diesmal licht und schatten

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E-Junioren-Kreisklasse: FSV Babelsberg 74 III (m) – Turbine Potsdam III (w) 7:1
B-Juniorinnen-Landesliga: Turbine Potsdam II – FC Energie Cottbus 0:1
C-Juniorinnen-Landesliga: Turbine Potsdam II – Storkower SC 5:1

9.11.2019 von Micha

Tja, das Leben ist eine Wundertüte. Vor Wochenfrist waren unsere Turbinen bei Regen sehr erfolgreich. An diesem Wochenende sah es etwas anders aus. Außerdem war das Wetter auch nicht besser und zumindest morgens kam noch Brrrr-Kälte dazu. Aber die kleinen Jungs und Mädels können sich das Wetter ja auch nicht aussuchen und so führte mich mein Weg zunächst auf den Platz von Babelsberg 74, wo deren Jungs unsere E3-Mädels empfingen. In der Vorwoche blieben unsere Mädels als E1 bei den Mädels des Storkower SC mit 21:0 siegreich. Heute zeigte sich nun, daß die Jungsliga doch eine andere Baustelle ist. Zwar gibt’s auch hier den einen oder anderen Punkt bzw. Dreier zu feiern, aber heute z.B. erwiesen sich die Gegner dann doch ais eine Nummer zu groß.
Aber genau das sind die Spiele, von denen auch Trainerin Anika sagt, daß sie den Mädels am meisten bringen.
Denn es begann gut: zwar übte der FSV permanent Druck aus, aber Romy, Auri und Malaina machten in der Abwehr einen prima Job und hinter ihnen erwies sich Keeperin Maali einmal mehr als „Turm in der Schlacht“. Mehrfach reagierte sie klasse, speziell im 1:1. bei ihr sieht man sehr deutlich (und ich wiederhole mich da sehr gern), was das zusätzliche Torwarttraining ausmacht. Wie sie zum Ball geht bzw. ihn kaum prallen läßt – a la bonheur. So nach 10 Minuten konnten sich unsere Mädels etwas vom Druck lösen. Das ergab dann zwei Pfostenknaller und eine weitere Chance für unsere Mädels. Es war dann die mittlerweile 19. Minute, als der Knackpunkt kam: nachdem die Jungs doch auch Einiges liegen ließen, gab der Schiri Handstrafstoß für den FSV. Romy hätte den Ball aus kürzester Entfernung voll „auf die Zwölf“ bekommen und nahm deshalb reflexartig die Arme vor’s Gesicht. Sicher ein klares Handspiel, aber muß man Das in dieser Altersklasse unbedingt pfeifen ? So fiel das 0:1 aus Turbinesicht. Leider verloren unsere Turbinchen den Faden und so schraubten die Jungs bis zur Pause nach 25 Minuten das Ergebnis auf 5:0 aus ihrer Sicht.
In den zweiten 25 Minuten zeigten unsere Grashüpfer sehr deutlich, daß sie nicht gewillt waren, kleinbei zu geben. Wie sagte doch mal ein Fernsehreporter bei einem Spiel unserer Ersten ? „Turbine darf man nie abschreiben !“. Sehr richtig ! 27. Minute: Der FSV-Keeper nahm bei einem Abschlag die fünf Meter vor ihm stehende Sari nicht für voll. Ein böser Fehler – 1:5. Leider konnten unsere Mädels nicht mehr nachlegen, aber sie zeigten Charakter und versuchten es wenigstens. Auch gaben sie bei der Abwehrarbeit wieder Alles. So hielten unsere Grashüpfer bis zur 43. Minute stand, als das 1:6 fiel. Das 1:7 in der Schlußminute spielte dann keine Rolle mehr.
Sicher hat der FSV verdient gewonnen. Aber ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, fiel der Sieg für meinen Geschmack 1-2 Tore zu hoch aus. Unsere Mädels haben Alles gegeben, mehr war heute leider nicht drin. Man darf auch nicht vergessen: sie müssen noch für geraume Zeit die beiden Leistungsträgerinnen Emma „The Hammer“ Türpitz und Fiederike „Rieke“ Thiemig ersetzen. Auf diesem Wege gute Besserung, Mädels ! So waren auch die Trainerinnen Anika Augsten und Bettina Stoof der Meinung, daß sich Nichts vorwerfen müssen: Maaliyah „Maali“ Bartlau (TW), Lotte Mießner, Romy Gottschalkson, Aurelia „Auri“ Grüne (SF), Malaina Hasemann, Karla Engel, Sara „Sari“ Augsten sowie Lena Polonis.

DIE HALTUNG BEWAHRT

Nach der unnötigen Niederlage in Brandenburg war für unsere B2 an diesem Samstag Wiedergutmachung angesagt. Also ging’s für mich vom E3-Spiel aus direkt in die Waldstadt. Gegner unserer jungen Ladies war heute allerdings der FC Energie Cottbus, ein direkter Konkurrent. Über die Jahre habe ich den FCE als abwehrstark kennengelernt, der seinerseits meist nur wenige Chancen braucht, um erfolgreich zu sein. Wie also würden sich unsere Turbinen aus der Affäre ziehen ?


