Blutleer

Spielbericht der
Bundesliga-Partie FC Bayern München gegen 1. FFC Turbine Potsdam am 17.03.2019
B

Der Spielbericht soll mit den gleichen Worten wie im
vorangegangenen Spielbericht zum DFB-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den VfL
Wolfsburg vom 13. März beginnen:

Sch… Wetter, Sch…
Spiel, aber die Busfahrt war gut.

Rasensprenger-Session

Wobei das erste „sch“ diesmal für „schön“ stehen soll, denn
das Wetter war galant. Die strahlend warme Frühlingssonne sollte am Ende den
eigentlichen Sinn für den zeitintensiven Sonntagsausflug nach München
darstellen: 16 Stunden Busfahrt in den sonnigen Süden, während es am Heimatort
regnete. Auch gibt es immer mindestens zwei Gründe, sich auf den meist langen
Weg zu einem Auswärtsspiel zu machen: Die Fanbusfahrt an sich und die Vorfreude
auf ein schönes Spiel der Lieblingsmannschaft.

Auf dem Weg zur zweiten Halbzeit

Nach der nur halb oder gar nicht verdauten „Klatsche“ gegen
Wolfsburg sollte nun aber brutal die nächste „Klatsche“, serviert vom FC Bayern,
folgen.

Das Hinspiel im Karli war damals 1:1 ausgegangen. Nun galt
es – mit dem gleichen Kader – das Rückspiel anzutreten. Der Fanbus war
ausgebucht – trotz des desaströsen Untergangs der Turbinen in der Autostadt.
Entweder sind die Turbinefans masochistisch veranlagt oder verdammt treu. Aber
irgendwann reißt auch der letzte Geduldsfaden…

Es lohnt sich nach München zu fahren, denn das Stadion im
Bayern Campus ist ein sehenswertes Goldstück in der frauenfußballerischen
Stadion-Architektur. Modern, sauber, saftig grüner und aalglatter Rasen und ein
Aufgebot an Rasensprengern, das selbst die Fontainen von Sanssouci erblassen lässt.
Auch die Akustik stimmte, denn der Hall der Anfeuerungsrufe versprach
Hörsturz-Gefahr.

Die Fußballneugierigen wurden von einer Samba-Trommelcombo
am Eingang zum Campus und einem Kuschel- und Ballontier-Verkaufsstand begrüßt.
Partystimmung – und die Menschen strömten. Woher diese auf einmal herkamen,
bleibt unbeantwortet. Es waren mehr als die sonst gewohnten 500 Zuschauer_innen,
 ein gefühlter Zuschauerrekord. Wer
erinnert sich noch an die alten Aschheim-Zeiten… Da hat sich tatsächlich
optisch Sehenswertes in München getan. Nur die Namen der eigenen Spielerinnen
müssen die Besucher_innen noch auswendig lernen. Da hallte nichts zurück, als der
Stadionsprecher die Mannschaftsaufstellung bekanntgab. Er konnte das eilige,
gastunfreundliche Sprechtempo auch bei der Heimmannschaft ungehindert beibehalten.
Der feine Unterschied war nur, dass die Turbinefans mal wieder das Sprintduell
mit dem Stadionsprecher annahmen. Bei einsilbigen Namen wie „Schmidt“, „Huth“
und „Rauch“ konnten sie auch tatsächlich mithalten.

Die Penibilität der Einlasskontrollen stand ganz im „Mia san
mia“- Flair.  Erst nach hitzigen Diskussionen
durften alle Trommeln ins Stadion einwandern – und das bisher wiederholt abgewiesene
knallgelbe Maskottchen flatterte diesmal über alle Ordner hinweg und durfte tatsächlich
live das Drama mitverfolgen.

Turbinefans

Das Erreichen des Kiosks war dagegen mit sportlichem Einsatz
verbunden, da der Leberkäse vom anderen Ende des Stadions mild
entgegenlächelte. Und am hochgelobten Weizenbier konnte man sich gar nicht
laben, denn es galt Alkoholverbot. Dafür wurden alkoholfreie Getränke in Plastikflaschen
verkauft… Na gut, andere Bundesländer, andere Sitten.

