Arbeitssieg im Schatten der BayArena

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von Lutz Noeske

Nachdem der Berichterstatter vom letzten Spieltag viel Positives mitteilen konnte, gab es dieses Mal außer dem Ergebnis von 3:0 nichts, was den gemeinen Turbine-Fan erwärmen konnte.

Der frühe Spielbeginn von 11 Uhr machte es möglich, dass wir die Bayer-Männer nach dem 0:0 gegen den BVB vom Vorabend noch beim Auslaufen auf dem Nebenplatz des Nebenplatzes beobachten konnten. Das hat aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen und war für den Verlauf dieser Auswärtspartie von Turbine nicht weiter relevant.

Natürlich waren unsere Turbinen von Anfang an überlegen, aber das gesamte Spiel über ging unsere Mannschaft mit ihren zahlreichen Chancen sehr fahrlässig um, was auch an den vielen ungenauen Zuspielen lag. Teilweise hatte der Berichterstatter den Eindruck, dass die Turbinen nur mit halber Kraft zum Erfolg kommen wollten, weshalb es kein 7:1 wie in der Vorsaison werden konnte.

Für unsere mit der japanischen Nationalmannschaft abwesende Yuki stand Neuzugang Antonia in der Anfangsformation, die aber nach der Halbzeit bereits ausgewechselt wurde. Ihre Aufstellung machte es möglich, dass der Berichterstatter zum ersten Mal seine schwedische Fahne zum Einsatz brachte. Nach der Pause durfte er dann noch seine Holland-Flagge aus der Tasche holen, als Chantal de Ridder ab der 74 Minute den Rasen betrat. Dies geschah für Anja, die leider immer noch nicht die Formkrise, die sie die WM-Teilnahme  gekostet, überwunden hat. Man merkte ihr an, dass sie sich bemühte, aber mit jeder erfolglosen Aktion wurde sie immer verkrampfter. Das tut dem Berichterstatter sehr weh, denn er hat Anja immer als nette und freundliche Spielerin kennen gelernt, mit der man sich immer gut unterhalten kann und die auch für die Fans stets ein offenes Ohr hat. Auch wenn es sich jetzt phrasenschweinverdächtig anhört, aber Anja braucht vielleicht nur mal ein Tor, dann ist der Knoten geplatzt, denn das Toreschießen kann man nicht verlernen, wie vor wenigen Tagen der Schalker Torjäger Klaas-Jan Huntelaar sagte.

Dafür war Genoveva ein großer Aktivposten, die aber trotz ihres Treffers noch zu viele Möglichkeiten auslässt. Später erfuhr der Berichterstatter, dass ihr Tor das Tausendste in der Bundesliga-Geschichte von Turbine Potsdam war. Dazu der aller herzlichste Glückwunsch.

Neben der schlechten Turbine-Leistung trug auch Schiedsrichterin Marina Wozniak mit einer Menge falscher Abseits- und Freistoßentscheidungen maßgeblich dazu bei, dass es kein schöner Ausflug nach Leverkusen wurde.

So lautete das Fazit des Berichterstatters (und sicherlich auch aller anderen Augenzeugen):

Hauptsache drei Punkte, ohne aber die Schwächen zu übersehen

P.S.: Es soll ja Fans geben, die diese Berichte wirklich lesen. Für alle die ist die folgende Bemerkung zum Artikel aus der Vorwoche vom Spiel gegen den Hamburger Sportverein gedacht. Hier gab der Berichterstatter die Meldung der Fachpresse weiter, dass Inka Grings den FCR Richtung Russland verlässt. Nun heißt es, sie wechselt zum FC Zürich. Egal wohin, es bleibt eine große Schwächung ihrer alten Mannschaft. Als Gründe ihres Weggangs aus Duisburg wurden die Absetzung  als Mannschaftskapitän und die Ausbootung ihrer Freundin Sonja Fuss genannt.

GESCHRIEBEN – 29. August 2011 9:30 Uhr