Guter Fussball in Hamburg? Klar, schließlich war Turbine zu Gast

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B-Juniorinnen Bundesliga HSV vs. Turbine Potsdam 0:2

Von Frank Elvers

Am Samstag waren die B-Juniorinnen von Turbine Potsdam zu Gast beim HSV, für mich dann auch mal ein Grund zum HSV zu gehen und, um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe ein tolles Fussballspiel gesehen. In den ersten zehn Minuten fiel es den Turbinen schwer gegen das Pressing der Hamburger Deerns einen geordneten Spielaufbau zu starten und so hatte der HSV anfangs etwas mehr vom Spiel. In der 20. Minute dann wurde es richtig brenzlig, aus einer unübersichtlichem Situation im Strafraum gelang es dem HSV zweimal aus kurzer Distanz zu schießen, Jamie Marie Gerstenberg im Turbinetor warf sich jedoch zweimal beherzt dazwischen und verhinderte Schlimmeres. Mit fortschreitender Spielzeit aber stellten sich die Torbinen auf das Pressing des HSV ein und befreiten sich immer öfter spielerisch. In der 32 Minute dann wurde es auch für den HSV gefährlich, ein Schuss aus etwa 30m Entfernung, von halb-rechter Position, konnte von der Torhüterin nur knapp zur Ecke pariert werden, kurz danach (34. Minute) war es denn soweit, Rieke Tietz lief der Hamburger Abwehr auf und davon und netzte cool zum 0:1 ein. Von da an ging es munter zwischen den Toren hin und her, mit Chancen für beide Teams, aber ohne Tore und so ging es mit 0:1 in die Halbzeit.
Auch in der zweiten Halbzeit ging ein kämpferisches Spiel mit Chancen für beide Teams weiter. Von der Schiedsrichterin wurde die Partie sicher geleitet, es gab fünf gelbe Karten zweimal sehen die Hamburgerinnen den Karton, dreimal gab es für Turbine gelb und bis zur 76. Minute war das Spiel völlig offen, das einzige was klar war, es würde nicht 0:1 ausgehen, dafür arbeiteten beide Teams zu engagiert. Dann, nach einem Foul im Mittelfeld, bekam Turbine einen Freistoss in linker Position, Torentfernung knappe 50 Meter. So eine Entfernung schien Pauline Lemper jedoch nicht zu beeindrucken, nachdem die Schiedsrichterin den Ball freigegeben hatte und alle mit einer Flanke rechneten schoss sie den Ball trocken über die Torhüterin, die vielleicht etwas weit vor ihrem Kasten stand, ins lange Eck! Was für ein Tor! Bis zu dem Zeitpunkt war es immer noch eine offene Partie, danach nicht mehr. Der HSV gab zwar nicht auf, wurde aber zweimal von der hervorragend rauseilenden Turbine-Keeperin gestoppt und vergab zum Schluss noch eine große Konterchance. So blieb es beim 0:2 und nach einer tollen Werbung für den Frauenfussball können unsere Turbinen den Rest der Liga von dem Tabellenplatz aus betrachten, von dem man das am Besten kann, vom ersten Platz.
Aufstellung: Gerstenberg, Kirschstein, Schermer (75 min Blum), Kottbauer, Dalski, Haase, Lemper, Tietz, Quoika, Sonnabend (51 min Enke) und Koch