ein sonniger samstag mit vielen Toren

E-Junioren-Kreisklasse: Turbine Potsdam (w) – ESV Lok Potsdam III (m) 9:1

6.4.2019 von Micha

Bei den U11-Mädchen sind unsere Mädels ja schon Meister. Die Jungsliga ist dagegen eine andere Baustelle. Unsere Grashüpfer sammeln auch hier fleißig Punkte, müssen aber auch die eine oder andere Lehrstunde über sich ergehen lassen. Aber genau deshalb spielen sie ja bei den Jungs mit. Bei schönstem Frühlingswetter waren nun heute die Jungs vom ESV Lok Potsdam III zu Gast. Da ich dieses Team noch nicht sah und auch die Tabelle nicht im Kopf hatte, versprach ich mir ein enges Spiel. Doch es kam etwas anders.

„Was tuscheln die Mädels da wieder ?“

Der Spielbeginn ließ dann eine einseitige Partie erahnen. Die Jungs kamen kaum in Tornähe und unsere Mädels machten die Pace. In der 3. Minute fing Nele einen Abstoß ab, bediente Nicky und Diese hämmerte den Ball zum 1:0 in die Maschen. Natürlich wollten unsere Grashüpfer nachlegen. Ein Zuspiel von Nele wollte Nina volley nehmen. Dabei rutschte sie weg, konnte aber mit dem Außenriß den Ball noch Richtung Tor befördern. Nur um Zentimeter verfehlte er das hintere Lattenkreuz (5.). Noch in der selben Minute fehlten diese Zentimeter Piri auch bei einem Hinterhaltsschuß. Nach 8 Minuten gab’s dann ’ne Ecke für Turbine. Nicky brachte sie herein, wo Piri zentral lauerte. Mit Hilfe ihres Knies drückte sie den Ball zum 2:0 über die Linie. Bis dahin hatte auch Nina den einen oder anderen Versuch, aber sie hatte heute wohl das berühmte Pech an den Schuhen. Nach 9 Minuten gaben auch die Jungs mal ein Lebenszeichen ab, aber Keeperin Sophia stand goldrichtig. So Stück für Stück kamen die Jungs besser ins Spiel, jedoch unsere Hintermannschaft ließ Nichts zu. Nachdem dann Emma in der 20. Minute nach einem Doppelpass mit Nele am Keeper nicht vorbei kam, hatte sie eine Minute später mehr Glück, als sie bei einem Abwehrfehler der Jungs am Schnellsten schaltete – 3:0. Den 4:0-Pausenstand stellte dann in der 23. Minute Nele her, die ein sauberes Zuspiel von Nicky nutzte. Nach den ersten 25 Minuten also ein komfortabler Vorsprung. Aber ich weiß aus Erfahrung, daß Das in der Altersklasse U11 gegen Jungs Nichts heißen muss. Zumal ja (wie gesagt) die kleinen Eisenbahner besser ins Spiel kamen. Aber natürlich war ich optimistisch.

Nicky in vorbildlicher Haltung

Nicky „er ist größer , aber ich bin schneller !“

Piri nimmt Maß

„Den holen wir uns !“

Aber auch dieses Spiel hielt etwas Unterricht zum Thema : „Was passiert, wenn ich mit den Gedanken in der Pause bleibe ? “ bereit: die zweite Hälfte war zwei Minuten alt, als die Jungs Richtung Tor marschierten und unsere Mädels mehr Spalier bildeten als eingriffen. So konnte auch die gute Sophia den 1:4-Anschlußtreffer für die Jungs nicht mehr verhindern (27.). Das gab Lok Auftrieb. Zwar hatten unsere jungen Ladies auch in der Folge mehr Ballbesitz, aber das Spiel wurde ausgeglichener und die Abwehrreihen dominierten. Das ging so bis zur 38. Minute. Ich dachte mir schon: „wenn Lok weiter verkürzen kann, wird’s nochmal spannend“. Aber da hatten unsere Turbinchen keinen Bock drauf und bliesen zur Schlußoffensive. Minute 38: Nicky ging über links außen und schlug eine weite Flanke zum langen Pfosten. Das war für den dort lauernden „kleinen Pitbull“ Leni ein „gefundenes Fressen“. Trocken und humorlos hämmerte sie den Ball gegen die Laufrichtung des Keepers zum 5:1 ins Tor. Zwei Minuten später dann das „Tor des Monats“: der Ball kam zu Sophia und die wollte ihn lang nach vorne bringen. Und der wurde lang ! Kurz vor’m Keeper ditschte er noch mal auf und flog über den armen Kerl hinweg ins Tor – 6:1. Ein weiterer Beweis dafür, daß unsere E1-Turbinen aus ALLEN Mannschaftsteilen heraus torgefährlich sind.

Sophia jagt den Ball nach vorn und trifft

Damit war den Lok-Jungs der Nerv gezogen. Sie gaben sich zwar nicht auf, hatten aber auch Nichts mehr zuzusetzen. Nachdem Sophia in der 43. Minute zweimal zur Stelle war, leitete sie den Gegenangriff ein. Der Ball lief über Nicky und Leni zu Nina, die mit dem 7:1 sich endlich für ihren Fleiß belohnen konnte. Nun hatten unsere Mädels endgültig die Oberhand zurück. Und so klein und schmächtig unser „kleiner Pitbull“ Leni auch ist, so hat sie auch einen mächtigen „Bums“ in ihren Beinen. Das bewies sie in der 45. Minute, als sie auf einen zweiten Ball ging und aus dem Hinterhalt das Leder zum 8:1 ins Tor hämmerte. Nachdem Nicky in der 48. Minute zum 9:1 traf, wollten es die Mädels natürlich zweistellig machen. Aber die Lok-Jungs wehrten sich fleißig und so war das 9:1 auch der Endstand.

„Wetten, daß Sophia schneller ist ?…..“

„…..Na siehste !“

Eines möchte ich mal an dieser Stelle betonen: obwohl kein Junge freiwillig gegen Mädchen verliert (schon gar nicht in dieser Höhe), so befleißigten sich die Lok-Jungs doch einer äußerst fairen Spielweise. Das sollte man auch mal erwähnen ! Unser U15-Leistungsteam hat Das in seiner Liga schon anders erlebt. Aber auch mit diesem Sieg zeigten unsere Turbinchen, welche Fortschritte sie in dieser Saison machten und daß sie auch in ihrer Jungsliga eine gute Rolle spielen. Unter der Obhut von Trainer Patrick Mackaus spielten diese Rolle heute: Sophia v. Bülow (TW), Leni „kleiner Pitbull“ Niemann, Emma Schudek, Nicky Rohloff, Henriette „Henni“ Knabe (SF), Ella v. Bremen, Piroschka „Piri“ Wolff, Nina Thoma, Nele Riesler sowie Lara Köcer.

Lt. fussball.de findet am 4.5.2019 um 12.00 Uhr das letzte Heimspiel unserer E1-Mädchen in ihrer Mädchenliga gegen den Ludwigsfelder FC statt. Dort soll auch die Meisterschale überreicht werden. Es wäre schön, wenn zu dieser Gelegenheit viele Fans zugegen wären. Die Mädels haben es einfach verdient.

Die Aftershow-Party