Zwei „Centuries“ an einem Tag

Turbine E1 – FSG Falkensee 11:0

17.3.2019 von DJ Edison

Am gestrigen Samstag hatten es unsere Grashüpfer mit den Jungs vom Teltower FV 1913 zu tun. Es war ein Spiel in der E-Junioren-Kreisklasse. Leider ging das Spiel 7:0 zugunsten der Jungs aus und ich schenkte mir einen kompletten Bericht.
Am Sonntag waren unsere Mädels wieder in ihrer eigenen Liga zugange. Aktuell stehen sie unangefochten an der Spitze ohne einen einzigen Minuspunkt und man sage und schreibe 95:6 (!) Toren. Was für ein Torverhältnis nach 9 Spielen ! Heute könnten sie das „Century“ schaffen. Aber dazu später mehr.
Es ging von Anfang an gleich zur Sache. Nach gerade mal 90 Sekunden der erste Warnschuß durch Henni. Eine Minute später löffelte Nicky den Ball an den Querbalken. Sah echt komisch aus. In der 7. Minute kam Nicky über links, sah Piri in Position aber sie vergab ihre erste Chance. Vier Minuten später kam Henni über rechts, bediente Nicky und sie netzte zum 1:0 für unsere Grashüpfer ein. Weitere vier Minuten später kam Nicky wiederum über links, bediente Emma, aber sie traf das Tor nicht. Noch in der selben Spielminute kam der Ball zum „kleinen Pitbull“ und dieser biss zu – 2:0 (15.). Von nun an waren unsere Grashüpfer spielbestimmend. Eine Minute später versuchte es Lara. Aber dann in der 19. Minute war es soweit: nach einem schönen Zuspiel von Emma schoß Lara endlich ihr erstes Tor zur 3:0-Führung. Lara war die einzige Spielerin, die bis dato noch ohne Torerfolg blieb. Danach plätscherte das Match so ein bisschen vor sich hin. Die Turbinchen ließen ihre Gegnerinnen kaum über die Mittellinie. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielte Piri den 4:0-Halbzeitstand.
Die zweiten 25 Minuten gingen gleich furios los. Nach einer Ecke von Henni kam der Ball zu Nicky und sie erzielt das 5:0. Somit ist das erste Century perfekt. (100 Tore). Ach so, was ist ein Century? Dieser Begriff stammt aus dem Snookersport. (Ich selbst hab‘ auch mal Snooker gespielt). Snooker ist eine Variante des Billardsports mit 15 roten und 6 farbigen Kugeln sowie einem weißem Spielball. Wenn ein Spieler in einer Aufnahme 100 oder mehr Punkte erzielt, nennt man das Century. Aktuell steht dort Ronny O’Sullivan, auch „The Rocket“ genannt, mit 1000 gespielten Centuries an der Spitze der gesamt gespielten Centuries in seiner Karriere. Aber zurück zum Spiel: unsere Mädels machten weiter Dampf und es entwickelte sich eine fast einseitige Partie. In der 31. Minute machte Piri das halbe Dutzend voll – 6:0. Eine Minute später versuchte es Leni, aber die Keeperin setzte den Ball an den Querbalken. In der 34. Minute kamen endlich mal die Gäste über die Mittellinie, aber bei unserer Defensive war Schluß. Eine Minute später kam der Ball,nach Zuspiel von Piri, zu Lara, aber sie verzog. In der 36. Minute setzte sich Leni zentral durch, sah Piri in Position laufen und sie bedankt sich mit dem 7:0 für unsere Grashüpfer. Das muntere Toreschießen fand seine Fortsetzung. In der 42. Minute das 8:0 durch Emma nach einem schönen Zuspiel von Nicky. Drei Minuten später erzielt Nicky selbst das 9:0 und weitere drei Minuten später machte unser „kleiner Pitbull“, nach präzisem Zuspiel von Nicky, das Ergebnis zweistellig – 10:0 (48.). Aber auch die Gäste aus Falkensee hatten sich Chancen erarbeitet. Nur bei unserer Abwehr bzw. Nina, die heute zwischen den Pfosten stand, war einfach kein Vorbeikommen. Mir taten die Mädels aus Falkensee ein bisschen leid. Sie haben zwar aufopferungsvoll gekämpft, fanden aber kein Rezept gegen unsere stark aufspielenden Grashüpfer. Ein Ehrentor wäre wenigsten möglich gewesen. Aber dazu kam es nicht, denn in der Schlußminute erzielte Sophia, die heute auf dem Feld spielte, den 11:0-Endstand.
Nun ja, es war schon eine bessere Vorstellung unserer Mädels als das Spiel am Tag zuvor, wo sie bei Schietwetter mit 0:7 unter die Räder kamen. Nicht nur, daß unsere Mädels mit 11:0 den Platz verließen, sondern daß unsere Mädels uns ein schönes Fußballspiel mit Kampfgeist und Spielwitz gezeigt haben. Ein krasses Gegenstück zum Spiel unserer Ersten in Wolfsburg (Ich selbst war auch dabei). A la bonheur ! Mit diesem Ergebnis haben unsere Mädels auch das zweite Century perfekt gemacht, nämlich eine Tordifferenz von 106:6 Toren (+100 Tore in der Tabelle). Trainer Patrick Mackaus hatte folgende Spielerinnen im Aufgebot: Nina Thoma (TW), Leni „kleiner Pitbull“ Niemann, Emma Schudek, Nicky Rohloff, Henriette „Henni“ Knabe (C), Ella v. Bremen, Piroschka „Piri“ Wolff, Alina Staake, Sophia v. Bülow sowie Lara Köcer.

Im Anschluß an dieses Match spielten bei wiedrigen Witterungsbedingungen unsere 3.Frauen um Trainer Gordon Engelmann in der Landesliga gegen die SG Sieversdorf. Es war kein berauschendes Spiel. Bis auf einige Torchancen von Vanessa V. bzw. Melli war nicht viel zu sehen. Letztendlich kam man über ein torloses Remis (0:0) nicht hinaus. Trainer Gordon Engelmann hatte folgende Spielerinnen im Aufgebot: Nora Mendel (TW), Simone Lubig, Johanna Herholz, Gesa Ponick, Sarah Lindner, Maja Borg, Vanessa Vogt, Meline „Melli“ Andermann, Vanessa Storch (62. Lucy Heise), Theresa „Tessi“ Wagner sowie Annika Hanauer (46. Stina Weil),




Frustbewältigung

D-Junioren-Kreisklasse: Turbine Potsdam II – FSV Lok Elstal III (m) 7:3

16.3.2019 von Micha

In der Vorwoche schieden unsere U13-Mädels unglücklich im Pokal gegen die Jungs vom RSV Eintracht im Neunerschießen aus. So war nun heute in der Liga Frustbewältigung angesagt. Dabei fehlten auf Turbineseite Celine, Elli und Jolien. Aber es zeichnet die U13 aus, daß sie ausgeglichen besetzt ist. Da ich die Jungs aus Elstal bisher noch nicht gesehen hatte, konnte ich auch ihr Leistungsvermögen nicht einschätzen.
Die ersten 8 Minuten des Spiels gehörten unseren Mädels. Ecke auf Ecke, Chance auf Chance (u.a. Lucy, Maxi) – aber es spring nichts Zählbares heraus. Und wie das dann so ist: ein Konter – und es stand 0:1. Na ja, nach dem bisherigen Spielverlauf machte ich mir wenig Sorgen, hatten unsere Turbineladies doch in der Vorwoche auch ein 0:2 aufgeholt. Nun, der „Hallo-Wach-Effekt“ setzte schnell ein und die Antwort unserer Mädels ließ auch nicht lange auf sich warten. In der 11. Minute hatte Turbine Ecke. Aimie brachte sie hoch hinein. Der Keeper ließ den Ball über die Hände rutschen – genau vor die Füße von Julia. Die hatte keine Mühe, zum 1:1 auszugleichen. Nach 16 Minuten dribbelte sich Julia über links ans Strafraumeck. Sie setzte einen Schlenzer an, welcher von einem Gegner noch abgefälscht wurde und sich so über den Keeper hinweg am Lattenkreuz ins Tor senkte – 2:1. In der Folge hatten unsere Ladies weiter Chance auf Chance und schnürten die Jungs regelrecht in deren Hälfte ein. So Etwas verengt natürlich die Räume und dann muß man es auch mal aus der zweiten Reihe versuchen. Wie die E2 Emma „The Hammer“ hat, hat unsere U13 für solche Fälle Fritzi. Die zog in der 22. Minute trocken und halbhoch ab und der Ball segelte zum 3:1 ins Netz. Drei MInuten später holte Fritzi erneut den Hammer raus und Lok’s Keeper klärte zur Ecke. Diese wurde von Lucy hereingebracht. Nach zwei Versuchen bekam Julia dann den dritten Ball vor die Füße und drückte ihm zum 4:1 über die Linie. Nun, daß Das so gut funktioniert, hätte ich nicht gedacht. Und die Jungs ? Die waren mehr mit Abwehraufgaben beschäftigt und konnten sich bei ihren Angriffsversuchen kaum gegen unsere Abwehr durchsetzten. So dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, als Lucy vor dem eigenen Tor klären musste und die Jungs in der 30. Minute einen Freisoß direkt ins Tor schossen. Aber die heutige Keeperin Jette sah Das und ließ die Finger davon, da der Freistoß ja indirekt war. So ging es mit 4:1 in die Pause und ich war gespannt, was die zweiten 30 Minuten bieten.

