einer knappen Viertelstunde für Mirli Platz machen.. Damit hatte unser Cheftrainer eine Auswechselung in den Sand gesetzt, die aber am Ende nicht entscheidend war.

Viel negativer war nach der Pause, dass keine Genauigkeit mehr im Turbine-Spiel war und die Pässe postwendend wieder in den Reihen der Gastgeberinnen landeten, die unterstützt durch die wenigen, aber fanatischen Zuschauer das Geschehen in der zweiten Halbzeit fast durchgängig dominierten.

So konnten die mitgereisten Fans des Deutschen Meisters am Ende froh über die schlechte Chanchenverwertung der Gastgeberinnen sein und dass Yuki das wichtige Auswärtstor gelang.

Insgesamt hat dem Berichterstatter das Drumherum gut gefallen. Der Meadow Park, wo auch der Männerverein Boreham Wood FC spielt, hat etwa die Größe von Hamburg oder Bad Neuenahr. Alle Leute waren nett und freundlich, nur etwas seltsam war, dass wir unsere Lärminstrumente nicht auf der Haupttribüne entfallten durften. Die Preise im Fan-Shop waren sehr human, so dass sich der Berichterstatter Wimpel, Mütze und Schal der Arsenal-Ladies geleiset hat.

Die Zeit vor und nach dem Spiel ging komplett für die An- und Abreise zum Stadion drauf. Der Berichterstatter meinte sarkastisch, bei der gefühlten Entfernung wäre man in Berlin schon in Meck-Pomm. Die Spielstätte lag sehr außerhalb im Norden Londons.

Insgesamt kann der Berichterstatter aber feststellen, dass er den Champions League – Trip nicht bereut hat.

GESCHRIEBEN: 02. NOVEMBER 2012 gegen 8:45