Nun zum Qualitätstest für die leidgeprüften Gästefans: Nach
dem Wolfsburg-Spiel erwartete man alles, nur keine Wiederholung des fünf Tage
zuvor Erlebten. Insbesondere ging man von einem kämpferischen Einsatz, spürbarer
Willensstärke und einer Freude am Spiel aus, denn ohne solche Erwartungen setzt
man sich nicht 16 Stunden lang den Hintern in einem Bus platt.

Und die Turbinen bedienten in der ersten Halbzeit
tatsächlich einige dieser Erwartungen. Sie zeigten einen Spielwillen, einen
kämpferischen Einsatz, auch etwas Spielfreude. Ab und an rollte der Ball sogar
über die Mittellinie und nahm Kontakt mit der bayerischen Torwartfrau
Zinsberger auf. Auch wenn es – analog zum Spiel gegen Wolfsburg – nach 20
Minuten mal wieder 2:0 gegen uns stand, konnte man als Turbine-Fan trotzdem
hingucken. Der Beginn erschien nicht ganz so unkoordiniert, auch wenn es viele
Ballverluste und Fehlpässe gab. Die Anfeuerungsrufe der Fans verebbten auch
nicht nach dem 3:0, die Fans waren willens, Mut zu machen, denn gegenüber dem
Duell gegen Wolfsburg hoppelten keine Kaninchen vor der Schlange ziellos hin
und her, sondern man strengte sich an.

Torjubel 1-2-3-4-5

Die zweite Halbzeit war dann ideal zur verbitterten
Frusterzeugung geeignet. Ein schnelles 4:0 und dann war die smart dampfende
Turbine abgeschaltet. Da passierte nichts mehr, kein Aufbäumen, kein Charakter,
nichts – einfach Nichts. Jedenfalls nichts, was man als Fußball auf
Bundesliganiveau bezeichnen kann. Nebenbei fiel das 5:0 – und hätte es Vanessa
Fischer nicht gegeben, wäre das Spiel vermutlich 10:0 ausgegangen. Da helfenA
auch kein aufmunterndes Trösten und Krönchen- Geraderücken, da müssen jetzt
klare Worte gesprochen werden!  Hier geht
es um die Spielerehre, um den Respekt gegenüber den weitreisenden Fans – und
fehlende Moral und Kampfgeist können nicht ausschließlich mit finanziellen
Voraussetzungen begründet werden. Das Gesehene hat nichts mehr mit der
Vereinsphilosophie zu tun. Da kann der „Sportbuzzer“-Spielbericht noch so
weichspülen. Ein Teil des Vereinsvorstands von Turbine Potsdam war live vor Ort
und könnte unabhängig von den Medienberichten urteilen. Peinlich auch der
Gedanke, dass dieses Spiel live im Fernsehen und Internet übertragen wurde.

Mit allen Mitteln

Der Frust der Fans über die wiederholte Spielweise, nicht nur
über den Spielausgang, ist mittlerweile riesengroß. Die Forderung nach einem
charaktervollen Teamgeist, nach einer Rückkehr zu einer mental souveränen
Spielweise ist unüberhörbar. Was ist mit der Lieblingsmannschaft bloß los?!

Trauriger Applaus vor wenigen Fans

In der Hinrunde gab es noch zwei Unentschieden gegen Bayern und Wolfsburg, und jetzt zwei schmerzvolle „Klatschen“ – erzeugt vom selben Kader. Eine selbst am Schluss noch kämpfende Chmielinski lässt etwas hoffen, auch das Turbine-Eigengewächs Vanessa Fischer – und auch die einsatzbereite Johanna Elsig. Aber diese drei gibt es nicht in vierfacher Ausfertigung.

Chancentöterin

Vielen Dank an den Verein, der den reisewütigen Turbine-Fans
die Busfahrt spendierte.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Saskia Nafe (sas) , Beatrice Martens (bea)




DFB-POKALFINALE 2019 – ADE

Eigentlich sollte der Bericht sehr kurz ausfallen,
Sch…. Wetter, Sch…. Spiel, aber die Busfahrt war gut.