Jeder Quadratzentimeter wird ausgenutzt

Lucy beim Eckball

Paarlauf

Obwohl noch 30 Minuten zu spielen waren, hatte ich das Gefühl: „das werden heute drei Punkte“. Die Frage war: können unsere Mädels so weitermachen bzw. können die Elstaler Jungs ’ne Schippe drauflegen ? Unsere Turbinen beherrschten weiterhin das Geschehen, obwohl die Jungs spürbar was draufpackten. Zunächst standen unsere Zwillinge Magda und Julia im Mittelpunkt: in der 36. Minute hebelten sie mit zwei, drei Doppelpässen die Lok-Hintermannschaft aus und Julia erzielte den 5:1-Zwischenstand. Daß die Jungs sich noch längst nicht aufgaben, zeigte sich in der 38. Minute: bei einem Konter liefen sie sich frei und verkürzten auf 2:5 aus ihrer Sicht. Die Jungs witterten Morgenluft und es entwickelte sich ein unterhaltsames Hin und Her. In dessen Anschluß wollte Mille in der 44. Minute wohl flanken. Der Ball rutschte ihr über den Senkel, geriet zur Bogenlampe und senkte sich zum 6:2 ins lange Eck. Zwei Minuten später gab’s ’ne Szene zum Schmunzeln: Magda und Julia trafen nacheinander nur den Pfosten. Lucy versuchte nun den dritten Ball als Flachschuß zu nutzen, traf aber nur die am Boden liegende Mille. Tja, das war Pech und tat weh ! Dafür zeigten die Jungs eine Minute später, daß sie immer noch da sind: sie setzten ein Dribbling an, keine Turbine störte richtig und es stand nur noch 6:3 aus Turbinesicht. In der Folge traf Lok noch einmal die Latte und 2x musste Jette retten. Auf der anderen Seite bekam der Lok-Keeper an einen Fritzi-Hammer in der 51. Minute noch eine Hand dran. Beim nächsten Fritzi-Hammer nach 58 Minuten hatte er weniger Glück: er musste den Ball prallen lassen und Mille sagte „Danke“ – 7:3. In der Schlußminute landete der Ball noch einmal im Turbinetor. Aber erneut hatte Jette gut aufgepasst, denn wieder war’s ein indirekter Freistoß, den die Jungs direkt schossen und so ließ Jette wieder klugerweise die Finger davon. So war dann das 7:3 auch der Endstand.

Fritzi peilt die Lage

Da hatte Magda freie Bahn, aber…..

Jette hat ihn

Eigentlich ein sicherer Sieg. Und er zeigte, daß unsere jungen Turbineladies den Ausfall von Leistungsträgern kompensieren können. Aber Trainerin Bettina Stoof hatte auch Recht, als sie nach dem Spiel zu mir sagte: „die Gegentore haben wir uns selbst ‚reingelegt“: Ich hab’s ja auch gesehen, daß da die Konzentration fehlte. Jungs nutzen so was aus, egal wie der Spielstand lautet. Aber ich war zufrieden und die Mädels hatten nach dem blöden Pokalaus ihre Wiedergutmachung. Daran waren heute beteiligt: Henriette „Jette“ Grahlmann (TW), Maxi Schudek, Aimie Appel, Paulina „Pauli“ Grüne, Friederike „Fritzi“ Knabe, Milaine „Mille“ Schewitza, Johanna „Jojo“ Thobe, Magdalena „Magda“ und Julia Sawicka sowie Lucy Thiermann.

P.S. Am nächsten Morgen fuhr ich zum Spiel unserer Ersten nach München. Ach wie schön ist es doch in der Waldstadt, wo man auch am Ende der Halbzeitpause noch ’ne Wurst und Getränke zu humanen Preisen bekommt. Armes Bayern !!!




Blutleer

Spielbericht der
Bundesliga-Partie FC Bayern München gegen 1. FFC Turbine Potsdam am 17.03.2019
B

Der Spielbericht soll mit den gleichen Worten wie im
vorangegangenen Spielbericht zum DFB-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den VfL
Wolfsburg vom 13. März beginnen:

Sch… Wetter, Sch…
Spiel, aber die Busfahrt war gut.

Rasensprenger-Session

Wobei das erste „sch“ diesmal für „schön“ stehen soll, denn
das Wetter war galant. Die strahlend warme Frühlingssonne sollte am Ende den
eigentlichen Sinn für den zeitintensiven Sonntagsausflug nach München
darstellen: 16 Stunden Busfahrt in den sonnigen Süden, während es am Heimatort
regnete. Auch gibt es immer mindestens zwei Gründe, sich auf den meist langen
Weg zu einem Auswärtsspiel zu machen: Die Fanbusfahrt an sich und die Vorfreude
auf ein schönes Spiel der Lieblingsmannschaft.

Auf dem Weg zur zweiten Halbzeit

Nach der nur halb oder gar nicht verdauten „Klatsche“ gegen
Wolfsburg sollte nun aber brutal die nächste „Klatsche“, serviert vom FC Bayern,
folgen.

Das Hinspiel im Karli war damals 1:1 ausgegangen. Nun galt
es – mit dem gleichen Kader – das Rückspiel anzutreten. Der Fanbus war
ausgebucht – trotz des desaströsen Untergangs der Turbinen in der Autostadt.
Entweder sind die Turbinefans masochistisch veranlagt oder verdammt treu. Aber
irgendwann reißt auch der letzte Geduldsfaden…

Es lohnt sich nach München zu fahren, denn das Stadion im
Bayern Campus ist ein sehenswertes Goldstück in der frauenfußballerischen
Stadion-Architektur. Modern, sauber, saftig grüner und aalglatter Rasen und ein
Aufgebot an Rasensprengern, das selbst die Fontainen von Sanssouci erblassen lässt.
Auch die Akustik stimmte, denn der Hall der Anfeuerungsrufe versprach
Hörsturz-Gefahr.

Die Fußballneugierigen wurden von einer Samba-Trommelcombo
am Eingang zum Campus und einem Kuschel- und Ballontier-Verkaufsstand begrüßt.
Partystimmung – und die Menschen strömten. Woher diese auf einmal herkamen,
bleibt unbeantwortet. Es waren mehr als die sonst gewohnten 500 Zuschauer_innen,
 ein gefühlter Zuschauerrekord. Wer
erinnert sich noch an die alten Aschheim-Zeiten… Da hat sich tatsächlich
optisch Sehenswertes in München getan. Nur die Namen der eigenen Spielerinnen
müssen die Besucher_innen noch auswendig lernen. Da hallte nichts zurück, als der
Stadionsprecher die Mannschaftsaufstellung bekanntgab. Er konnte das eilige,
gastunfreundliche Sprechtempo auch bei der Heimmannschaft ungehindert beibehalten.
Der feine Unterschied war nur, dass die Turbinefans mal wieder das Sprintduell
mit dem Stadionsprecher annahmen. Bei einsilbigen Namen wie „Schmidt“, „Huth“
und „Rauch“ konnten sie auch tatsächlich mithalten.

Die Penibilität der Einlasskontrollen stand ganz im „Mia san
mia“- Flair.  Erst nach hitzigen Diskussionen
durften alle Trommeln ins Stadion einwandern – und das bisher wiederholt abgewiesene
knallgelbe Maskottchen flatterte diesmal über alle Ordner hinweg und durfte tatsächlich
live das Drama mitverfolgen.

Turbinefans

Das Erreichen des Kiosks war dagegen mit sportlichem Einsatz
verbunden, da der Leberkäse vom anderen Ende des Stadions mild
entgegenlächelte. Und am hochgelobten Weizenbier konnte man sich gar nicht
laben, denn es galt Alkoholverbot. Dafür wurden alkoholfreie Getränke in Plastikflaschen
verkauft… Na gut, andere Bundesländer, andere Sitten.

Nun zum Qualitätstest für die leidgeprüften Gästefans: Nach
dem Wolfsburg-Spiel erwartete man alles, nur keine Wiederholung des fünf Tage
zuvor Erlebten. Insbesondere ging man von einem kämpferischen Einsatz, spürbarer
Willensstärke und einer Freude am Spiel aus, denn ohne solche Erwartungen setzt
man sich nicht 16 Stunden lang den Hintern in einem Bus platt.

Und die Turbinen bedienten in der ersten Halbzeit
tatsächlich einige dieser Erwartungen. Sie zeigten einen Spielwillen, einen
kämpferischen Einsatz, auch etwas Spielfreude. Ab und an rollte der Ball sogar
über die Mittellinie und nahm Kontakt mit der bayerischen Torwartfrau
Zinsberger auf. Auch wenn es – analog zum Spiel gegen Wolfsburg – nach 20
Minuten mal wieder 2:0 gegen uns stand, konnte man als Turbine-Fan trotzdem
hingucken. Der Beginn erschien nicht ganz so unkoordiniert, auch wenn es viele
Ballverluste und Fehlpässe gab. Die Anfeuerungsrufe der Fans verebbten auch
nicht nach dem 3:0, die Fans waren willens, Mut zu machen, denn gegenüber dem
Duell gegen Wolfsburg hoppelten keine Kaninchen vor der Schlange ziellos hin
und her, sondern man strengte sich an.

Torjubel 1-2-3-4-5

Die zweite Halbzeit war dann ideal zur verbitterten
Frusterzeugung geeignet. Ein schnelles 4:0 und dann war die smart dampfende
Turbine abgeschaltet. Da passierte nichts mehr, kein Aufbäumen, kein Charakter,
nichts – einfach Nichts. Jedenfalls nichts, was man als Fußball auf
Bundesliganiveau bezeichnen kann. Nebenbei fiel das 5:0 – und hätte es Vanessa
Fischer nicht gegeben, wäre das Spiel vermutlich 10:0 ausgegangen. Da helfenA
auch kein aufmunterndes Trösten und Krönchen- Geraderücken, da müssen jetzt
klare Worte gesprochen werden!  Hier geht
es um die Spielerehre, um den Respekt gegenüber den weitreisenden Fans – und
fehlende Moral und Kampfgeist können nicht ausschließlich mit finanziellen
Voraussetzungen begründet werden. Das Gesehene hat nichts mehr mit der
Vereinsphilosophie zu tun. Da kann der „Sportbuzzer“-Spielbericht noch so
weichspülen. Ein Teil des Vereinsvorstands von Turbine Potsdam war live vor Ort
und könnte unabhängig von den Medienberichten urteilen. Peinlich auch der
Gedanke, dass dieses Spiel live im Fernsehen und Internet übertragen wurde.