Der übliche Motivationskreis

Es wurde das erwartete Kampfspiel. Unsere Ladies machten gleich Dampf und nagelten die Gäste minutenlang in deren Hälfte fest. Dadurch wurden aber auch die Räume eng und es gab kaum Lücken zum Durchkommen. Justine und Mary hatten mal Möglichkeiten, scheiterten aber. Trotzdem gab es auch tolle Spielzüge zu sehen: über Eva und Franzi, Franzi – Justine . Eva und auch über Lya, Franzi bzw. Eva. So ein bisschen lag ein Tor in der Luft. Aber am Spielverlauf und am 0:0 änderte sich bis zum Ende der ersten 40 Minuten Nichts mehr.
Ich machte mir so meine Gedanken. ob diese defensive Haltung der Gäste Absicht war. Unseren Mädels war anzusehen, daß sie um die Wichtigkeit dieses Spiels wussten. Eine mehr als deutliche Steigerung gegenüber dem Brandenburg-Spiel. Sie hatten mehr vom Spiel, bessere Chancen – aber hier und da vielleicht auch einen Haken zuviel bzw. wirkten manchmal auch übermotiviert.
Die zweite Halbzeit begann gar nicht gut: bei einer Ecke der Gäste geht Franzi’s Abwehrversuch in die falsche Richtung – 0:1. So was ist schon 1000x passiert, aber trotzdem immer wieder Sch…. Aber unsere Mädels hatten sich offenbar beim Spiel der Ersten gegen Freiburg Etwas abgeschaut – sie legten mehr als eine Schippe drauf. Aber das taten (leider) auch die Gäste, die den Vorsprung clever mit Frau und Maus verteidigten. So sehr sich unsere Mädels auch mühten, es ergaben sich kaum Lücken. Die Fehlschüsse häuften sich oder irgendwie kam aus dem Nichts ein Gästefuß dazwischen. So gab’s kaum Zwingendes. Zweimal Selma und einmal Laura L. hatten trotzdem Möglichkeiten. Auf der Gegenseite musste Amy Lu unsere Turbinen im 1:1 im Spiel halten. Die beste Möglichkeit ergab sich vier Minuten vor Schluß (76.): Lya kam schön über rechts, bediente die zentral relativ frei stehende Nele – die aber bekam keine Kontrolle über den Ball. Mist ! So blieb’s dann leider bis zum Schluß beim 0:1.
Was soll man nun sagen ? Die Gesichter unserer Mädels sprachen Bände. Daß Kapitänin Franzi sich so schnell wie möglich verdrückte und allein sein wollte, wer wollt‘ es ihr verdenken ? Auf alle Fälle haben unsere Mädels die Haltung bewahrt. Nach dem Brandenburg-Spiel hätte ich meinen Bericht noch mit „selbst Schuld“ unterschreiben können. Heute ziehe ich trotz der Niederlage meinen Hut ! Es war eine deutliche Antwort auf das vorherige Spiel. Vor Allem war der Willen der Mädels deutlich zu sehen. Da kann man den Mädels auch wenig vorwerfen. Aber ich sehe natürlich auch, daß es das zweite wichtige Spiel in Folge war, wo die Null auf der falschen Seite steht. Und am kommenden Samstag, dem 16.11. steht das nächste Sechs-Punkte-Spiel in Falkensee an. Die Tabellenspitze ist sehr eng beieinander und unsere Mädels sind noch mittendrin, statt nur dabei. Damit Das so bleibt, muss in Falkensee nun aber wieder etwas Zählbares her. Dafür sollten wir die Daumen drücken: Amy „Amy Lu“ Linstedt (TW), Eva Wuttich, Nele Brüggemann, Laura Landweer, Maxine „Maxi“ Schwarz, Marie Sandmann, Mary Krüger, Lya Bergemann, Justine Schuster, Franziska „Franzi“ Helmke (SF), Laura Jesse, Selma Bart, Fabienne Liche sowie den Trainern Chris Helwig und Marco Zastrow.


WENN DER KEEPERIN MAL SO IS

Natürlich war auch ich ein bisschen down nach dem B2-Spiel und mein „Dienst“ war ja noch nicht vorbei. es stand noch das Spiel unserer C2 gegen die Mädels des Storkower SC an. Aber ’ne deftige Schmalzstulle und ’n warmer Kakao bei Kristin im Casino hellten meine Laune wieder auf. Über die Gäste wusste ich eigentlich Nichts.


Smalltalk mit Frau Schiri

Unsere jungen Turbineladies zündeten sofort den Turbo. Jojo und Elli hatten in der 2. Minute auch gleich die erste Chance. Aber die Mädels vom SSC standen tief und so ergaben sich nur wenig Lücken. Es dauerte bis zur 15. Minute, als es mal zwei dicke Möglichkeiten für Toni bzw. Aimie gab. Die Turbinen hatten zwar die bessere „B-Note“, aber dafür kann man sich im Fußball bekanntlich Nichts kaufen. Zumal auch nichts Zwingendes bei rauskam. Nachdem dann nach mehreren Chancen auch Pauli in der 34. Minute an der Keeperin scheiterte, ging’s mit 0:0 in die Pause. Unsere Mädels waren drückend überlegen, aber das war die B2 zuvor gegen Cottbus auch. So ein bisschen beschlich mich die Angst, daß sich Das hier wiederholt.


