ein trüber tag mit viel sonne

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C-Junioren-Kreisklasse: Turbine Potsdam III – SpG Ferch/Caputh (m) 0:2
D-Juniorinnen-Landesklassse: Turbine Potsdam – SV Babelsberg 03 20:0

31.3.2019 von Micha

UND WIEDER EIN TOLLES SPIEL MIT DEM FALSCHEN ERGEBNIS

In letzter Zeit hatte ich von unserer C3 viel Gutes gesehen und gehört. So wollte ich mir heute selbst mal wieder ein Bild machen. Beim Hinspiel in Ferch war ich auch zugegen und sah trotz der 1:6-Niederlage ein tolles Spiel unserer Mädels. Nun wollte ich wegen der frühen Anstoßzeit (9.00 Uhr) um 8.00 Uhr in der Waldstadt sein. So verschaffte mir die Zeitumstellung eine extrem kurze Nacht. Aber die regelmäßigen Auswärtsfahrer werden mir bestätigen: Schlaf wird völlig überbewertet !

Der Schiri ist geblendet
„Hallo, hier sind wir“

Unsere Mädels hatten sich Einiges vorgenommen und so gehörte die erste Chance in der 3. Minute auch Lya. Die Turbinen waren gut dabei und entwickelten auch mehr Zug zum Tor. Franzi aus der Distanz (Vorarbeit Lya), Mary aus der Drehung nach Jona-Freistoß sowie Maxi nach ’ner Ecke hatten die Führung auf dem Fuß. Hinten zeichneten sich unsere Ladies durch gute Abwehrarbeit aus, so daß die Jungs erst in der 12. Minute zu ihrer ersten nennenswerten Chance kamen. Aber diese stellte für AmyLu im Turbinetor kein Problem dar. Das Spiel der Turbinen sah richtig gut aus. Aber so nach 20 Minuten kamen die Jungs besser ins Spiel und gaben mit einer Bogenlampe, die ans Lattenkreuz krachte, ein Lebenszeichen ab. Ebenso in der 26. Minute, als AmyLu mit einer saustarken Parade im 1:1 klären konnte. Eine Minute später war sie jedoch machtlos: ein Fehlpass – ein hoher Schuß ins lange Eck – 0:1. Schade für unsere Mädels ! Aber sie hielten sich nicht lange mit „Trauern“ auf, sondern suchten fleißig weiter ihre Chance. Maxi wuselte sich in der 30. Minute durch – da bekam die SpG gerade noch ’n Fuß vor. Eine Ecke, von Mary kurz ausgeführt, kam zu ihr zurück. Ihre Flanke fand Maxi’s Kopf – da fehlten dann leider die berühmten Zentimeter. So ging’s mit 0:1 aus Turbinesicht in die Pause. Nicht nur ich war mir sicher: hier geht noch Was !