Mit allen Mitteln

Der Frust der Fans über die wiederholte Spielweise, nicht nur
über den Spielausgang, ist mittlerweile riesengroß. Die Forderung nach einem
charaktervollen Teamgeist, nach einer Rückkehr zu einer mental souveränen
Spielweise ist unüberhörbar. Was ist mit der Lieblingsmannschaft bloß los?!

Trauriger Applaus vor wenigen Fans

In der Hinrunde gab es noch zwei Unentschieden gegen Bayern und Wolfsburg, und jetzt zwei schmerzvolle „Klatschen“ – erzeugt vom selben Kader. Eine selbst am Schluss noch kämpfende Chmielinski lässt etwas hoffen, auch das Turbine-Eigengewächs Vanessa Fischer – und auch die einsatzbereite Johanna Elsig. Aber diese drei gibt es nicht in vierfacher Ausfertigung.

Chancentöterin

Vielen Dank an den Verein, der den reisewütigen Turbine-Fans
die Busfahrt spendierte.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Saskia Nafe (sas) , Beatrice Martens (bea)




DFB-POKALFINALE 2019 – ADE

Eigentlich sollte der Bericht sehr kurz ausfallen,
Sch…. Wetter, Sch…. Spiel, aber die Busfahrt war gut.

Aber für die, die nicht mit in Wolfsburg waren, hier noch ein paar Worte mehr.

Ich versuche eigentlich immer das Positive zu sehen, wie
– wir haben noch nie im AOK-Stadion verloren
– Pokalspiele sind immer etwas anderes als die Liga
– Turbine hat gegen den VfL Wolfsburg immer gekämpft.
Aber auch jeder Optimist hat seine pessimistischen Phasen, und irgendwann ist immer das erste Mal.

Angefangen haben die Turbinen ja gar nicht so schlecht, aber dann gab es das Foul von Pernille Harder an Vanessa (Vanessa hatte den Ball schon, aber Fr. Harder sprang trotzdem voll in sie rein). Beide blieben erst einmal benommen liegen, da kamen wieder Erinnerungen hoch.
Dann das Gegentor, geschossen von Alex Popp, und die Spielweise der Turbinen ließ immer mehr nach. Das zweite Tor für Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten.

Die Turbinen taten sich auch im zweiten Durchgang schwer, wirkten viel zu harmlos und schienen ohne Plan. Das Potsdamer Mittelfeld konnte nur selten den Ball gegen die Wolfsburgerinnen behaupten. Ungenaue Pässe wurden immer wieder in gefährliche Konter umgewandelt.
Die nächsten zwei Tore waren vorprogrammiert.

Noch etwas Positives habe ich vergessen, zu erwähnen:
die Zulosung vom VfL Wolfsburg war für die Fans ja fast wie ein Heimspiel, da nur zweieinhalb Stunden Busfahrt (eine Tour) anstanden, und wir damit auch noch vor Mitternacht wieder zuhause waren.

Resümee der ganzen Geschichte:
Das Pokalfinale in Köln ist sowieso nicht unser Ding, dort haben die Turbinen noch nie einen Sieg errungen.

Konzentrieren wir uns wieder auf den Liga-Betrieb, München steht an, diesmal im Campus. …. und Torbinchen darf auch hier nicht ins Stadion. (Dann geben wir sie eben wieder an der Garderobe ab)

Text: Beatrice Martens
Fotos: Saskia Nafe(sas), Beatrice Martens(bea)




Ein auf und ab der gefühle

E-Juniorinnen Kreisliga: Turbine Potsdam II – Turbine Potsdam I 1:14 am 8.3.2019
DJuniorinnen Kreispokal/Achtelfinale: Turbine Potsdam (w) – RSV Eintracht 1949 IV (m) 4:4 n.V. 2:3 n.N.
B-Juniorinnen Landesliga: Turbine Potsdam II – SpG Wandlitz/Basdorf 0:2 9.3.2019

Von Micha

SOLL ICH MICH FREUEN ODER HEULEN ?

Das Spiel „Wir gegen Uns“ gibt es (insbesondere in der Hallensaison) ja öfters mal. In dieser Spielzeit treten unsere E1 und ihre „jüngeren Schwestern“ der E2 gemeinsam in einer Liga an. Heute stand nun das Rückrundenspiel an und ich war gespannt, was die E2 aus ihrer erfolgreichen Hallensaison mitnehmen konnte. Wie in meinem letzten Bericht erwähnt, sind Halle und Draußen ja verschiedene Paar Schuhe. Das wurde heute (leider?) wieder deutlich. Die E1 spielte dann doch ihre größere Erfahrung aus. Das kam insbesondere durch das „gedanklich schneller sein“ zum Ausdruck. Schöne Läufe, tolle Heber, genaue Pässe, schnelle Gegenzüge und blitzschnelles Reagieren beim Abstauben – so erzielte die E1 Ihre Tore. Nichts desto trotz stand ihnen eine E2 gegenüber, die Alles gab, unabhängig vom Spielstand. Das fing bei Keeperin Malli an, die trotz des Endergebnisses ihre tollen Leistungen aus der Hallensaison bestätigte und durch unzählige Klasseparaden ihr Team vor Schlimmerem bewahrte. Es setze sich über Shakira, Sari, Lotte und Rieke fort. So gab’s auch bei der E2 schöne Spielzüge zu sehen. Aber natürlich war es dann die E1, die ihren „kleinen Schwestern“ mit ihrem Spiel zeigte, wie man auch erfolgreich abschließt. Abstauber, Läufe, trockene Schüsse – So schossen Leni, Nicky, Piri (je 2) sowie Alina bis zur 22. Minute einen 7:0-Vorsprung heraus. Da hab ich auf E2-Seite heute doch Emma „The Hammer“ Türpitz vermisst, die mit ihrer Schußkraft auch aus der zweiten Reihe mal hätte abziehen können. Aber in der 23. Minute zeigte die E2, daß sie es durchaus drauf hat: Sari wurde links auf die Reise geschickt. Sie spielte ihre Schnelligkeit aus, setzte sich fast an der Grundlinie gegen eine Gegnerin durch und spielte den Ball zurück, wo in zentraler Position Lotte stand. Diese traf den Ball nicht richtig. Trotzdem oder gerade deshalb fand er seinen (abgefälscht?) Weg ins Tor und es stand nur noch 1:7 aus E2-Sicht. Was haben sich unsere kleinen Grashüpfer über dieses Ehrentor gefreut! So ging’s dann auch mit diesem Resultat nach 25 Minuten in die Halbzeit.
Die zweiten 25 Minuten waren erneut gekennzeichnet von einer drückenden Überlegenheit unserer E1. Die E2 wehrte sich tapfer, kam dann aber kaum mehr zu erfolgversprechenden Angriffen. Immer wieder stand Keeperin Malli mit zahlreichen Klasseparaden im Brennpunkt des Geschehens. Aber auch sie konnte am Ende nicht verhindern, daß Nicky 3x, Leni 2x und Piri mit einem schönen weiten Heber in der zweiten Halbzeit das Ergebnis auf 13:1 für die E1 schraubten, sowie durch ein Eigentor der E2 der 14:1-Endstand für unsere E1 hergestellt wurde.
Sollte ich mich nun freuen oder heulen? Beide Teams sind mir ja ans Herz gewachsen und so freute ich mich einerseits über einen wichtigen Sieg der E1 im Kampf um die Meisterschaft. Aber vielleicht noch etwas mehr fühlte ich mit unseren jünsten Grashüpfern. Ist vielleich völlig normal, weil sie eben unsere Jüngsten sind. Aber beide Teams werden ihren Weg weiter gehen und wir werden, wie im bisherigen Saisonverlauf, noch viel Freude an ihnen haben. In der Meisterschaft führt die E1 die Tabelle nach 9 Spielen mit 27 Punkten und 95:6 Toren an. Mit einigem Abstand und einem Spiel weniger folgt der Ludwigsfelder FC mit 19 Punkten und 29:14 Toren. Die E2 steht auf Platz 6 (bei 8 Teams) mit 4 Punkten und hat noch zwei punktlose Teams hinter sich. Trainerin Anika Augsten bot für unsere E2 auf: Maaliyah „Malli“ Bartlau (TW), Lilly Klein, Lotte Mießner, Hermine Steffner, Romy Gottschalkson, Friederike „Rieke“ Thiemig, Shakira Lippert, Charlotte Pichotta, Annemarie Pulina, Sara „Sari“ Augsten, Tyra Stanischewski sowie Lena Polonis. Für die E1 bot Trainer Patrick Mackaus auf: Sophia v. Bülow (TW), Leni „kleiner Pitbull“ Niemann, Nicky Rohloff, Henriette „Henni“ Knabe, Ella v. Bremen, Piroschka „Piri“ Wolff, Alina Staake, Nele Riesler sowie Lara Köcer.