Aber für die, die nicht mit in Wolfsburg waren, hier noch ein paar Worte mehr.

Ich versuche eigentlich immer das Positive zu sehen, wie
– wir haben noch nie im AOK-Stadion verloren
– Pokalspiele sind immer etwas anderes als die Liga
– Turbine hat gegen den VfL Wolfsburg immer gekämpft.
Aber auch jeder Optimist hat seine pessimistischen Phasen, und irgendwann ist immer das erste Mal.

Angefangen haben die Turbinen ja gar nicht so schlecht, aber dann gab es das Foul von Pernille Harder an Vanessa (Vanessa hatte den Ball schon, aber Fr. Harder sprang trotzdem voll in sie rein). Beide blieben erst einmal benommen liegen, da kamen wieder Erinnerungen hoch.
Dann das Gegentor, geschossen von Alex Popp, und die Spielweise der Turbinen ließ immer mehr nach. Das zweite Tor für Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten.

Die Turbinen taten sich auch im zweiten Durchgang schwer, wirkten viel zu harmlos und schienen ohne Plan. Das Potsdamer Mittelfeld konnte nur selten den Ball gegen die Wolfsburgerinnen behaupten. Ungenaue Pässe wurden immer wieder in gefährliche Konter umgewandelt.
Die nächsten zwei Tore waren vorprogrammiert.

Noch etwas Positives habe ich vergessen, zu erwähnen:
die Zulosung vom VfL Wolfsburg war für die Fans ja fast wie ein Heimspiel, da nur zweieinhalb Stunden Busfahrt (eine Tour) anstanden, und wir damit auch noch vor Mitternacht wieder zuhause waren.

Resümee der ganzen Geschichte:
Das Pokalfinale in Köln ist sowieso nicht unser Ding, dort haben die Turbinen noch nie einen Sieg errungen.

Konzentrieren wir uns wieder auf den Liga-Betrieb, München steht an, diesmal im Campus. …. und Torbinchen darf auch hier nicht ins Stadion. (Dann geben wir sie eben wieder an der Garderobe ab)

Text: Beatrice Martens
Fotos: Saskia Nafe(sas), Beatrice Martens(bea)




Der 1. FFC Turbine Potsdam sucht Manager_in für Sponsoring/Finanzen (m/w/i)

Ausschreibung der Geschäftsstelle des1.FFC Turbine Potsdam vom 19.02.2019




Nach Essen pappesatt

Spielbericht zur
AFBL-Begegnung 1. FFC Turbine Potsdam gegen die SGS Essen am 23.02.2019

Blau- weiße Hoffnung vor dem Anpfiff

Zweieinhalb Monate hatte der Ball im „Karli“ geruht – an
einem Sonnabend hieß es nun Heimspielstart in die Rückrunde der
Frauenbundesliga.

Die Sonne schien und der Himmel zeigte sich im traditionellen
Turbine-Look. Jedoch trügte der (Sonnen)Schein, denn das Thermometer wies nur
wenige Grad über Null auf. 1231 Zuschauer_innen wohnten, warm angezogen und
braune oder rote Heißgetränke zu sich nehmend, der Partie bei.

Abklatschen

Mit neuer Hoffnung bestückt, hoffte man nun auf ein
sehenswerteres Spiel als das gegen den 1. FFC Frankfurt am vergangenen Sonntag,
als die Torbienen die 3:1-Führung leichtfertig aus der Hand gaben.

Während der Woche hatte es emotionale Nachrichten gegeben: Das
Kapitäninnen-Duo Svenja Huth und Feli Rauch (Stellvertreterin) hatten ihre
Verträge bei Turbine Potsdam nicht verlängert. Erfreulich dagegen die Entscheidung
von Jojo Elsig, als Nationalspielerin weiterhin dem Potsdamer Verein erhalten bleiben
zu wollen.

Wie klingen die Fans nach der gründ-weißen Ciao-Botschaft?