„Windballrennen“

Mit frischem Elan kamen unsere Ladies aus der Pause und machten weiter. bei einem Strafraumgewühl ergaben sich für sie zwei Chancen. Dann aber die 42. Minute: Foul im Turbinestrafraum – Elfmeter für die SpG. „Den wollte er haben“ würde man sagen, aber aus meiner Sichtposition hätte ich ihn auch gegeben. Der Schütze versuchte es “ durch die Mitte“ und fand in AmyLu seine Meisterin. Aber als AmyLu mit dem zweiten Zupacken den Ball sichern wollte, gab’s ’n Pfiff. Maxi soll sich zu früh in den 16er bewegt haben. Beim zweiten Versuch ließ der Schütze AmyLu mit einem platzierten Schuß ins Eck keine Chance – 0:2. Nun ja, er hätte wieder abpfeifen müssen, denn diesmal waren auch Gegenspieler, die sich zu früh Richtung 16er bewegten. Überhaupt traf der Schiri die eine oder andere Entscheidung, die ich nicht nachvollziehen konnte. Aber sei’s drum ! Auch davon ließen sich unsere Mädels nicht beeindrucken. Rassige Sprintduelle gab’s zu bestaunen und Eines fiel mir besonders auf: die Mädels gingen keinem Zweikampf aus dem Weg, sondern zeigten auch den dafür nötigen Biss ! So war’s bis zum Abpfiff ein Kampfspiel zwischen den Strafräumen. Für beide Seiten ergaben sich noch je zwei Chancen. Insbesondere bei unseren Mädels war zwar bei der Einen oder Anderen auch der Kräfteverschleiß zu bemerken. Aber auch das hielt sie nicht davon ab, bis zum Schluß zu fighten, um wenigstens das Ehrentor zu erzielen. Leider blieb es ihnen verwehrt, obwohl sie es mehr als verdient hätten. Aber leider ist es so: Tore müssen sie schon selbst schießen. Die Chancen waren ja da. So endete zwar dieses Spiel mit 0:2 aus Turbinesicht, aber es brachte auch die Erkenntnis: unsere Mädels haben eine Entwicklung hinter sich und können den Jungs das Leben schwer machen. Wenn sie es jetzt auch mal schaffen, sich zu belohnen – aber diese Zeit wird kommen. Wenn nicht in dieser, dann in der nächsten Saison, wenn sie bei den B-Mädchen antreten. Selbstvertauen haben sie jedenfalls genug ! Das sah man heute unter der Obhut der Trainer Chris Helwig und Marco Zastrow bei: Amy „AmyLu“ Linstedt (TW), Eva Wuttich, Nele Brüggemann (SF), Laura Landweer, Maxine „Maxi“ Schwarz, Mary Krüger, Lya Bergemann, Alina Schwarz, Jona Leske, Franziska „Franzi“ Helmke, Laura Jesse sowie Darleen Tänzler.

„Synchronsprinten“ mit Maxi (8)
Laura L. (17) hat freie Bahn

EIN DERBY – EIN SCHÜTZENFEST UND EIN PAAR GOOD NEWS

Wie in der Vorwoche die guten Nachrichten zuerst: Wenn man, wie Edison und Ich, schon so lang Berichte schreibt, hat man mit der Zeit auch ein kleines Netz von „informellen Mitarbeitern“ aufgebaut, welche mich über das Geschehen auf den anderen Plätzen auf dem Laufenden halten. So erfuhr ich vom lang ersehnten Punktgewinn der C2 in Woltersdorf, dem Auswärtssieg der U15 in Blumenthal/Grabow, dem 3:3 der E1 bei den Jungs in Caputh, dem 2:1-Sieg unserer Dritten in Miersdorf und auch dem 7:4-Sieg unserer E2-Küken in Heidesee. Speziell letzteres Ergebnis machte mich stolz, ist es doch ein weiterer Beweis dafür, was die Hallensaison unseren jüngsten Grashüpfern gebracht hat: nach reichlich „Prügel“ im Herbst holten sie an den letzten beiden Wochenenden bei vier Spielen (2x Jungs, 2x Mädchen) drei Siege und ein Remis, d.h. sie sind seit vier Spielen ungeschlagen ! Da kann Trainerin Anika richtig stolz auf ihre kleine Rasselbande sein. Und ich kann Euch sagen: sie ist es auch !
Aber zurück zum Eigentlichen: Obwohl es empfindlich kalt war, hatte ich doch gute Laune. Dafür sorgte unsere C3 trotz des 0:2 mit ihrer couragierten Leistung. Und es stand ja noch das Derby unserer D (U13) gegen die Mädels des SV Babelsberg 03 an. Die 03erinnen hatten bei einem Spiel weniger sechs Punkte Rückstand. Die FSG Falkensee hatte zweistellig gewonnen. So brauchten unsere Mädels einen (möglichst hohen) Sieg, um auf Platz 1 zu bleiben und das sehr gute Torverhältnis nicht herzugeben. Aber Vorsicht ! 03 kam als Tabellendritter und hätte seinerseits mit einem Sieg das Titelrennen für sich selbst offen halten können. Leider war davon dann im Spiel nur ein „Fünftel von Garnichts“ zu sehen. Sicher auch, weil 03 keine Wechselspielerinnen hatte.