AUS DEM POKAL KANN MAN SO ODER SO AUSSCHEIDEN

Am Samstagmittag fand das „Warm up“ zum Pokalspiel unserer Ersten in Wolfsburg zwischen unseren D-Mädels (U13) und den Jungs vom RSV Eintracht 1949 IV als Kreispokal-Achtelfinale in der Waldstadt statt. Nun ist inzwischen unsere Erste mit 0:4 in Wolfsburg ausgeschieden. Wer live dabei war, kann bestätigen, daß das Ergebnis keines weiteren Kommentars bedarf. Bis auf Vanessa Fischer hatte das wenig mit Pokalgeist zu tun. Daß es auch ganz anders geht, zeigte unsere U13 am Samstag.
Man schreibt dem Pokal ja Einiges zu – das Alles gab’s heute (bei wenig einladendem Wetter) zu sehen. Ein Pokalfight voller Rasse und Klasse mit bedingungslosem (aber weitest gehend fairem) Einsatz. Aber der Reihe nach:
Als das Spiel angepfiffen wurde, waren unsere Mädels noch nicht ganz da. Gleich beim ersten Angriff der RSV-Jungs wirkte unsere Hintermannschaft noch sehr unsortiert und prompt führte der RSV mit 1:0. Aber die Turbineladies steckten Das erstaunlich gut weg. Eine Ecke von Lucy kam zu Fritzi, deren Schuß aber abgefälscht wurde. Prompt folgte der Gegenzug, in dessen Verlauf unsere Keeperin Celine 2x glänzend parierte und so unsere U13 im Spiel hielt. Nach 7 Minuten dann doch der nächste Schock: Mit einem strammen Schuß von rechts ins lange Eck erhöhten die Jungs zum 2:0 aus ihrer Sicht. Was nun? Wurden die Pokalträume der Mädels entsprechend dem Wetter „vom Winde verweht“ ? Während ich noch grübelte, ob ich lieber einen Tee trinken gehe, fiel mir Folgendes ein: schon öfters erlebte ich, daß ein Turbineteam im Pokal nach einer 2:0-Pausenführung den Ausgleich hinnehmen musste. Aber warum sollte Das in ähnlicher Form nicht auch anders herum gehen? Also blieb ich und die Mädels schienen meine Gedanken zu lesen, denn es ging ein spürbarer Ruck durch ihre Reihen. Es folgten vier Minuten, wie man sie meist nur im Pokal erlebt. Die neunte Minute: Jolien marschiert los und schoss stramm und flach ins lange Eck – 1:2. Kurz darauf vertendelte Elli eine gute Gelegenheit und ihre neben mir stehende Mama schimpfte. Ich schlug ihr „drei Wochen Handyverbot“ vor und sie nickte. Aber genau Das muss Elli gehört haben, obwohl sie auf der anderen Seite des Feldes agierte. Sie kam über links und passte punktgenau quer auf Jolien, die stramm und hoch den 2:2-Ausgleich erzielte (10.). Und in der 12. Minute zeigte Magda, daß sie (genauso wie ihre Zwillingsschwester Julia) nur schwer vom Ball zu trennen ist. Sie wuselte sich durch die gesamte RSV-Hintermannschaft und brachte die jungen Turbineladies mit 3:2 in Führung. Drei Tore in vier Minuten! Die Jungs waren angeknockt, aber sie fielen nicht. Und so entwickelte sich der eingangs beschriebene rassige Pokalfight. Auch unsere Abwehr (Jojo, Mille, Fritzi, Lucy) kam immer besser zurecht und ließ den Jungs kaum Räume. Hier möchte ich Jojo (welch ein Zufall, da gibt’s doch noch Eine) besonders hervorheben. Sie lieferte ein saustarkes Spiel ab. Sie spielte eine Art Libero und war immer dort, wo sie gebraucht wurde. Und hinter der Abwehr stand ein Mädel im Tor, welches nach überstandener Krankheit auf dem besten Wege ist, wieder „die Alte“ zu werden. Saustark, was Celine heute Alles hielt. So auch in der 20. Minute, als sie blitzschnell abtauchen musste. Aber da waren noch die RSV-Jungs, die dann doch in der 23. Minute eine Lücke fanden und den 3:3-Ausgleich markierten. Hm! Nun ging’s richtig rund. Für beide Teams galt: kein Weg war zu weit und keinem Zweikampf ging man aus dem Weg. So „rasierten“ die Jungs einmal das Lattenkreuz und einmal war bei Celine Endstation. Beide Teams hatten sich dann nach 30 Minuten durch ein tolles Spiel ihre Pausebrause redlich verdient.

Mit dem Wiederanpfiff ging’s gleich voll zur Sache. 31. Minute: nach einer geklärten RSV-Ecke ging Jolien mit Ball am Fuß auf und davon und hatte dann nur noch das Tor samt Keeper vor sich. Der Keeper kam raus und holte Jolien von den Beinen. Das hätte Strafstoß geben müssen! Nun ja, der Pfiff blieb aus, der Ball war noch frei und Elli rauschte samt „Begleitung“ heran. Sie kam zwar noch zum Schuß, der wurde dann aber noch abgewehrt. Eine Szene, die bei den Zuschauern für einige Diskussionen sorgte. Aber das Spiel ging weiter und ständig ging’s hin und her. Hinten imponierte Jojo mit ihrem Stellungsspiel und Celine rettete 2x klasse im 1:1. Vorn gab’s ein schönes Doppelpassspiel zwischen Elli und Julia, welches dann aber doch geklärt wurde. Daß beide Teams noch genug Power hatten, zeigte die 44. Minute: Julia und Magda trugen einen Angriff vor, kamen aber nicht durch. Im Gegenzug machten es die RSV-Jungs besser und gingen per Flachschuß 4:3 in Front. Puh! Können unsere Turbinen nochmal antworten? Noch war ja gut ’ne Viertelstunde Zeit. Unsere Mädels kamen zurück und bauten Druck auf. Dabei mussten sie natürlich auf Konter achten. Bei solch einem Konter in der 46. Minute kam der RSV über rechts und setzte einen verdeckten Schuß an. Aus meiner Position konnte ich nur drei Gegenspieler wie an der Kette aufgereiht sowie die freie Ecke des Tores sehen, wohin auch der Ball flog. Da rutsche mir das Herz in die Hose. Aber urplötzlich sah ich nur noch Celine’s Fuß herauskommen und diesen Ball zur Ecke klären. Mein Gott, hat sie den Ball überhaupt gesehen oder war es ihr Instinkt? Ein Wahnsinnsreflex !!! Ein schönes Zusammenspiel zwischen Jolien, Elli und Aimie bzw. Eines zwischen Elli und Julia brachten leider nicht den gewünschten Erfolg. So begann dann die Zeit, wo man öfter zur Uhr sah. In der 54. Minute fuhren unsere Ladies einen Angriff, den Aimie mit einem Schuß ins lange Eck abschließen wollte. Nun stand da der Pfosten, aber Julia schaltete am schnellsten und staubte zum 4:4 ab. Uff, das wäre erstmal geschafft! Nun wollten beide Teams den „Lucky Punch“ setzen. Celine klärte 2x in 1A-Manier und Julia mogelte sich in der 59. Minute durch die RSV-Hintermannschaft, schoß aber vorbei. So blieb’s nach regulärer Spielzeit beim 4:4 und das hieß: 2×5 Minuten Verlängerung.
Man denkt vielleicht: „2×5 Minuten sind zu kurz, da passiert nicht viel“. Aber Vorsicht! Ich hab da schon Einiges erlebt. Natürlich gewinnt die Vorsicht die Oberhand – kein Team will den entscheidenden Fehler machen. Trotzdem waren beide Teams um die Entscheidung bemüht und wollten sich nicht auf das Neunerschießen verlassen. So bekam Celine an einen tollen Fernschuß noch eine Hand dran und Julia fand freistehend im RSV-Keeper ihren Meister. Nachdem unsere Turbineladies noch drei Chancen leider nicht nutzen konnten, gab’s dann doch dieses berüchtigte „Schießen von der Strafstoßmarke“. Wer es nicht weiß: das ist eine Erfindung eines deutschen Schiris, der den damals üblichen Münzwurf als total ungerecht empfand. Der RSV begann, traf und Magda glich anschließend für Turbine aus – 1:1. Das Spiel wiederholte sich beim zweiten Versuch, als dann Elli zum 2:2 ausglich. Schade, Celine war beim RSV-Versuch noch dran. Beim dritten Versuch traf der RSV. Aber leider konnte der RSV-Keeper dann Jolien’s Versuch parieren. Das war’s dann. Mein Gott – wie brutal kann Pokal sein!
Ich stand erstmal ’n Moment lang da und konnte gar nichts sagen. Was hätte ich den Mädels auch sagen sollen? Wie es in Jolien (für die es mit unendlich leid tat) und Celine (ob ihres fast gehaltenen 2. Versuchs) aussah, kann sich Jeder denken. Was man auf keinen Fall tun darf: den Mädels einen Vorwurf machen !! Im Gegenteil: sie sind 2x zurückgekommen. Das nennt man Pokalgeist (Schönen Gruß an unsere Erste)! Sicher hätten sie das ein oder andere Tor mehr machen können. Aber was solls? Schließlich trafen sie auf einen starken Gegner, der auch nicht aus jedem Schuß ’n Treffer machen konnte – dank einer Celine in Bestform und einer, trotz der vier Gegentreffer, guten Abwehrarbeit. Nachdem ich meine Gedanken sammeln konnte, empfand ich unendlich viel Stolz für unsere Mädels. Genau so muß man ein Pokalspiel bestreiten! Da ja auch die Jungs vom RSV Eintracht Alles gaben, war es ein rassiges Pokalspiel, an das man gern zurück denkt, auch wenn man sich einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Aber letzten Endes konnte man bei diesem Spiel auch ein Stück weit das Mistwetter vergessen. Und das ist doch auch Was wert. Unter der Obhut von Trainerin Bettina Stoof waren das Zuschauen auf alle Fälle wert: Celine Bunde (TW), Maxi Schudek, Aimie Appel, Ellena „Elli“ Frieden, Friederike „Fritzi“ Knabe, Milaine „Mille“ Schewitza, Johanna „Jojo“ Thobe, Magdalena „Magda“ & Julia Sawicka, Jolien Franeck sowie Lucy Thiermann (SF).