Auf der Stehtribüne hinterm Schmitz-Tor hatte sich ein „mächtiges
Häuflein“ Essener Fans versammelt, 7 Menschen an der Zahl – eine Glückszahl…
Gut zu hören, eine XXL-Fahne schwenkend, die Trommel mit zwei Schlegeln rührend.

Den Zuschauer_innen wurden im Stadion zwei neue Aktionen angeboten:
zum einen ein Tippspiel, an dem man kurz hinterm Stadioneingang kostenlos teilnehmen
konnte – und ein Zielschießen-Fan-Duell in der Halbzeitpause.

Das Spiel leitete die 29-jährige Schiedsrichterin Angelika
Söder, die im Gegensatz zu den „Frankfurter Regeln“ stehende Grüppchenbildungen
in der Coachingszone oder gar das Umherwandern eines Trainers auf dem
Fußballplatz tolerierte.

Schiedsrichterin Angelika Söder in Aktion

Insgesamt zeigte sie einmal die gelbe Karte – gegen Svenja Huth. Die an einem Finger abzählbare Strafkarten-Anzahl lässt vermuten, dass es sich um ein blütenreinweißes Spiel gehandelt haben muss. Welch Trugschluss! Die Schiedsrichterleistung war dermaßen desolat, dass man (und frau) sich ernsthaft fragt, inwiefern die Analyse von Schiedsrichterleistungen beim DFB, Abteilung Frauenfußball, überhaupt thematisiert wird. Warum scheint es unwichtig zu sein, dass es eine Qualitätsgarantie und Verlässlichkeit gibt? Es ist frustrierend – nicht zum ersten Mal! Und alles andere als eine Werbung für den Frauenfußball.

Fouls wurden nicht gesehen – oder gesehen und nicht
gepfiffen – Abseits war dagegen sehr häufig zu „bestaunen“ – das „Handspiel“
galt als Fremdwort – und das Siegtor für Potsdam in der 94. Minute wurde
aufgrund eines angeblichen Stürmerfouls nicht gegeben. Die Kenntnis über das Stürmerfoul
konnte übrigens dank einer Recherche im Nachgang des Spiels mit Hilfe des
Internets gewonnen werden. Während der Spielsituation schauten sich die Fans im
Fanblock D allesamt ratlos an, weil kein „Experte“ zur Verfügung stand, der
einem die Logik des Schiri-Pfiffs erklären konnte.

Und Svenja Huth erhielt das seltene Gelb nicht wegen eines
Fouls – sondern wegen Meckerns. Verständlich.

Nun zum Spiel: Es gab zwei unterschiedliche Halbzeiten, eine
sehenswerte und eine „Lieber-nicht-Hingucken-Halbzeit“. Diesmal war die zweite
Halbzeit die bessere aus Turbine-Sicht. Konstante Spielweisen sind derzeit in
Potsdam überbewertet…

Zur Freude der 7 Menschen hinterm Tor, das Lisa Schmitz hütete, klingelte es relativ zeitig gleich zweimal hintereinander. Bereits in der 4. Minute gelang der Essener Spielerin Dancia Wu ein hübscher Führungstreffer, der von Lea Schüller in der 12. Minute dick und fett unterstrichen wurde. 0:2-Stand nach 12 Minuten im „Karli“ – welch Schock, der eine Stimmstarre unter den Turbinefans auslöste° Beim Anblick des unsicher und ungeordnet agierenden Torbienen verging einem die Lust am Zuschauen. Die Torbienen kamen kaum aus über die Mittellinie hinaus, das Mitzählen von Fehlpässen intensivierte nur den Frust. Essen war taktisch klug eingestellt und zeigte ein wirkungsvolles Vor-Checking. Und dass man nicht auf den Ball wartet, sondern zu ihm hinläuft, schien eine vergessene Weisheit zu sein.

Turbinestar am Boden

Auf allen Vieren krauchend

War das grässlich anzuschauen! Erst das sieg-vergeigte Spiel
in Frankfurt – und jetzt das hier – zu Hause! Als ein Fan in Richtung Spielfeld
brüllte: „Verdammt, wir sind euretwegen hier!“, war alles gesagt.

