Ein langer Samstag mit wechselndem Erfolg

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F – Junioren Kreisklasse: Turbine Potsdam – SV Falkensee/Finkenkrug (m) 2:8
C – Juniorinnen Landesliga: Turbine Potsdam C1 – SG Oberhavel/Borgsdorf/Flatow 6:0
B – Juniorinnen – Bundesliga: Turbine Potsdam – Kieler SV Holstein 9:2

18.4. 2015 von Micha

Es ist solang noch nicht her, als ich drei Spiele an einem Tag in der Waldstadt sah. Frustriert fuhr ich heim, sah ich damals doch kein einziges Turbinetor. DAS sollte heute anders werden. Zunächst stiegen unsere kleinen Grashüpfer „in den Ring“. Nachdem sie aus zwei Spielen 4 Punkte holten, war mir schon klar, daß das nicht immer so weitergeht. Heute fiel auf, daß sie eine Halbzeit brauchen, um warm zu werden. So lagen sie nach 15 Minuten 0:6 hinten. Dann kamen sie viel besser in die Zweikämpfe und konnten in der Schlußminute der ersten Hälfte durch Sophie nach Zuspiel von Lucie das 1:6 erzielen. In den zweiten 20 Minuten bestätigten unsere Turbinchen ihre zuletzt gezeigten tollen Leistungen. Die Gäste kamen nur noch selten zu gefährlichen Angriffen, nutzen aber zwei davon, um auf 1:8 zu erhöhen. Den Schlußpunkt setzte Jolien mit dem 2:8. Wichtig war heute, daß sie im dritten Spiel in Folge ihre Tore machten. Und das taten heute: Jolien Franeck, Antonia Grüne, Lucie Bulir, Johanna Thobe, Sophie Petersen, Paulina Grüne, Luisa v.Bülow, Pia Ganschow, Friederike Knabe sowie Ingibjorg Byanursdottir.

Anschließend ging es für unsere C1 (AK U15) darum, sich fürs Landespokalfinale am 1.5. das nötige Selbstvertrauen zu holen. Unsere Mädels zeigten sofort, wer „Frau im Hause“ ist und schnürten die Gäste in deren Hälfte ein. Tolle Spielzüge der Turbinen gab es zu sehen. Aber die Chancenverwertung war zum Haareraufen ! Ich hab‘ irgendwann aufgehört, mitzuzählen. Es hätte nach den ersten 35 Minuten locker 5:0 für unsere Mädels stehen müssen. So aber ging’s mit 0:0 in die Pause.
Meistens rächt sich sowas, nicht aber heute ! Nach der Pause übernahmen unsere Mädels sofort wieder das Kommando. Offensichtlich hatte Trainer Heiko Limpach den Mädels etwas Zielwasser in den Pausentee getan, so daß sie ein wahres Feuerwerk abbrannten. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Freya nach Pass von Lara das 1:0 und eine Minute später konnte die Gästetorfrau einen Lena – Schuß geradeso mit einer Hand klären. Jetzt sah man auch, daß es den Turbinen richtig Spaß machte.
40. Minute: Nach einem Alleingang tunnelt Maja die Keeperin – 2:0, eine Minute später mußte die Keeperin nach Leo’s Solo mit dem Fuß klären. Die Mädels wurden immer sicherer in ihren Aktionen und es machte einfach Spaß, zuzusehen. Ein schönes Zusammenspiel mit Lena beendete Maja mit dem 3:0.
Auch in der zweiten Halbzeit gab es wieder tolle Spielzüge zu sehen. In der 46. mal ein Lebenszeichen der Gäste: ein Schuß aus etwa 15 Metern, den Amy im Nachfassen festhielt. Die Turbinen hielten den Druck bis zum Schlußpfiff permanent aufrecht. So traf Sarah den Pfosten. Leo, Charly (nach Zusammenspiel mit Lara) und noch einmal Charly mit Weitschuß (nach klugen Rückpass von Lisa) stellten den 6:0 – Endstand her. Kurios Leo’s Tor: Von rechts in den Strafraum gehend deutete sie einen Querpass an, dribbelte sich aber in Position und tanzte dabei die gesamte Abwehr aus. Zum Schluß tunnelte sie noch die Keeperin, die sich in dieser Szene richtig verarscht vorkommen musste. Das Tor erinnerte mich an Jay Jay Okocha von Eintracht Frankfurt, der so einst die gesamte KSC – Abwehr inklusive Olli Kahn narrte. So sind die Mädels für’s Pokalfinale gut gerüstet, jedoch eine Chancenverwertung wie in der ersten Hälfte könnte dort nach hinten losgehen. Aber ich bin optimistisch ! Empfohlen haben sich heute: Amalie „Amy“ Berck, Linda Bergemann (56. Annika Herfert), Maja Borg, Lena Pflanz, Lara Pricelius, Leonie „Leo“ Thiem (56. Sarah Lindner), Freya Uhrlau (61. Lisa Graßmann), Theresa Wagner sowie Kapitänin Charlotte „Charly“ Wicht.
Im Laufe des Tages erfuhr ich, daß unsere E – Mädels (AK U11) in Oranienburg das Turnier im Rahmen des FLB – Vereinsprojektes gewannen. Diesen Schwung nahmen sie mit und holten am Sonntag in Beelitz beim 2:2 ihren ersten Punkt. Gut gemacht, Mädels ! Oft genug waren sie ja schon dran.