…..UND DANN STANDEN SIE IM REGEN

Nach längerer Zeit passte es für mich mal wieder terminlich, ein Spiel unserer B2-Turbinen zu besuchen. Wer es nocht nicht weiß: unsere B2 und unsere 3.Frauenmannschaft trainieren gemeinsam. Und so fungiert B2-Trainer Matthias Storch bei TP3-Spielen als Co-Trainer und TP3-Trainer Gordon Engelmann tut dies bei B2-Spielen genauso. Ich war nun schon ein paar Stunden in der Waldstadt vor Ort. Bei diesem Mistwetter musste ich oft an meine warme Stube denken. Es fing auch an, stürmisch zu werden. Als Gäste unserer B2 kamen dann die jungen Ladies der SpG Wandlitz/Basdorf „angeweht“. Wenigstens ein spannendes Spiel war bei dieser Ansetzung (und diesem Mistwetter) zu erwarten.
Zunächst ließen beide Teams Vorsicht walten. Man nennt es auch Abtasten. Oder wollten die jungen Damen testen, woher der Wind weht (grins)? Aber so Stück für Stück ergaben sich für beide Teams erste Chancen. So auf Turbineseite für Ronja nach tollem Lilli-Flügellauf sowie für Emi nach Lilli-Vorarbeit. Beide Male war die SpG-Abwehr auf dem Posten. Dann in der 20. Minute kamen die Gäste gefährich vor’s Turbinetor. Marie konnte die Chance nur durch Foulspiel unterbinden und die Gäste bekamen einen berechtigten Strafstoß zugesprochen. Aber die Schützin schoss über’s Tor und stand’s weiter 0:0. Zum besseren Verständnis: in Brandenburg spielen die B- und C-Mädchen auf verkleinertem Großfeld und mit Kleinfeldtoren. Im weiteren Verlauf spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab. Trotzdem gab’s auch Chancen beiderseits. So als Emi schön über links kam, Lilli in zentraler Position aber einen Schritt zu spät dran war bzw. Ronja nach einem schönen Lauf an Keeperin und Pfosten scheiterte. Den Gästen ergab sich eine Minute vor Halbzeit ’ne Chance. Aber Keeperin Annika klärte im Herauslaufen. So endeten die ersten 40 Minuten mit 0:0. Es war kein hochklassiges, aber sehr unterhaltsames Spiel. Da ich das „Wettergerücht“ kannte, machte ich mir mehr Sorgen, ob alle Beteiligten das Spielende trocken erleben.
Die zweiten 40 Minuten begannen für unsere Turbinen nicht gut: Marija musste in der 43. Minute angeschlagen raus, konnte aber später wieder mitmachen. Wieder entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen. Dann aber in der 50. Minute fanden die Gäste aus Wandlitz die Lücke und gingen 1:0 in Führung. In der Folge zog das Spiel an. So wuselte sich Lilli in der 53. Minute durch die Gästereihen, aber bei der Keeperin war Endstation. In der 61. bzw. 65. Minute ergaben sich für Ronja zwei Möglichkeiten. Leider konnte sie beide Male die Keeperin nicht überwinden. Nachdem in der 63. Minute Emi verletzt ausscheiden musste, und durch die inzwischen erholte Marija ersetzt werden konnte, gab’s in der 66. Minute den Knackpunkt des Spiels: ein Pressschlag in der Gästehälfte zwischen Jojo und einer Gegnerin ging für Jojo böse aus. Es folgte eine 20-minütige Unterbrechung, da Jojo erst mit Hilfe der SMH vom Feld und ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Am Sonntag erfuhr ich am Rande des Spiels TP2 gegen Jena (3:2), daß Jojo keine schwere Verletzung davon trug, aber genauso wie Emi erstmal einige Zeit pausieren muss. Gute Besserung Emi und Jojo!
Das Wetter wurde immer ungemütlicher, der Himmel immer dunkler. Langsam hätte man das Flutlicht einschalten können. Beide Teams mussten sich warmhalten. Kaum hatte der Schiri das Spiel dann wieder freigegeben, ging ein ekelhafter Regen los. Da machte Fußball keinen Spaß mehr. Aber die Mädels konnten es es sich ja nicht aussuchen und versuchten, das Beste draus zu machen. Allerdings mussten unsere Turbinen nun in Unterzahl weitermachen, da Jojo nicht mehr ersetzt werden konnte. Zunächst klärte Annika im 1:1. Unsere Mädels wollten sich nicht mit einer Niederlage abfinden und kämpften. Eine Rahel-Ecke zu Franzi endete bei der Keeperin. Lilli schoß drüber und einen Ronja-Schuß nach Rahel-Vorarbeit klärte die Keeperin zur Ecke. Diese Ecke brachte Nichts ein. Und was passiert, wenn du vorn deine Chancen nicht nutzt? Ein Gegenzug der Gäste in der Nachspielzeit endete mit dem 0:2. Damit war der Drops gelutscht.
Für die Gäste war’s ein wichtiger Sieg. Für unsere Mädels tat’s mir ehrlich leid. Kämpferisch ist ihnen überhaupt Nichts vorzuwerfen, erst Recht nicht nach Jojo’s Verletzung. Aber es ist das alte Lied: die Chancenverwertung, speziell bei der B2. Da haben es die Gäste der SpG Wandlitz/Basdorf zweimal besser gemacht und so geht deren Sieg auch in Ordnung. Am Ende standen nicht nur die Zuschauer sprichwörtlich „im Regen“, sondern neben den Trainern Matthias Storch und Gordon Engelmann auch: Annika „Anni“ Hanauer (TW), Rahel Heretsch, Emely „Emi“ Kerber, Johanna „Jojo“ Herholz (SP), Franziska „Franzi“ Knuth, Ronja Hirsch, Lilli Raddatz, Marie Dursteler, Lucy Heise sowie Marija Vuletic.




Der 1. FFC Turbine Potsdam sucht Manager_in für Sponsoring/Finanzen (m/w/i)

Ausschreibung der Geschäftsstelle des1.FFC Turbine Potsdam vom 19.02.2019




ein turbulentes Spiel

C-Junioren Landesklasse: Turbine Potsdam I – Pritzwalker FHV 3:4

3.3.2019 DJ Edison

An diesem Sonntag fuhr ich mal zum Luftschiffhafen, um beim Spiel unseres U15-Leistungsteams um Trainer Matthias Zube dabei zu sein. Eine Mannschaft, die ich in dieser Saison recht selten gesehen habe. Aktuell stehen sie auf Tabellenplatz 2 hinter der SpG Potsdamer Kickers/Lok Potsdam. Es könnte ein spannendes Match gegen den Pritzwalker FHV werden. Aber dazu später mehr.
Bis auf eine Chance in der 2. Minute durch Charlie war von unseren Mädels nicht viel zu sehen. Die Jungs hatten von Beginn an das Heft in ihrer Hand und sich viele Tormöglichkeiten erarbeitet. Lesley im Turbinekasten hatte alle Hände voll zu tun und trieb ihre Mannschaft immer wieder nach vorne. In der 21.Minute sauste der Ball nach einem schön getretenen Freistoß von Zwergie knapp am Tor vorbei. Vier Minuten später kam es ganz dicke: nach einem Freistoß der Pritzwalker gerieten unsere Mädels in Rückstand – 0:1. Gegen diesen Schuß war Lesley machtlos. Unsere Mädels versuchten nun den Ausgleich herzustellen, ließen aber Vieles liegen. In der 33. Minute war dann soweit: Emily erzielte per Kopf den 1:1-Ausgleich. Zwei Minuten später gingen unsere Mädels nach einer Ecke mit 2:1 durch Zwergie in Führung. Ich konnte nicht erkennen, wer die Ecke trat. Kurz danach ging es zum Pausentee.
Der zweite Spielabschnitt war sehr turbulent. Aber dazu später mehr. Zunächst war es ein ausgeglichenes Match beider Teams. In der 43. Minute erzielten die Jungs den 2:2-Ausgleich. Drei Minuten später kam Ronja für Julia auf’s Feld. Das brachte vorerst keine Impulse in’s Turbinespiel. Erst in der 51. Minute hatte Zwergie die nächste Freistoßchance gehabt, doch sie traf nur den Querbalken. Trainer Matthias Zube wechselte in der 58. Minute Thea für „Wuschi“ ein. Eine Minute später kamen die Jungs gefährlich vor den Turbinekasten, aber Lesley hielt hervorragend. In der 62. Minute gingen unsere Turbinen erneut in Führung: Pauli erzielte per Kopf die 3:2-Führung. Praktisch im Gegenzug wieder der Ausgleich durch Pritzwalk – 3:3. Es wurde jetzt ein Spiel auf Biegen und Brechen. Unsere Mädels wollten den Sieg, aber sie vergaben ihre Möglichkeiten. In der 67. Minute ein Vorstoß von Pauli über rechts, sah Ronja in Position, aber sie verzog nur knapp. Eine Minute später brachte Matthias Natalie für Emily aus Feld. Danach wurde es turbulent. In der Schlußminute (70.) erzielten die Jungs den 4:3-Führungstreffer aus ihrer Sicht. Noch in der selben Minute waren sie in Unterzahl. Nach einem Foul musste ein Feldspieler mit Gelb/Rot vorzeitig unter die Dusche. Er war schon vorbelastet. Der Schiedsrichter ließ etwas nachspielen. In der 3. Minute der Nachspielzeit wurde ein zweiter Spieler mit glatt Rot des Feldes verwiesen. Dann kam es dann leider zu unschönen Szenen, die ich nicht hier kommentieren möchte. Nach 76 Minuten wurde dann die Partie abgepfiffen.
Uiuiui, das war ein Match. Es ging hoch her. Obwohl unsere Mädels verloren hatten, kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Sie haben über weite Strecken gut mitgehalten, aber leider doch den Kürzeren gezogen. Was soll’s ?. Das nächste Spiel gegen den Tabellenführer könnte auch ’ne enge Kiste werden. Trainer Matthias Zube stellte folgende Mädels auf: Lesley Lergenmüller (TW), Julia Holzhaus (46. Ronja Grubba), Emily Fiedler (68. Natalie Enderle), Jona Leske (C), Pauline „Pauli“ Deutsch, Alisa „Zwergie“ Grincenco, Yasu „Wuschi“ Caparoglu (58. Thea Westphal), Joy Brockmann, Celine Wendisch, Klara Robitsch sowie Charlotte „Charlie“ v. Osten.