Tröstlich
waren am Ende der ersten Halbzeit zwei Momente:

Potsdam hatte
Glück, dass ein Torschuss von Lea Schüller nur an den Pfosten ging.

Und Potsdam hatte Glück, dass es Tory Schwalm gelang, in der
41. Minute zum Anschlusstreffer einzunetzen.

In der Halbzeitpause gab es die Premiere, das Mittelfahnen-Zielschießen-Duell
zwischen zwei Turbinefans namens Manu und Chris als Unterhaltungsangebot. Chris
gewann, aber auch der/die Zweiplatzierte ging und wird niemals leer ausgehen.
Ein signiertes Trikot von Wibke Meister wurden neben einem Turbine-Jahreskalender
und in Aussicht gestellten Ball als Preise überreicht.

Der „Allianz“-Sponsor überreicht die Preise an die Gewinner_innen Manu und Chris

Auf zur zweiten Halbzeit! Potsdam kehrte überpünktlich aus
der Kabine zurück und stand kurzzeitig verloren auf dem Platz bereitet. Die
Haltung stimmte schon mal… Und es musste eine Ansage gegeben haben, denn die
Torbienen spielten nun forscher und durchdachter. Bereits in der 46. Minute hatte
ein Doppelwechsel stattgefunden: Bianca Schmidt kam für Rahel Kiwic und die
endlich genesene Amanda Ilestedt für Rieke Dieckmann. Über die Spielweise der
beiden konnte man sich freuen. Endlich kam mehr Dampf in die Partie!

Schmidti und Amanda

Nun war Potsdam die spielbestimmende Mannschaft und
erarbeitete sich eine Torchance nach der anderen. Svenja Huth traf die Querlatte,
Feli Rauchs direkter Eckstoß wurde gerade noch mit der Faust von der Essener
Torhüterin Sindermann abgewehrt. Ebenso auch ein strammer Schuss von Tory
Schwalm. In der 72. Minute wurden die Torbienen dann für ihre Mühen belohnt:
Lara Prašnikar
stand goldrichtig und schob zum Ausgleichstreffer ein.

Lara Prasnikar nach Torabschluss

Bisschen was zu feiern

Den Rückstand von zwei Toren hatte die Lieblingsmannschaft
nun aufgeholt. Respekt! Vermutlich liegt den Torbienen solch ein Negativgefühl mehr
als eine glorreiche Führung ins Ziel zu tragen.

Brüllend für den Verein

Traurig für Essen – und etwas Seelenfrieden stiftend für die
Potsdamerinnen und deren anfeuernden Umfeld.

Von Jojos Kopf gepflückt

Die letzten fünf Minuten wurden dann inclusive der fast
5-minütigen Nachspielzeit (angezeigt waren 4 Minuten…) richtig spannend, denn
beide Mannschaften wollten das Siegtor erzielen. Da Turid Knaak mit der 1000%-igen
Chance nichts anzufangen wusste, schon gar nicht in einer 93. Minute…,
versuchte es Potsdam in der 94. Minute erfolgreicher. Aber dieses 3:2 sollte
nicht zählen, da man kurzzeitig vergessen hatte, mit der Schiedsrichterin zu
rechnen… Das war Werbung für den Frauenfußball (Ironie aus.)

„Player oft he match“ wurde die Essenerin Spielerin Lea
Schüller, die anschließend ein kurzes Interview über das Stadionmikrofon gab – eine
beidseitig wertschätzende Geste.

Player of the match (mit Sponsor (li) und Vereinspräsidenten Rolf Kutzmutz (re) )

Insgesamt vier zuschauende Menschen hatten den Ausgang der
Partie vorausgeahnt und den richtigen Tipp von 2:2 auf der Tippkarte notiert. Als
Gewinner ausgelost wurde am Ende Familie Schinkel – ein treues TP-Pärchen wurde
somit vom Glück genkutscht.