Im dritten Spiel des Tages empfing unsere U17 den Kieler SV Holstein. Im Hinspiel gab’s ein 0:1. Diese verlorenen Punkte schmerzen noch heute und es war dem Spiel anzumerken: die jungen Turbineladies wollten Wiedergutmachung. So entwickelte sich ein Spiel, welches unter dem Motto stand: „Die Katja Friedl – Show“ oder „Was zeichnet eine Stürmerin aus ?“ Aus einer Mannschaft, die WOLLTE, ragte Kapitänin Katja noch heraus. Aber der Reihe nach: die Turbinen erkämpften sofort die Feldhoheit und hatten durch Mille zwei gute Chancen. Aber Mille klebte heute das Pech am Schuh.
Was sie aber in solchen Situationen auszeichnet: sie beweist, daß sie Teamplayerin ist und legt dann eben für die Mitspielerinnen auf und versucht es nicht krampfhaft wie manch Andere.
In der 12. Minute hatten die Turbinen Glück, als Marie einen langen aufspringenden Ball unterschätzte. Nun ja, sie hatte heut‘ nicht ihren besten Tag. Die U17 war drückend überlegen, ging aber fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Bis zur 23. Minute: Aline ging links bis zur Grundlinie, sah Gina stehen – 1:0. Toll gemacht ! Einmal auf den Geschmack gekommen, legten die Turbinen in der 27. nach und zeigten, wie man eine Ecke abwehrt: nach Marie’s Faustabwehr kam der Ball zu Charlie. Die marschierte über’s Feld, schaute und sah Katja heranrauschen. Mit einem schönen Lupfer über die Keeperin erzielte diese das 2:0. Nachdem Anna zwei Minuten später die Keeperin prüfte, zog noch in der selben Minute die angesprochene Mille über links los, passte quer zu Katja – 3:0. Unsere Turbinen spielten wie aus einem Guß und wollten mehr. In der 37. wurde Gina, die ständiger Unruheherd war. im 16er von den Beinen geholt. Den Elfer verwandelte Katja sicher zum 4:0 und erzielte so innerhalb von 10 Minuten einen Hattrick. Dies war auch der Pausenstand.
Nach der Pause machte die U17 gleich so weiter und wieder hatte Mille zwei gute Chancen. Aber sie gab nicht auf. In der 52. spielte sie mit Aline Doppelpass und Aline vollendet zum 5:0. Eine Minute später bekam Mille endlich ihren verdienten Lohn: ein langer Pass – sie lief sich wunderbar frei und überlupfte die Keeperin – 6:0. Sie freute sich zurecht ! Und was war mit den Gästen ? Für sie war es einer dieser Tage, wo trotz allen Trainingsfleißes Nichts geht. Jeder kennt das. Aber sie versuchten es immer wieder. In der 63. gelang ihnen ein langer Pass in die Spitze. Er wurde etwas zu lang. Eine Kielerin sprintete trotzdem hinterher und wurde von Marie unnötig von den Beinen geholt. Der fällige Elfmeter schlug platziert und unhaltbar rechts unten ein – 6:1. Die Turbinen wollten was für’s Torverhältnis tun. Mit einem platzierten Schuß nach Zuspiel von Aline stellte Anna mit dem 7:1 in der 69. den alten Abstand wieder her. Nach 73 Minuten lieferte Mille nochmal den Beweis, daß man Stürmer nicht nur an ihren Toren messen sollte. Sie kam über rechts, sah Jil in Position laufen. Das präzise Zuspiel verwertete Jil mit einem trockenen Schuß zum 8:1. Drei Minuten später setzte Katja ihrer tollen Leistung die Krone auf: bei ihrem tollen Solo ließ ssie die Abwehrspielerinnen reihenweise stehen (und mit was für einer Ballkontrolle !!) und schob zum 9:1 ein. Wahnsinn !
Unsere Abwehr mit Jil, Anny, Grace und Rosie sorgte dafür, daß für die Gäste spätestens am 16er Schluß war. Nur einmal klappte es nicht: Im Bemühen, das Ergebnis zweistellig zu machen, wurden die Turbinen in den letzten 5 Minuten immer offensiver und fingen sich in der Schlußminute prompt einen Konter ein, bei dem dann auch Marie nicht gut aussah – 9:2. Aber gut, Marie könnte noch U15 spielen. Ihr fehlt halt noch die Erfahrung.
Mit dem 9:2 taten die Turbinen was für’s Torverhältnis und festigten Platz 2, womit sie das Halbfinale fest im Blick haben. Sie haben spielerisch einen Schritt nach vorn gemacht und heute zurecht des Öfteren von den Zuschauern Szenenapplaus bekommen. Von Sven Weigang, „Joschi“ Schlanke und Dirk van der Koelen betreut brachten uns heute zum Entzücken: Marie Heinze, Anny Hörnke, Grace Lehwald, Aline Reinkober, Anna Frehse, Gina Chmielinsky (56. Josephine Eike), Rosalie „Rosie“ May, Katja Friedl (SF), Charlene Nowotny, Jil Albert sowie Melissa „Mille“ Kössler.