Die Freiluftsaison ist eröffnet

Turbine D – Eintracht Falkensee (m) – 6:0

2.3.2019 von DJ Edison

Zeit wird’s. Nach den vielen Hallenturnieren geht die Freiluftsaison wieder los. Es beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Während sich die Mädels aufwärmten und ich schon mal meine Notizen zum Spiel machte, flog mir ein Ball direkt ins Gesicht. Ich sank zu Boden und war mal kurz außer Gefecht. Das hat wehgetan ! Glücklicherweise ist nichts Schlimmeres passiert, nur meine Brille war ziemlich stark verbogen. Nach wenigen Minuten konnte ich mich wieder aufrappeln und dem Spiel mit Mühe und Not beiwohnen. Unsere Turbinen hatten es mit den Jungs von Eintracht Falkensee zu tun. Es war ein ziemlich ausgeglichenes Match mit Chancen auf beiden Seiten. In der 4. Minute die erste Möglichkeit für Julia, doch der Keeper hielt. Drei Minuten später mogelt sich Lucy nach vorn und erzielt das 1:0 für unsere Turbinen. Aus halblinker Position hämmerte sie den Ball hoch ins rechte Eck. Im weiteren Spielverlauf gab es kaum Chanchen und das Spiel plätscherte so vor sich hin. In der Schlußminute (30.) musste ein Standard herhalten: nach einer Ecke von Elli stand Julia am 2.Pfosten und erhöht auf 2:0. Das war auch gleichzeitig der Halbzeitstand.
Die zweite Hälfte knüpfte nahtlos an die erste an. Es war nix Aufregendes zu sehen. bis auf eine Chance in der 34. Minute durch Julia. So ab Mitte der zweiten Halbzeit wurde das Spiel lebhafter. In der 45. Minute das 3:0 für unsere Turbinen. Julia setzte sich zentral durch und schob ein. Nun wurde endlich mal Fußball gespielt. Vier Minuten später war es wieder Julia, die auf 4:0 erhöhte und eine weitere Minute später sogar das 5:0, ebenfalls durch Julia. Somit ein lupenreiner Hattrick für sie. Unsere Mädels erhöhten den Druck und kamen zu zahleichen Chancen. In der 54. Minute war es Elli, nach Zuspiel von Celine, die das halbe Dutzend vollmachte – 6:0. In der 58. Minute hatte Julia die nächste Chance: nach einem Vorstoß von Elli über links kam der Ball zu Julia, aber sie setzte die Kugel nur an’s Kreuzeck. Kurz vor dem Abpfiff gab es die nächste Großchance: nach einer Ecke von Elli kam der Ball zu Julia und sie hämmerte das Leder an die Unterkante der Latte, aber der Ball landete noch vor der Torlinie – ähnlich wie Wembley 1966. Dann wurde das Match abgepfiffen und die Mädels gingen mit einem hohen Sieg in die Kabine.
Nun ja, es war insgesamt eine durchwachsene Partie mit zwei verschieden Halbzeiten. Da ist noch Luft nach oben. Trainerin Bettina Stoof hatte folgende Mädels im Einsatz: Henriette „Jette“ Grahlmann (TW), Ella v. Bremen, Maxi Schudek, Paulina „Pauli“ Grüne, Ellena „Elli“ Frieden, Milaine „Mille“ Schewitza (C), Julia Sawicka, Celine Bunde, Jolien Franeck sowie Lucy Thiermann.




Emma „the hammer“ – oder: soo jung und braucht schon ’nen waffenschein

Energie-Pokal des SV Babelsberg 03 für F-Junioren

3.3.2019 von Micha

Wenn man ein Turnier in der MBS-Arena veranstaltet, muss man sich als Gastgeber mit den örtlichen Bedingungen abfinden. Ich bin ja mit unseren Waldstadtteams viel unterwegs und da ist es schon sehr gewöhnungsbedürftig bei einem U9-Turnier Security zu erleben und für ’ne Wurst + Getränk 5,50 Euro hinzulegen. Woanders bekommt man dafür das Zwei- bis Dreifache. Aber dafür konnten die Gastgeber ja Nix. Wofür man als Gastgeber aber Etwas kann, ist die Organisation. Am Ende des Turniers wusste ich nicht, was ich davon halten sollte. Dem Ganzen lag ja eine gut gemeinte Grundidee zu Gute, die sich dann aber als Bumerang erwies. Wie bei der Fairplay-Liga gab’s am Ende keinen Turniersieger. Nun ja, der Grundgedanke dabei war: die Kids sollten einfach ihren Spaß haben. So weit – so gut ! Aber mal ehrlich: welcher Sportler (egal ob klein oder groß) will am Ende nicht wissen: „bin ich oder mein Team Erster oder Letzter ?“. Unsere E2-Turbinchen traten beim Jahrgang 2011 an. Der SV Babelsberg startete hierbei in den Gruppen A und B mit je zwei Teams, die den Beinamen „Weiß“ bzw. „Blau“ trugen. Das hieß aber nicht, daß diese Jungs auch in entsprechenden Trikots aufliefen, z.B. „Team Weiß“ lief in Rot auf. So ging nach spätestens drei Spielen die Übersicht verloren und ich empfand nur noch Chaos !
Der Gipfel war aber die Begrüßung: der Sprecher meinte es sicher gut. Aber wie kann man bitte die Kinder dazu auffordern, nicht auf die Trainer zu hören, Taktik – Taktik sein zu lassen, viel zu fummeln und einfach nur viele Tore zu schießen ? Ich dachte, ich hab was mit den Ohren ! Ging E2-Trainerin Anika übrigens genauso. Da haben die Trainer seit Saisonbeginn sich alle Mühe gegeben, den Kindern die sinnlose Fummelei (was im Endeffekt ja Tore schießen ausschließt) abzugewöhnen und ihnen mannschaftliches Spielen beizubringen und nun Sowas ?! Ich konnte nur verständnislos den Kopf schütteln. Bleibt noch zu erwähnen, daß die Veranstalter für drei Jahrgänge auch drei Felder aufbauten. Diese erwiesen sich am Ende als mächtig klein und ließen so meist nur Gebolze statt vernünftges Spielen zu. „Gebolzt“ wurde bei 1×9 Minuten in (wie gesagt) in den Gruppen A und B.

Antreten zur Begrüßung

Nun aber zum Turnier und zu unseren Grashüpfern: manch Einer denkt sicher, beim Lesen der Überschrift: „Micha übertreibt wieder !“. Aber es ist erstaunlich, welche Schußkraft manche Mädels bzw. Jungs in dem Alter schon haben. So habe ich in meinen Berichten U13-Spielerin Friederike „Fritzi“ Knabe schon oft diesbezüglich positiv erwähnen können. Na und Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger trug während seiner Zeit bei Aston Villa nicht ohne Grund den Namen „The Hammer“. Daran musste ich heute denken, wenn ich Emma Türpitz in Aktion sah. Ich halte eh schon viel von ihr. Aber heute ist sie mir mit ihrer Schußkraft besonders aufgefallen.
Zuerst mussten sich Anika’s Turbineküken mit „SV Babelsberg 03 F3 Weiß“ auseinandersetzten. Unsere Grashüpfer hatten das Spiel im Griff und ließen die Jungs kaum mal aus ihrer Hälfte raus. Gleich in der ersten Minute zeigte Emma, warum ich ihr den Namen „The Hammer“ verpasste (was sie und ihr Papa übrigens cool fanden). Nur war da der Keeper auf der Höhe. Rieke traf mit einem Lupfer den Pfosten bzw.schoß freistehend drüber. Sari hatte zwei Chancen und Charlotte Eine. Dafür hatte Malli im Tor kaum zu tun. So tat es schon weh, daß in der 7. Minute ein Schuß der Jungs abgefälscht wurde und ins Tor ging, als Malli schon in Gegenrichtung unterwegs war – 0:1. Dabei bleib es. Zwar schade, aber man sah: auch heute geht hier Was !

Emma holt aus

Die Jungs sind am Zug

Wer ist zuerst dran ?

Als Nächstes ging es gegen ’03 F2 Blau. ÄÄhh – sollte es jedenfalls gehen. Durch das eingangs beschriebene Chaos stand unseren Mädels das falsche Team gegenüber. Das war leider nicht lustig: da auf den einzelnen Feldern gleichzeitig angepfiffen wurde (zentrale Zeitnahme) gab es nicht nur bei Verletztungen kein „Timeout“, sondern beim Spiel unserer Mädels zählte die Uhr bereits gut 1 1/2 Minuten runter, bevor das Spiel gegen den richtigen Gegner beginnen konnte. Solch Chaos braucht kein Mensch !
Nun, beide Teams juckte es nicht. Zunächst hielt unsere „Kleine Hexe“ Malli in 1A-Manier die Null fest. Auf der Gegenseite ergaben sich Chancen für Sari und Shakira. Dann in der 7. Minute versuchte es Rieke mal „von hinten“ – Rums – 1:0. Zwei Minuten später (Schlußminute) war’s erneut Rieke. Sie versuchte es einmal – versuchte es das zweite Mal und der war drin – 2:0. Und weil aller guten Rieke-Dinge Drei sind, erhöhte sie sogar noch zum 3:0-Endstand. Ich hatte Rieke lange nicht gesehen – schon deshalb war ihr Hattrick das frühe Aufstehen wert.

