Fiiinaläää!

E-Juniorinnen-Kreispokal, Halbfinale:
SG Rot-Weiß Neuenhagen – Turbine Potsdam I 1:5

9.12.2018 von Micha

Manch Einer mag sich wundern, daß das hier schon das Halbfinale war. Na ja, es hängt ja auch immer davon ab, wieviel Teams an diesem Wettbewerb teilnehmen. Da an diesem Wochenende mein Kalender wieder prall gefüllt war, richtete ich mir im Babelsberger Apolloniahaus mein „Headquarter“ ein, um mir die stundenlange Hin- und Herfahrerei nach Berlin-Pankow zu ersparen. So holte mich E1-Trainer Patrick Mackaus früh um 8 Uhr in Babelsberg ab. Im Gepäck hatte ich ein neues Notizbuch samt Kugelschreiber aus dem Fanshop, welches ich am Vortag beim Eltern-Kind-Turnier von unseren Grashüpfern geschenkt bekam. Es war also die passende Gelegenheit, es einzuweihen und vielleicht konnte es ja auch als Glücksbringer dienen. Das war vielleicht nicht ganz unwichtig bei einem Wetter, wo man zwar keinen Hund, dafür aber einen Fan vor die Tür jagt. Aber auch unsere Mädels können es sich ja nicht aussuchen.


Kleine Heldinnen auf „großem“ Feld

Beide Teams kamen gleich zur Sache. So hatten unsere Turbinchen durch hohen Ballbesitz zwar die optische Überlegenheit, aber die Gastgeberinnen setzten ihre Kampfkraft dagegen. Beide Teams gingen keinem Zweikampf aus dem Weg und so wurde es ein richtiges Pokalspiel. Unsere Mädels kamen in den ersten 10 Minuten zu einigen guten Möglichkeiten (u.a. Piri mit einem Schuß aus dem Hinterhalt), während sie hinten Nichts zuließen. So war’s in der 11. Minute Nele, die sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspielerinnen durchsetzte. Es kam zu einem Pressschlag und der Ball landete im Tor – 1:0 aus Turbinesicht. Nachdem die Gastgeberinnen sich nach 15 Minuten ihre erste Chance erarbeiteten, hatte schon im Gegenzug Nina das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber knapp. Die Chancen für unsere Grashüpfer häuften sich, aber es fehlten immer die berühmten Zentimeter. Vielleicht dachte sich ja deshalb Piri in der 22. Minute: „Jetzt muss ich was tun“. Tief in der eigenen Hälfte bekam sie den Ball und stiefelte los. Ich ahnte sofort, was sie vorhatte. Nicht aber ihre Gegenspielerinnen, die kaum versuchten, Piri zu stoppen. So setzte sie ihr Solo so lang fort, bis sie in Schußposition kam und zum 2:0 abschloß. Dies war nach 25 Minuten auch der Pausenstand. In der Pause erwarteten unsere Spielereltern einen Kommentar von mir. Aber wie letztens im Bericht über das Pokalspiel unserer U13 in Falkensee erwähnt, habe ich so meine Erfahrungen mit 2:0-Führungen in Pokalspielen. Deshalb blieben meine Lippen versiegelt, denn ich wollte nicht unken. Trotzdem dachte ich mir meinen Teil.


Gleich zieht Nina ab


Der Ball mittendrin, statt nur dabei


Ecke: „nun bietet Euch mal an!“

Auch mit Beginn der zweiten 25 Minuten hatten unsere Mädels das Spiel im Griff. Zwar kam die SG jetzt öfter vor’s Turbinetor, konnte aber kaum gefährlich werden. Unsere Mädels hatten wieder gute Chanchen (z.B. Nele), aber wieder fehlten die berühmten Zentimeter oder die Keeperin stand im Weg. Und so fing ich an zu denken: „wenn die SG-Mädels jetzt durchkommen und treffen, dann…..“. Aber nach 43 Minuten war ich meine Sorgen los: Nele schaute bei einem Abstoß genau hin, ging drauf und schob den Ball zum 3:0 ins Eck. Damit war der Drops gelutscht. Die Gastgeberinnen gaben sich zwar nicht auf, aber man sah auch, daß ihre Kräfte nachließen. So spielten sie sehr oft den Ball einfach ins Aus. Sah nicht schön aus, aber diese Mädels kämpften halt mit den Mitteln, die sie hatten. Die letzten 5 Minuten hatten es in sich: erst erhöhte Piri mit einer Bogenlampe auf 4:0 (46.). Eine Minute später konnten sich die Gastgeberinnen dann doch mal freispielen und erzielten den (für ihren kämpferischen Einsatz) jederzeit verdienten 1:4-Ehrentreffer. Eine Minute vor Schluß (49.) versuchte unser „kleiner Pitbull“ Leni, ihre zwei Köpfe größere Gegenspielerin zu umspielen. Diese konnte sich ja nicht in Luft auflösen und ließ das Bein stehen – Strafstoß. Den ersten Versuch schickte Leni flach ins Eck. Aber nun weiß sie auch, daß sie erst schießen darf, wenn der Schiri den Ball per Pfiff freigibt. So knallte sie beim zweiten Versuch den Ball trocken und humorlos unter die Querlatte zum 5:1-Endstand für unsere Turbinchen. Und das hieß dann: Finale!


Leni: „ihr seid zwar größer,
aber ich bin schneller!“


Lara (15): „du kommst hier nicht vorbei!“


Wer flüstert da Wem Was?

So war es trotz des Wetters ein schöner Sonntagmorgen. Diese kleinen Turbineladies sind nun nicht nur Herbstmeister, sondern stehen auch im Pokalfinale gegen die Mädels vom RSV Eintracht 1949. Somit haben sie die große Chance, ihre beiden Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Da wollen wir mal kräftig alle verfügbaren Daumen drücken. Unter der Obhut von Trainer Patrick Mackaus zogen heute ins Finale ein: Sophia v. Bülow (TW), Leni „kleiner Pitbull“ Niemann, Nicky Rohloff, Josephine „Phine“ Schmich, Ella v. Bremen, Piroschka „Piri“ Wolff, Alina Staake, Nina Thoma, Nele Riesler sowie Lara Köcer.