Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder 3 Punkte !

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E – Junioren 1. Kreisklasse: Juventas Crew Alpha (m) – 1.FFC Turbine Potsdam II 3:4
13.9.2015 von Micha

Nachdem ich mich gestern bereits trotz der Niederlage an den vier Toren unserer G – Mädchen erfreute, hieß es heute wieder früh aufstehen, um dem Saisonstart unserer E2 – Grashüpfer beizuwohnen. Es wurde ein Spiel, welches das frühe Aufstehen lohnte.
Nach einer kurzen Phase des gegensitigen „Beschnupperns“ spielte Eva einen Paß durch die Schnittstelle der Abwehr auf Mary. Aber der Keeper stand richtig. Eine Minute später erzwang die eine saustarke Leistung zeigende Lya mit einem Hinterhatsschuß eine Ecke. Unsere Turbinen übernahmen langsam das Kommando, und so versuchten die Jungs (+ ein Mädchen) mit langen Bällen auf ihre brandgefährliche Spitze gegenzuhalten. Damit hatte unsere Abwehr so ihre Probleme. Aber wir hatten ja Anna-Lena im Tor, die den guten Eindruck der Vorsaison bestätigte. Sie bewies ein ausgezeichnetes Auge beim Herauslaufen und daraus folgenden
1:1 – Situationen. So z.B. in der 7. Minute, als ein Heber letztendlich drüberging. Im Gegenzug kam „Fefe“ über links, deren Paß setzte Mary nur Zentimeter neben das Tor. Es ging hin und her und beide Teams hatten Chancen. Nach 13 Minuten dann ein Angriff über mehrere Stationen. Der Ball kam zu Amy, die bediente Johanna und wie in der Vorsaison erzielte diese das erste Saisontor für unsere Mädels – 1:0 aus Turbinesicht. Aber schon im Gegenzug konnten die Jungs zum 1.1 ausgleichen, als unsere Mädels am eigenen Tor den Ball nicht wegbekamen. Aber die Antwort ließ nicht lang auf sich warten und Amy brachte in der 16. unsere Turbinchen mit 2:1 wieder in Front. Zwei Minuten später krachte ein Schrägschuß von Lya an den Pfosten. Nachdem Anna-Lena 2x
wie angesprochen ihre Stärke im Herauslaufen zeigte, war sie in der 23. doch machtlos, als die Abwehr überlaufen wurde und die Gastgeber zum 2:2 – Pausenstand ausglichen.
Zu Beginn der zweiten 25 Minuten tauchte Mary urplötzlich frei vor dem Keeper auf, schoß ihm aber direkt in die Arme. Nachdem sich Anna-Lena, Lya und Eva in der Defensive auszeichnen konnten, bauten unsere Mädels wieder mehr Druck auf und kamen zu Chancen. Doch dann in der 38. Minute fast wie aus dem Nichts eine Bogenlampe aus dem Hinterhalt. Anna-Lena sah den Ball zu spät und die Jungs gingen 3:2 in Front. Trotz der optischen Überlegenheit der Mädels standen die Gastgeber jetzt besser und die Führung war nicht so ganz unverdient.
Aber auch wenn unsere Mädels in der Vorsaison reichlich „Prügel“ bezogen, haben sie doch eine Menge gelernt und das kam ihn heute zugute. Unbeindruckt vom Rückstand zogen sie das Tempo noch mal an. Drei Minuten vor Schluß spielte Amy lang auf Lya, die ihre starke Gesamtleistung mit einem schönen Schuß ins lange Eck zum 3:3 – Ausgleich krönte. Nun wollten die Mädels Alles ! Eine Minute später schickte Lya mit einem Paß in die Spitze Mary auf die Reise. Nach einem gewonnenen Laufduell ließ sich Mary die Chance diesmal nicht nehmen – 4:3. Mary kriegte sich vor Freude kaum noch ein. Sie ackerte und rackerte, nur im Abschluß haperte es heute. Deshalb hab‘ ich ihr das Tor von Herzen gegönnt. Ich begleite ihren Weg ja nun auch schon eine Weile.
Jetzt zeigte sich erneut, was die Mädels dazu gelernt hatten. Nach der Devise „Angriff ist die beste Verteidigung“ versuchten sie nachzulegen. Mary sah die freistehende Lya, aber ihr Schuß ging leider drüber. Und dann war Schluß !
Geschafft, aber glücklich – so sahen die Gesichter der Mädels aus. Auch Trainer Chris Helwig strahlte über das ganze Gesicht. Dazu hatte er auch allen Grund, setzte es in der Vorsaison zu Beginn doch eine 0:29 – Niederlage ! In den unteren Altersklassen führt man nach Spielende gern just for fun ein 9 – Meterschießen durch. Sieben Schüsse konnte Anna-Lena parieren. Sie selbst sowie Johanna, Eva und Lya trafen für die Turbinchen und so gewannen die Mädels auch dieses Duell mit 4:2.
Fazit: Respekt den Gastgebern ! Sie ließen nie locker und trugen ihren Teil zu einem tollem Spiel bei. Das erste Spiel ist immer auch eine Standortbestimmung. In diesem Spiel kamen die Stärken der Mädels zum Tragen, aber die Jungs zeigen den Turbinen auch ihre Schwächen auf. Da heißt es: weiter fleißig trainieren. Trotz einiger Schrecksekunden hatte ich meine helle Freude und einen schönen Sonntagvormittag. Dafür sorgten:

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h.v.l.: Johanna Thobe, Eva Wuttich, Lya Bergemann, Nele Brüggemann, Chris Helwig (Trainer)
u.v.l.: Felina „Fefe“ Rüschel, Mary Krüger, Amy Kroh, Sophie Daniel sowie Anna-Lena Kulbe.