Malli „na Kleiner, willste mitspielen ?“

Den Abschluß in der Gruppe bildete für unsere Mädels das Spiel gegen „Hort Aktiv Blau“. Hier spielten sich unsere Grashüpfer in einen Rausch und machten mit den Jungs kurzen Prozess. So kam ich mit Notizen und Fotos machen gar nicht hinterher. In der ersten Minute tunnelte Sari zunächst den Keeper (1:0), um gleich danach auf 2:0 zu erhöhen. In der Zweiten holte Emma den Hammer raus und der saß – 3:0. Da war ein Gegentreffer nach drei Minuten nur ein Schönheitsfehler – 3:1. Zumal es Rieke (nachdem sie es im Spiel zuvor schon bewiesen hat) es auch „von hinten“ kann und so auf 4:1 erhöhte. Durch das ständige Notizen machen kam ich gar nicht mehr hinterher. Ich bekam noch mit, daß Sari nach Rieke-Zuspiel bzw. durch einen verunglückten Schuß (ist ja manchmal so) zwei Tore erzielte und ein Turbineversuch von den Jungs erst hinter der Linie geklärt werden konnte. Am Ende stand ein 9:1 (!) für unsere Turbinchen zu Buche. WOW !!

Shakira nimmt’s mit Dreien auf

„Rumms“ – da kann der Keeper nur hinterherschauen

Auch Sari gegen Drei

Rieke zieht ab …..

…..und hat getroffen

Obwohl es ja keine offizielle Wertung gab, wurden nun die beiden Gruppenbesten von A und B in der „Goldrunde“ zusammengefasst und die anderen Teams in der „Silberrunde“. Auch in diesen „Runden“ spielte Jeder gegen Jeden. Unsere kleinen Turbineladies hatten sich für die Goldrunde qualifiziert, was ja auch hieß: bei normaler Wertung hätten sie nicht mehr schlechter als Vierter werden können. Dazu später noch ein paar Worte.
Wie in der Vorrunde ging es wieder zuerst gegen die in Rot spielende ’03 F3 Weiß. Dieses Spiel ging nicht gut los, denn es fiel gleich mal das 0:1. Unsere Grashüpfer hielten dagegen. Zwei Chancen für Auri standen zwei Paraden von Malli gegenüber. Malli zeigte heute zum x-ten Mal, warum ich sie „Kleine Hexe“ nenne. Trotzdem gingen die Jungs nach 5 Minuten mit 2:0 in Führung. Das ließen unsere kleinen Turbinchen nicht auf sich sitzen und bauten in der Folge mächtig Druck auf. Sari prüfte den Keeper und Emma traf mit dem nächsten Hammer leider nur den Pfosten. In der Schlußminute erwies sich Sari als sehr aufmerksam, als einen Abwurf abfing, noch einen Schwenk machte und auf 1:2 verkürzte. Die war dann aber auch der Endstand. Viel länger hätten die Jungs dem Druck unserer Mädels wohl nicht mehr standgehalten. Aber egal, die Jungs haben das Spiel 2:1 gewonnen und ich war gespannt, welche Reaktion unsere Mädels im nächsten Spiel zeigen werden.

Sieht gut aus, wird aber leider Nix

Gerangel, dabei ist daneben soviel Platz. Romy (5) beobachtet

Gegen ’03 F2 Weiß (natürlich in Schwarz) hatten beide Teams ihren Anteil, daß es eine spannende Kiste wurde. In der 2. Minute stand Emma auf Höhe der Mittellinie, schaute und holte aus – 1:0. Was für ein Strich ! Aber schon im Gegenzug konnten die Jungs ausgleichen. Man sah deutlich: beide Teams wollten das Spiel gewinnen. Und in solch engen Spielen ist es eben viel wert, ein Mädel wie Malli im Tor stehen zu haben. Dreimal reagierte sie glänzend und hielt so für ihr Team das Spiel offen. Nachdem Sari eine Chance hatte und später mit ihrem nächsten Versuch die Latte traf, brach die letzte Minute an. Es „knisterte“ ! Dann ein Schuß der Turbinen (ich konnte nicht erkennen, von wem), der abgewehrte Ball kam zur in einiger Entfernung postierten Emma. Den Rest könnt ihr euch denken, denn Emma traf den Ball sowas von genau, daß er im wahrsten Sinne des Wortes in den Winkel zum 2:1-Endstand für unsere Turbinchen „zischte“: Ein Wahnsinnstor ! Und seit diesem Moment war sie für mich nur noch „Emma – The Hammer“. Wie Fritzi aus der U13 bräuchte Emma für ihren Fuß echt ’n Waffenschein (grins) !

Jetzt wird’s rasant

Den Schuß von Sari hält er

Emma (9) steigt hinterher

Unabhängig, wie das letzte Spiel ausgeht, stand für mich fest: unsere kleinen Turbinchen hatten wieder ein klasse Turnier gespielt. Das wollten sie gegen ’03 F3 Blau („selbstverständlich“ in Rot gekleidet) natürlich auch zeigen. Aber unsere Grashüpfer hatten gegen diese Jungs einen schweren Stand. Die Jungs hatten die besseren Chancen und obwohl Malli immer wieder glänzend reagierte, stand es nach vier Minuten 0:2 gegen unsere Turbinchen. Aber es zeichnet unsere E2-Mädels eben auch aus, daß sie sich niemals aufgeben. So habe ich im weiteren Verlauf folgende Chancen notiert: je 1x Sari und Auri, zwei Fernschüsse von Emma (die leider beide am Pfosten landeten) sowie 4 Chancen für Rieke. Schade, daß sie davon Nichts nutzen konnten und so endete dieses Spiel 0:2.

Malli hat Ihn

…..und hinterher

Wieder Gerangel – Rieke (8) schaut zu

Gefühlt ergab das am Ende Platz Drei oder Vier. Ich hätte es schon gern genau gewusst. Aber letztendlich war es dann doch egal. Unsere Mädels hatten ein tolles Turnier gespielt und waren genauso wie ich zufrieden. Außer vielleicht Sari – sie war sehr traurig, daß unsere Mädels nicht gewonnen haben. Ach ja, Sari und ihr Ehrgeiz ! Da war dann etwas Trost von Mama Anika fällig. Was mir gefiel: zum Abschluß wurden alle Jahrgänge in der Mitte versammelt. Jeder bekam eine Medaille und dann ließ der Veranstalter Bonbons „regnen“. Da hellte sich auch Sari’s Gesicht wieder auf. Neben Trainerin Anika Augsten und ihrer Co-Trainerin Lilly Wenzel standen im „Bonbonregen“: Maaliyah „Malli“ Bartlau (TW), Romy Gottschalkson, Aurelia „Auri“ Grüne, Friederike „Rieke“ Thiemig, Emma „The Hammer“ Türpitz, Shakira Lippert, Charlotte Pichotta, Sara „Sari“ Augsten sowie Lena Polonis.

Sitzblockade ? Oder warten auf den Bonbonregen

Mit diesem Turnier ist die Hallensaison beendet. Für unsere E2 läßt sich nun folgendes Fazit ziehen: wenn wir dieses „Spaßturnier“ mal ausnehmen, gab es für unsere kleinen Grashüpfer bei einem Jungsturnier in Kremmen einen vierten Platz. Ansonsten belegten sie in der abgelaufenen Hallensaison, egal ob Jungs- oder Mädchenturnier, immer mindestens Platz 3 oder besser ! Was für eine schöne Bilanz !! Dies zeigt aber auch, wie sich unsere Turbinchen in dieser Saison unter der Anleitung von Anika und Lilly entwickelten. Als ich z.B. Sari vor einem Jahr kennenlernte, war sie noch oft ein „Einzelkämpfer“. Heute ist sie ein absoluter Teamplayer, die zwar den Unterschied ausmachen kann, ihre Fähigkeiten aber voll in den Dienst der Mannschaft stellt. Bei der „kleinen Hexe“ Malli ist nicht nur ihre Entwicklung an sich bemerkenswert, sondern bei ihr sind die „Auswirkungen“ des zusätzlichen Torwarttrainings nicht zu übersehen. Das wurde heute im Vergleich zu den anderen Keepern besonders deutlich. Malli bewegt sich ganz anders, z.B. wenn sie zum Ball geht, um ihn aufzunehmen. Uns so ziehen Sari, Emma und Malli ihre Teamkameradinnen Romy, Auri, Rieke und wie sie Alle heißen mit. Doch nun ist die Hallensaison vorbei und es geht draußen weiter. Das sind andere Bedingungen und dort herrscht auch ein „anderer Wind“. Ich bin gespannt, was sie aus diesem erfolgreichen Winter mit nach draußen nehmen können. Genug Selbstvertrauen dürfte mit Sicherheit dabei sein.

Unsere kleinen Heldinnen
h.v.l.: Shakira, Romy, Auri, Charlotte
v.v.l.: Emma „The Hammer“, Rieke, Sari
liegend: „Hexe“ Malli (leider fehlt Lena)




eine (bittere) Lehrstunde

NOFV-Futsal-Meisterschaft der C-Juniorinnen

2.3.2019 von Micha

Nachdem FLB-Meister FSG Falkensee (wahrscheinlich aus weiser Voraussicht) auf sein Startrecht verzichtete und dieser Startplatz von unserem C3-Team als Vizemeister übernommen wurde, war Jedem klar, daß unsere Mädels hier einen sehr sehr schweren Stand haben würden. Waren die Gegnerinnen doch Sportschülerinnen bzw. in entsprechenden Förderprogrammen integriert. Aber nachdem bei den Frauen sich ein Kreisligist den Titel holte und ich am Vorwochenende erlebte, wie ein vermeindlicher Underdog für Furore sorgte, war ich doch vorsichtig optimistisch. Der ein oder andere Punkt bzw. das ein oder andere Tor sollten möglich sein. Nun, trotz guter Ansätze wurde es eine Lehrstunde. Bei sechs Teilnehmern spielte Jeder gegen Jeden bei einer Spielzeit von 1×12 Minuten, wobei die letzte Minute effektiv (wie z.B. beim Eishockey) gespielt wurde.

