SPIEL MIT HOHER ERWARTUNGSHALTUNG – 1.FFC TURBINE POTSDAM GEGEN 1.FC KÖLN

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Das vorletzte Heimspiel im Karli bot alle Voraussetzungen für jegliche Fan-Freuden; die Sonne schien, es war sommerlich warm, das Torbinchen war wieder „frei“, hatte ihre Bayern-Depression überwunden, und es herrschten wieder normale Fan-und Stadionzustände.

Zu Gast im Karli war der 1.FC Köln, derzeit Tabellenletzter, mit der Ex-Turbine Peggy Nietgen (früher Peggy Kuznik) und der ausgeliehenen Turbine Lidija Kulis an Bord.

Mit 1181 Zuschauern war das Stadion bei diesem schönsten Frühsommerwetter erstaunlicherweise nicht so gut besucht. Eventuelle Gründe für den Besucherrückgang müssen hier nicht genannt werden.
Geleitet wurde das Spiel von Miriam Schweinefuß, die bestimmt nicht so oft zu Fehlentscheidungen genannt werden wollte. Vorweggenommen war die Leistung der Schiedsrichterin und der beiden Linienrichterinnen ganz okay. Ich glaube, es gab nur 2 x Abseits. Das hatten wir schon ganz anders erlebt. Eine 4. Offizielle, die fälschlicherweise ein Abseitstor hätte sehen können, gab es zum Glück in diesem Spiel nicht.

Neu war, dass Pepe von Fanseite aus, eine Ansage an die Mädels machte: „ Reißt euch für uns den A….. auf“ und „ihr Mädels müßt in der 1. Halbzeit mindestens 2- 3 Tore machen“. Da zeigt sich unsere Fan-Erfahrung, denn in den letzten Spielen haben die Turbinen ihren erarbeiteten Vorsprung in der 2. Halbzeit oft liegengelassen.

Turbine spielte von Anfang an rasant,
– 2. Minute – Lattenknaller von Svenja
– 5. Minute – Ecke , Nina köpft am Tor vorbei
– 8. Minute – Ecke, Amanda köpft den Ball ins Tor.

Welch eine Befreiung, nach 167 Stunden und 53 Minuten endlich wieder jubeln zu können.

So ging es weiter, nach Eckstößen waren die Turbinen gefährlich. So auch in der 30. Minute; JoJo köpft zum 2.0.
Die 2. Halbzeit, wie erwartet, die Turbinen nicht mehr so torgefährlich. Köln bekommt ihre Chance, ein Freistoß, ein Kopfball, und es steht nur noch 2:1.
Aber es gibt noch Feli, sie nutzt ihre Chance, und zieht mal ab, der Ball landet im langen Eck.
Kaum ist der Torjubel verklungen, ist es Turbine-Lidijja, die in puncto Schnelligkeit die Turbinen etwas alt aussehen lässt: sie verkürzt auf 3: 2.
Nun geht das große Zittern wieder los, nur nicht so kurz vor Toresschluss gegen den Tabellenletzten zu verlieren. Das hatten wir doch vor 2. Jahren schon einmal!!!
Erst in der Nachspielzeit kann Lara nach Vorarbeit von Wibke einnetzen. Sie stand aber auch ideal, ein richtig schöner Abstauber.

Torjubel der Fans


Fazit: Das Spiel der Turbinen war geprägt von vielen Freistößen, 16 Ecken, 2 Lattenknallern und etlichen nicht richtig genutzten Torchancen.
Das Endergebnis 4:2 hatte zwischenzeitlich nach einem 3:3 ausgesehen. Die Spielerin mit den meisten Ballkontakten
war keine Turbine-, sondern Köln-Spielerin Peggy Nietgen.
Und noch eine Überraschung: Lidija Kulis wurde zur „Playerin of the match“ gekürt und von Rolf Kutzmutz geherzt.
Schade, das Lidijja nach ihrer Ausleihe wahrscheinlich nicht mehr zu Turbine zurückkehren wird, sondern nach ihren Aussagen im „Ruhrpott“ ihre Töppen schnüren wird.
Dazu wünschen ihr alle Fans Erfolg und weiterhin Spaß beim Fußballspielen.

Wer gedacht hat, wenigstens eine Zusammenfassung dieses Spiels bei „Brandenburg Aktuell“ um 19.30 Uhr im RBB zu sehen, wurde nur enttäuscht.
Das Spiel wurde nicht einmal erwähnt, geschweige denn mit bewegten Bildern, wie sonst immer bei Heimspielen im Karli üblich,, untermalt.


Zwei Spiele haben wir noch; das erste führt die „hartgesottenen“ Turbinefans am 27.05.2018 nach Hoffenheim. Es ist die längste Tour, die wir mit dem Fanbus zurücklegen.
Am letzten Spieltag haben die Turbinen endlich mal wieder ein Heimspiel gegen den FC Sand.
Aber auch diese Spiele wollen erst einmal gespielt werden.

Text: Beatrice Martens
Foto: Peter Tietze, Beatrice Martens