„Ach wir stehen hier nur so rum“

In der ersten Minute konnte man noch auf ein spannendes Spiel hoffen. Die Gäste trugen einen Angriff vor und zwangen (die heute das Turbinetor hütende) Jette zu einer Glanzparade. Das war’s dann aber auch für die Gäste in Halbzeit 1. Unsere Mädels verstanden diesen Warnschuß und machten jetzt Ernst. Zunächst gab Elli in der 3. Minute der 03-Keeperin zu tun. Aber noch in der selben Minute mogelte sich Jolien durch die gegnerischen Reihen und schickte das Runde ins lange Eckige zum 1:0. Eine Minute später kam Jolien über außen, sah Elli – 2:0. Die Gäste sahen in der Folge die Mittellinie nur noch von Weitem, denn sie wurden in ihrer Hälfte eingeschnürt. Dadurch wurden aber auch die Räume eng, so daß es Fritzi und Lucy mit Fernschüssen versuchten, zunächst aber ohne Erfolg. Mit der Zeit fanden unsere Turbineladies aber Mittel und Wege, die dichten Babelsberger Reihen zu überwinden. Zunächst erhöhte Jolien in der 8. Minute durch konsequentes Nachsetzten auf 3:0. Nachdem Pauli es mit einer Bogenlampe versuchte, erhöhte Fritzi in der 10. Minute per Weitschuß auf 4:0. Wer, wenn nicht sie ? Nachdem Mille zwei Minuten später das 5:0 erzielte, begannen unsere Mädels etwas zu schludern, aber ein Zusammenspiel unserer Zwillinge Magda und Julia brachte in der 19. das 6:0. So langsam bekam ich eine Ahnung, wohin das hier gehen könnte, zumal 03 sich zwar tapfer wehrte, aber einfach keine Gegenmittel fand. Trainerin Bettina Stoof stellte unsere Mädels so ein, daß sie regelmäßig die Positionen tauschten. So hatte die zuletzt überragende Abwehrchefin Jojo Gelegenheit, ihre Offensivqualitäten „auszubuddeln“. In der 23. Minute traf Aimie von rechts den kurzen Pfosten. Der Ball wechselte die Seite, wo am langen Pfosten schon Jojo auf ihn wartete – 7:0. Es folgten die vier Minuten unserer Zwillinge: Zunächst legte Julia für Magda auf – 8:0 (26.). Magda erhöhte auch auf 9:0 und tanzte anschließend die Abwehr aus – 10:0 (beide 28. Minute). Ein Hattrick in drei Minuten ! Eine Minute später stellte dann Julia im zweiten Versuch den 11:0-Pausenstand her. Natürlich war ich hoch zufrieden, machte mir aber auch so meine Gedanken. Als ich dann vom zweistelligen Sieg der FSG Falkensee erfuhr, dachte ich: „gut, daß unsere Mädels das Torverhältnis im Auge haben“. Als gutes Omen wertete ich, daß sogar Clärchen ab und zu durch die Wolken lugte, um unseren Turbinen zuzusehen. Auch ich brauchte die Pause: Spiel beobachten, Notizen machen, Fotografieren, das war Stress pur ! Ich hoffe, ich habe nichts verwechselt.

Nr. 4 schaut zu und lernt, was Jolien so treibt…..
…..und biegt sich (vor Lachen?),
Magda (11) und Fritzi (8) schauen, was Pauli ausheckt