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Saskia Nafe (sas)




Beteiligung an der Umfrage vom 1.FFC Turbine Potsdam

Liebe Fans,

habt ihr 5-10 Minuten Zeit, um euch an der folgenden Umfrage zu beteiligen, die der Verein 1.FFC Turbine Potsdam erstellt hat? Je höher die Beteiligung, um so aussagekräftiger das Ergebnis.

Also: auf den „Umfrage“ klicken und ab geht die Antwort-Post.

Umfrage

Wer sich an dieser Umfrage (über den Fanshop beim Hallencup oder über die Internetseite von Turbine Potsdam) bereits beteiligt hat: Dankeschön:-)

Bei den Heimspielen im „Karli“ oder auf den Auswärtsfahrten des Fanbusses gibt es auch die Möglichkeit, an der Umfrage mit Stift und Papier teilzunehmen.

Danke an die Fans beim Turbine-Hallencup 2019 (Foto: sas)

Euer Fanclub „Turbinefans“ e.V.




Sieg vergeigt

Spielbericht zum
Bundesligaspiel 1.FFC Frankfurt gegen 1.FFC Potsdam am 17. Februar 2019

Nach dem Nachholspiel am vergangenen
Sonntag, das siegreich mit 3:2 gegen den SC Sand endete, galt es nun, mit
hochgradiger Zuversicht in die Rückrunde zu starten. In Frankfurt am Main –
nicht Oder… – stand nämlich der Wegweiser, der auf die Richtung zur Champions League-Qualifikation
hinwies. Nicht nur beim Turbine-Hallencup, sondern auch in der allgemeinen
Saison sollte endlich mal wieder internationales Flair in die Potsdamer
Frauenfußballwelt Einzug halten.

Der Fanbus startete frühmorgens
um 4.00 Uhr in Richtung Bankenmetropole und war gut gefüllt. Leider fehlten
einige Stammfahrer_innen aus gesundheitlichen oder familiären Gründen, denen an
dieser Stelle gute Wünsche und nette Gedanken zu Teil werden sollen.

Überpünktlich traf der Bus am Ziel ein, die Stadiontore waren noch verschlossen. Als Zeitüberbrückung diente eine „Verbrüderungsszene“, denn es wartete bereits ein weiterer Reisebus vor den Stadiontoren. Dieser war mit Einwohner_innen der Heimatstadt von Tory Schwalm bestückt. War es doch tatsächlich gelungen, viele Menschen dieses Ortes zusammenzutrommeln, um der Potsdamer Spielerin die Ehre zu erweisen. Manche der Mitreisenden sollten zum ersten Mal ein Frauenfußballspiel erleben. Eine großartige Aktion, die bisher einmalig in der Vereinsgeschichte von Turbine Potsdam ist. Diese musste natürlich sofort auf einem Großgruppenfoto festhalten werden.

Fanclub „Turbinefans“ mit Fanclub „Tory Schwalm“ vereint (Foto: peti)

Als sich die Stadiontore eine
Stunde vor Spielbeginn öffneten, war die Begrüßung seitens der Einlasskräfte,
wie bei den letzten Begegnungen auch, sehr freundlich. Der Eintrittspreis für
die Fanbusreisenden minimierte sich dank 25 Freikarten auf 1€ – vielen Dank
dafür an den gastgebenden Verein! Das 28-seitige Stadionheft gab es kostenlos
dazu, ebenso ein Gratis-Tombola-Los.

Turbinefans in Frankfurt (Foto: sas)

Die Frühlingssonne begann mit ihrer
Aufwärmung. Das Cateringangebot belief sich neben dem gewohnten Bier auf
Apfelwein, Rindswurst, Frikadelle… äh… Bulette und delikat aussehenden
Kuchenstücken. Ergebnis: Beste Stimmung.