„Celine allein zu Haus“


Pauli läuft an und die Gegnerin „ist ganz woanders“


Medi (11) geht dazwischen


….. die gesamte Breite des Spielfeldes

Bevor ich zur zweiten Hälfte komme, was Erfreuliches: ich war damals dabei, als Celine bei einem Spiel in der Waldstadt eher zufällig von Sabine Seidel „entdeckt“ und zum Stützpunkttraining eingeladen wurde. Seitdem war die Sportschule Celine’s erklärtes Ziel. Inzwischen ist sie Auswahlspielerin und hat auch die erste Hürde zur Sportschule genommen. Also weiter die Daumen drücken !
Was bedeutet nun die Überschrift ? Sowohl in der Waldstadt, als auch bei den Leistungsteams werden die Keeperinnen bei Gelegenheit gern mal als Feldspielerin eingesetzt. Inga Schuldt in der Zweiten war da so ein Beispiel und ich kann mich erinnern, daß Vanessa Fischer in einem U15-Spiel sich mal zwei Scorerpunkte verdiente. Da machen die Mädels dann vorn ordentlich Betrieb. Natürlich trugen sie sich bei diesen Gelegenheiten auch in die Torschützenliste mit ein. Zuletzt erlebte ich es bei Lesley Lergenmüller aus der U15 und auch bei Celine habe ich es schon erlebt. Da die C2/D2 über zwei sehr gute Keeperinnen verfügt, ging zur zweiten Hälfte Jette ins Tor und Celine auf’s Feld.
Unsere jungen Ladies machten da weiter, wo sie zur Pause aufhörten: Druck ! Celine fühlte sich vorn pudelwohl und war auch sehr zielstrebig und gefährlich. Trotzdem hatte wohl eine Andere im Casino bei ihrer Mama einen ordentlichen Schluck aus der Zielwasserpulle genommen: Elli ! In letzter Zeit ja mehr als Teamplayerin in Erscheinung getreten, war sie heute dran. Die zweiten 35 Minuten waren gerade eine Minute alt, als Elli mit der SSC-Keeperin „Ping-Pong“ spielte und zum 1:0 einschob. Da fiel mir dann doch ein junger Felsen vom Herzen ! Das gab natürlich auch unseren Mädels Auftrieb. Pauli spielte einen sauberen Pass auf Elli, die schaute sich die Keeperin aus – 2:0 (41.). Eine Minute später zwang Fritzi die Keeperin zu einer Glanzparade. Aber die Gäste waren auch noch da. Im Gegenzug versuchten sie ihr Glück, was für Jette aber kein Problem darstellte. Nach 49 Minuten war es dann soweit: Fritzi kam über rechts, bediente die zentral stehende Celine und diese machte mit dem 3:0 „ihr Tor“. Damit waren in diesem Spiel die Messen gelesen, aber unsere Mädels schraubten keinen Gang zurück, sondern machten weiter. Pauli und Fritzi scheiterten jeweils an der Keeperin. Nach 55 Minuten schaute sich Elli aus der Entfernung erneut die Keeperin aus und erhöhte auf 4:0. Elli hatte einen Lauf und auch Celine war auf den Geschmack gekommen. Also taten sich beide zusammen (60.): Celine bediente Elli, deren Schuß noch ganz leicht abgefälscht wurde – 5:0. Aber auch in solch einem Spiel sollte man die Konzentration bis zum Schluß hochhalten. Schon im Gegenzug konnte der SSC zum 1:5 aus seiner Sicht verkürzen. Den letzten Höhepunkt gab’s dann eine Minute vor Schluß, als die Turbinen fünf dicke Chancen auf einen Haufen hatten, aber das Runde einfach nicht ins Eckige wollte. So ging dieses Spiel mit 5:1 für unsere Turbinen aus und ich war’s zufrieden.
Was mir heute gefiel: die Mädels ließen sich durch ihre „Ladehemmung“ in der ersten Hälfte nicht aus dem Konzept bringen. Manchmal muß man eben Geduld haben. Sicher gaben ihnen die Trainer Tim Meyer und Bettina Stoof zur Pause die richtigen Tipps mit auf den Weg. Diese beherzigten dann: Celine Bunde (2. HZ Feld) und Henriette „Jette“ Grahlmann (beide TW), Antonia „Toni“ Kempe, Luisa „Lu“ v. Bülow, Aimie Appel, Paulina „Pauli“ Grüne, Elena „Elli“ Frieden, Friederike „Fritzi“ Knabe, Johanna „Jojo“ Thobe (SF), Medine „Medi“ Moll sowie Merle Ortmanns.


„Na, schafft’s Jojo noch ?“


Aimie zuerst am Ball


„Oooh, der Ball fliegt aber schön !“


Jojo lässt Zopf und Gegnerin stehen


„Hase“ und Aimie: „ich bin schon da“…..


….. „und schon wieder weg“

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