Aimie (5) geht ab durch die Mitte
Pauli (6) heckt schon wieder was aus

Die zweiten 30 Minuten begannen, wie die Ersten endeten – drei Chancen in drei Minuten (u.a. Elli Pfosten). Dann hatte sich die Artillerie wieder eingeschossen. Wie so oft holte Fritzi dann in der 36. Minute den Hammer raus: mit einem Weitschuß, der zur Bogenlampe geriet, machte sie das Dutzend voll – 12:0. In der 43. bekam sie wieder den Ball – schaute – 13:0. Der guten Vorarbeit zwischen Julia und Elli ließ Magda eine Minute später das 14:0 folgen und erhöhte per Dribbling in der 48. Minute auf 15:0. Julia (Vorarbeit Elli) und Magda (nach Lucy – Lattentreffer) erhöhten bis zur 50. Minute auf 17:0. Ich kam kaum noch mit dem Schreiben hinterher, während unsere Wechselspielerinnen mit dem „Tore mitzählen“ Probleme hatten. Aber sie hatten ja mich ! Und während wir uns Gedanken machten, ob es 20 Tore werden, gab’s ’ne Schrecksekunde: plötzlich kam 03 doch mal durch und der Ball knallte an den Pfosten (51.) ! Tja, auch in solch einem Spiel muß die Abwehr konzentriert bleiben. Jette im Turbinetor konnte Einem aber auch Leid tun. Außer dem einen oder anderen Rückpass hatte sie ja Nichts zu tun. Aber diese Szene hatte aber auch ihren „Hallo-Wach-Effekt“. 53. Minute: Elli – Julia – Magda – 18:0. Dann Magda links – Julia Mitte – 19:0 (56.). Die „20“ voll machte dann Magda, die eine Lucy-Ecke mit einem Kopfballaufsetzer abschloß (59.). In der Schlußminute versuchte es Fritzi nochmal aus der Distanz. Wieder wurde es eine Bogenlampe, aber diesmal landete das Spielgerät an der Latte. Überhaupt hab‘ ich mir nicht die Mühe gemacht, alle Pfosten- und Lattentreffer aufzuzählen. Das waren verdammt Viele ! So blieb’s beim 20:0 und unsere Mädels haben damit Platz 1 und auch ihr Torverhältnis erfolgreich verteidigt.

Jolien ist schneller
Lucy (15) trickst
Jolien gibt den Gästen ’ne Lehrvorführung in „Vorbildliche Schußhaltung“
Jette ganz allein
„Bringt mir mal Jemand ’n Tee ?“

Klar stelle ich mir ein Spiel gegen den Tabellendritten anders vor. Aber das Ergebnis zeigt auch: Es ist völlig richtig, daß die Mädels auch gegen Jungs aktiv sind. Da bekommen sie dann weitaus mehr zu tun. Und wenn in dieser Mädchenliga eben nur die FSG Falkensee und unsere U13 für den Titel in Frage kommen, erübrigt sich auch die Frage, ob solche Ergebnisse sein müssen (obwohl sie für den Moment sicher schön sind). Die Tabelle lügt nicht und dort marschieren die FSG und unsere Turbinen punktgleich vorne weg. Es sieht also ganz danach aus, als wird die Meisterschaft über’s Torverhältnis entschieden. Ich bin auch kein Freund solch hoher Ergebnisse, aber auch Realist. Und als solcher weiß ich: Mitgefühl kann dich den Titel kosten ! Unsere aktuelle C3 kann aus der Vorsaison ein leidvoll Lied davon singen, als ihr zwei Tore zur Meisterschaft fehlten. Richtig war dagegen, daß Bettina eine Spielerin herunternahm, als eine Babelsbergerin verletzungsbedingt pausieren musste und 03 ja nicht wechseln konnte. So war’s dann trotz des Wetters, aber aufgrund der Turbineergebnisse, ein sonniger Sonntag ! Da unsere U13 unter der Obhut von Bettina Stoof ihren Platz 1 erfolgreich verteidigte, freute ich mich mit: Henriette „Jette“ Grahlmann (TW), Maxi Schudek, Aimie Appel, Paulina „Pauli“ Grüne, Ellena „Elli“ Frieden, Friederike „Fritzi“ Knabe (SF), Milaine „Mille“ Schewitza, Johanna „Jojo“ Thobe, Magdalena „Magda“ und Julia Sawicka, Jolien Franeck, Lucy Thiermann sowie Celine Bunde (ETW).

Strahlende Turbinen: Fritzi (li) und Lucy
Spielauswertung mit Bettina