Wir sind ein Team. (Foto: sas)

Als der Stadionsprecher die Gäste um die Mittagszeit mit einem frischen „Guten Morgen!“ begrüßte, tat dieser Widerspruch der Stimmung keinen Abbruch. Und seine Feststellung, dass sich die Potsdamer Fans lauter als die Frankfurter Fans anhören würden, erst recht nicht. Dass man bei den Auswärtsspielen nur selten als Fan eingeladen wird, in einem angemessenen Tempo die Spielerinnen-Aufstellung mitsprechen zu dürfen, ist man (leider) gewohnt. Aber während des Verlesens der Mannschaftsaufstellung kam es zu einer ungewohnten Formulierung seitens des Stadionsprechers. Zitat: „…Nr. 13: Riecke Dieckmann, Nr. 19: Felicitas Rauch, und nun die Ausländer: Nr.23: Clara Cahynova, Nr. 24: Lara Prasnikar, Nr. 25 Rahel Kiwic…“ Bei dieser Wortwahl breitete sich im Potsdamer Fanblock Verwirrung aus: Seit wann wird ein Sportteam nach der Herkunft zerteilt?! Es roch nach Diskriminierung.

Wie dem auch sei: Nach einer
Schweigeminute für die beiden verstorbenen, ehemaligen Frankfurter Spielerinnen
Heidi Mohr und Katharina Lindner wurde das Spiel angepfiffen. Es war die Begegnung
Nr.55 zwischen Frankfurt und Potsdam – Tradition pur.

Auch die ehemalige
Bundestrainerin Sylvia Neid und „Natze“ Nadine Angerer weilten unter den
angeblich 1700 Zuschauenden. Das Stadion, dessen Größe mit dem „Karli“
vergleichbar ist, wirkte irgendwie leerer als die genannte Zahl.

Potsdam startete sehr gut ins
Spiel, ergriff sofort die Initiative und wirkte spielbestimmend. Diese
Überlegenheit wurde auch belohnt, als Rahel Kiwic („Ausländerin“) in der 12.
Minute zum 1:0 einköpfte. Ihre Frisur erschien heute besonders hochgesteckt;-)

Kopfballverlängerungsmaßnahme (Foto: sas)

Ein Torjubel entspann sich im
Potsdamer Fanblock, die Freude und die Zuversicht über einen souveränen Start
in die Rückrunde waren groß. Jedoch waren die Feiergesänge noch gar nicht
beendet, als drei Minuten später das Ausgleichstor durch Marith Prießen
erfolgte.

Torjubel nach dem 1:0 durch Rahel Kiwic (Foto: sas)

Ah ja, so so… Gut, dann
trotzdem weitermachen! Die Potsdamer Antwort sollte dann ein Strafstoß sein,
denn die Schiedsrichterin, die in dieser Partie wenig zeigte, zeigte in der 26.
Minute nach einem Handspiel auf den Elfmeterpunkt. Feli Rauch verwandelte
diesen souverän: 2:1 für Potsdam.

Das gab Auftrieb: Ein Potsdamer Eckball
folgte dem nächsten, dagegen ließ der „heißgeliebte“ Frankfurter Eckball-Ruf
„Ecke, Ecke? Tortortor!“ lange auf sich warten. Auch gab es einige Torchancen
für Potsdam, z.B. durch Huth, Prasnikar und Cahynova. Doch es sollte beim
Halbzeitstand von 2:1 bleiben.

Freistoß (Foto: sas)

In der zweiten Halbzeit begannen
die Turbinen eher zerfahren und unwillig. Die spielerische Überlegenheit
verblasste. Man gewann den Eindruck, Frankfurt ins Spiel bringen zu wollen. Das
Mittelfeld wirkte leer, die Laufbewegungen eher statisch, viele Zweikämpfe
wurden gar nicht erst angegangen. Die ersten 20 Minuten schienen kaum
sehenswert und unterhaltsam, sondern plätscherten so dahin. Nur die kaum
nachvollziehbare Schiedsrichterleistung sorgte für „Unterhaltung“. Fouls wurden
auf beiden Seiten nicht gesehen, auch das eine oder andere Abseits nicht. Dafür
durfte der Frankfurter Trainer auf die Tribüne abwandern – und auch Rudi musste
gleich zu Spielbeginn den Pärchenbetrieb einstellen. Denn in der Coachingzone
darf immer nur ein Trainer oder Trainerin stehen. Ja. in Frankfurt kann man immer
wieder etwas dazulernen!