„Einmarsch unserer Gladiatorinnen“

Der Motivationskreis

Unser erster Gegner hieß Magdeburger FFC. Nachdem es gut anlief, unterlief Laura in der 2. Minute ein Stockfehler, als sie beim Zweikampf wegrutschte, was dem MFFC den Weg zum Tor frei machteund so das 0:1 aus Turbinesicht ermöglichte. Unglücklich gelaufen ! Aber unsere Mädels hielten dagegen. Im direkten Gegenzug blieb Fefe an der Keeperin hängen und Mary’s Schuß in der 5. Minute wurde noch abgeblockt. Nachdem unsere Turbinen zu Anfang noch etwas nervös wirkten, mussten sie jetzt wach sein. Es wurde für sie eine Abwehrschlacht, in der sich Keeperin Amy Lu mehrfach auszeichnen konnte. In der Schlußphase drehten unsere Mädels nochmal auf, aber Franzi haute beim Schußversuch drüber und Lya schoß vorbei. Außerdem holten die Turbinen noch drei Ecken am Stück heraus. Doch es sollte nicht sein. Durch so ein unglückliches Gegentor ging das Auftaktspiel 0:1 verloren. Es zeigte aber auch: mit der entsprechenden Einstellung sind unsere Mädels nicht ganz chancenlos. Das Runde muß „nur“ mal ins Eckige. Also war der Turbineclan weiterhin vorsichtig optimistisch.

AmyLu hat Ihn

Der Auftakt gegen den 1.FC Neubrandenburg gab auch Grund dazu: zur guten Abwehrarbeit wie im ersten Spiel (Laufarbeit, Löcher stopfen, „Fuß vor“) gesellte sich auch mehr Zielstrebigkeit Richtung gegnerisches Tor. Aber wie Das so ist: dann fängst Du dir in der 5. Minute einen Konter ein und es steht 0:1. Das wirkte sich vor allem in den Köpfen aus und unsere Mädels verloren nun den Faden, was dann auch in der 8. Minute zum 0:2 führte. Das wollten die Turbinen aber nicht auf sich sitzen lassen und kämpften nochmal. Trotzdem fiel in der 11. Minute das 0:3 und das war’s dann. Schade nach dem guten Beginn. Ich machte mir so meine Sorgen und die Gesichter der Mädels sahen entsprechend aus.

Nele (6) hat abgezogen

Mary (10) greift an

Dritter Gegner war der 1.FC Union. Was würde dieses Spiel bringen ? Bis zur dritten Minute konnten unsere Mädels mithalten. Dann eine Szene, die den Turbinen den Nerv zog: ein langer Abwurf der FCU-Keeperin. Fefe ging ins Kopfballduell, zog aber den Kürzeren. Da aber auch ihre Gegnerin den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte, flog er in Richtung Keeperin Amy Lu, die ihn aufnehmen wollte. Aber blöderweise konnte sie ihn nicht festhalten und ließ ihn durch Hände und Beine rutschen, so daß er zum 0:1 ins Tor trudelte. Das tat weh ! In der Folge bekamen unsere Mädels überhaupt keinen Fuß mehr auf’s Parkett und so mussten sie sich am Ende mit 0:4 geschlagen geben.

„Na los, auf sie mit Gebrüll !“

Kuddelmuddel mit Nele (hinten) und Franzi (14)

Fefe marschiert

Nun war Mittagspause. Zeit, Alles mal sacken zu lassen und sich zu stärken. Aber auch Zeit für ein Zwischenfazit: Klar musste man mit solch einem Verlauf rechnen. Gute Ansätze waren da, nur gelang es unseren Mädels nicht, diese auch umzusetzten. Aber man sah eben auch, daß die anderen Teams ganz andere Voraussetzungen hatten. Das betraf Cleverness, Schnelligkeit bzw. schnelles Umschalten. Wäre auch komisch, wenn’s nicht so wäre. Ehrlich gesagt: richtig enttäuscht war ich nicht. Wusste ich doch, was die Mädels hier erwartet. Aber natürlich hatte ich mir, genauso wie die Mädels, doch etwas mehr erhofft. Also hatten die Trainer Chris Helwig und Marco Zastrow jetzt Zeit, die Mädels wieder aufzurichten. Was mir unabhängig davon im Turnier auffiel: sämtliche Teams hatten hier und da doch Probleme mit dem Ball. Na ja, ein Futsalball hat eben ganz andere Eigenschaften wie ein normaler Ball.
Blieben noch zwei Gegner. Das waren aber zwei Hochkaräter, die am Ende den Turniersieg auch unter sich ausmachten. Zunächst ging’s gegen die Mädels des FF USV Jena. Hatten Chris und Marco die Mädels in der Pause erreicht ? Ja, hatten sie, auch wenn das Spiel denkbar ungünstig mit dem 0:1 in der ersten Minute losging. Aber schon im Gegenzug zogen Mary und Lya davon, erst bei der Keeperin war Endstation. Eine Minute später holten unsere Mädels einen Freistoß heraus, der aber Nichts einbrachte. Sie zeigten vollen Einsatz und machten so den Gegnerinnen das Leben schwer. Es roch so ein bisschen nach Ausgleich. Eine tolle Chance gab’s in der 8. Minute: Amy Lu warf den Ball lang auf Franzi, die loszog – aber an der Keeperin scheiterte. Dann passierte Das, Was in solchen Fällen oft passiert: mitten in die Drangperiode der Turbinen hinein mussten unsere Mädels das 0:2 hinnehmen. Mein Gott, das hatten unsere Mädels nicht verdient ! Aber sie kämpften weiter. Kurz nach dem 0:2 wurde gegen Jena das vierte Foul gepfiffen und das heißt nach Futsalregeln – Strafstoß für Turbine ! Aber Franzi scheiterte an der Keeperin. Auch jetzt behielten unsere Ladies den Kopf oben. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Mary und Lya verfehlte der Ball aber sein Ziel. Nachdem Amy Lu in der Schlußminute zweimal stark reagierte, war auch dieses Spiel mit 0:2 beendet. Schade, es war das beste Spiel unserer Ladies im gesamten Turnier ! Und vor allem Eines: sie haben Charakter gezeigt ! Mindestens das Ehrentor, bzw. ein Punkt hätten sie in diesem Spiel verdient. Aber dazu müssten sie auch mal das Tor treffen. Ich hätte gern gewusst, wie es nach dem Abpfiff in den Köpfen unserer Mädels aussah. Na ja, sich nicht viel anders als bei mir.

Mary gegen Zwei

Tolle Zweikämpfe

Der letzte Gegner hieß RB Leipzig. Es ging um einen vernünftigen Turnierabschluß. Ich weiß nicht, ob das 0:2 gegen Jena trotz starker Leistung unseren Mädels das Selbstvertrauen genommen hat. Aber beim Anpfiff blieben sie viel zu passiv und kassierten gleich mal das 0:1. Es war dann fast wie eine Kopie des Unionspiels: kaum Ballbesitz, immer hinterher laufen. Negativer Höhepunkt war die 9. Minute, als sie sich den Ball selbst reinlegten: drei Turbinen standen sich vor’m eigenen Tor gegenseitig im Weg und bekamen den Ball einfach nicht weg. Da hatte dann Amy Lu auch keine Möglichkeit mehr, das 0:2 (auch der Endstand) zu verhindern.

Chris (hinten) gibt die Richtung vor

Nele (hinten) zündet den Turbo

Was bleibt zu resümieren ? Na ja, die Tabelle lügt nicht und sprach eine deutliche Sprache. Leider wechselten zu oft Licht und Schatten. Niemand hatte im Vorfeld Wunderdinge von unseren Mädels erwartet. Aber das Turnier zeigte auch: das eine oder andere Tor bzw. der eine oder andere Punkt waren durchaus möglich. Ob sich Das dann auch in der Endplatzierung ausgewirkt hätte, sei mal dahin gestellt. Sicher wirkte sich das Fehlen von Anna, Darleen, Maxi, Jona bzw. Lulu aus. Aus den verschiedensten Gründen konnten diese Mädels nicht mitwirken. Unter’m Strich war’s also das zu erwartende Ergebnis. So war ich auch nicht unbedingt enttäuscht. Glückwunsch an RB Leipzig, die sich den Meistertitel holten vor’m FF USV Jena und dem Magdeburger FFC. Auf den Plätzen folgten der 1.FC Union Berlin, der 1.FC Neubrandenburg sowie unsere C3-Turbinen. An der Seite von Chris Helwig und Marco Zastrow konnten heute eine Menge lernen: Amy „Amy Lu“ Linstedt (TW), Eva Wuttich, Felina „Fefe“ Rüchel, Isabel „Isi“ Wagner, Nele Brüggemann (SF), Laura Landweer, Mary Krüger, Lya Bergemann sowie Franziska „Franzi“ Helmke.

Anmarsch zur Siegerehrung

Das Lächeln haben sie nicht verloren !
h.v.l.: „Käpt’n Nele“, Isi, Fefe, Lya, Eva
v.v.l.: Laura, Amy Lu, Mary, Franzi

Daß ich ein besonderes Verhältnis zur C3 habe und sie ja auch ein Stück weit „Meine Mädels“ sind, erwähnte ich ja schon gelegentlich. So wurden Fanclubvorstand Bernd Gewohn und auch meine Wenigkeit aus Dankbarkeit für unser Dabeisein zum abschließenden Pizzaessen in Potsdam eingeladen. Auch wenn ich den Abend anders geplant hatte, hab ich die Einladung gern angenommen. Das war ich „meinen Mädels“ schließlich auch schuldig.