Muss man (frau) nicht pfeifen… (Foto: sas)

In diesem „Geplätschere“ und
„Belagere“ fiel dann eher aus dem Nichts das 3:1 für Turbine Potsdam. Tori
Schalm hatte sich überlegt, ihrer heimatlichen Fangemeinde eine Ehre zu
erweisen und netzte in der 69. Minute mithilfe des Pfostens ein. Das passte!

Nur für euch, liebe Heimatfans!

Aber wie schon beim ersten
Gegentor ließ auch diesmal die Frankfurter Antwort nicht lange auf sich warten:
Bereits vier Minuten später fiel durch Geraldine Reuteler der Anschlusstreffer.

Hmmm – nun galt es, die
3:2-Führung über die verbleibenden 20 Minuten (incl. Nachspielzeit) zu retten.
In der 80. Minute sollte der Doppelwechsel von Bianca Schmidt und Luca Maria
Graf für Praniskar und Schwalm nochmal frischen Wind bringen. Und tatsächlich
kam nun endlich Spannung auf, denn Frankfurt drehte auf und wollte unbedingt
den Ausgleichstreffer. Die Partie wurde kopfloser, es gab mehr Reaktion als Aktion.
In der 87. Minute lief die Frankfurterin Shekiera Martinez allen auf und davon
und erzielte tatsächlich diesen gewünschten Ausgleich.

nieder(und)geschlagen (Foto: sas)

Sprachlosigkeit, Frust,
Kopfschütteln. Wann hatte Potsdam in der Vergangenheit schon mal so klar
geführt und dann die Führung hergegeben. Das ist lange her.

Das Unentschieden erzeugte puren,
knallharten Frust – bei den Spielerinnen wie bei den Fans. Der Wegweiser in
Richtung Champions League – Qualifikation wurde in der 87. Minute demontiert.

Auch, weil die im Anschluss
stattfindende Spitzenspiel zwischen Bayern und Wolfsburg nicht in einem 3:3,
sondern in einem 4:2-Sieg für die Bayern endete.

Ja – die Saison ist noch lang,
Wunder können geschehen, und rein rechnerisch… all diese Floskeln haben ihre
Berechtigung. Den aktuellen Frust beheben sie jedoch nicht.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Saskia Nafe (sas), Susanne Lepke (sule), Peter Tietze (peti)




„VOM WINDE VERWEHT“ UND 3 PUNKTE

Allianz-Frauenbundesliga SC Sand – 1.FFC Turbine Potsdam am 10.02.2019

Im Dezember 2018 fuhren schon einmal Fans nach Sand, um am Spielsonntag wegen starken Schneefalls und Nichtbespielbarkeit des Platzes nach dem Frühstück wieder den Heimweg anzutreten.
Nun gab es diesen Nachholtermin, wieder im Winter, wieder eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Spiel ausfällt.
Aber die Wettervorhersage sah nicht winterlich aus, 13°C tagsüber.

Peter und Mandy waren bereit, noch einmal diese lange Tour von 720 km mit einigen Fans auf sich zu nehmen. Die Unterkunft im Gasthaus zur Krone mit super ausgestatteten Zimmern und der super schwäbischen Küche kann man nur empfehlen.

So nah der französischen Grenze nutzten wir die Gelegenheit, uns die neue Trambrücke über den Rhein in natura anzusehen und einen kurzen Abstecher nach Frankreich zu machen.

Zurück in Sand (Ortsteil von Willstätt, 12 km von der französischen Grenze entfernt) begann es zu regnen. Die Sturmböen waren vom Feinsten – alles andere als ein
angenehmer Fußballsonntag. Zur Eintrittskarte gab es Stadionhefte, soviel man wollte und das Heft passte zum Wetter und war Programm – „Sandsturm“.
Das Orsay-Stadion (bis 2017 noch Kühnmatt-Stadion) hatte noch zwei Neuerungen : einen Kommandoturm mit Kamera und eine große Anzeigentafel (früher wurden die Spielstände mit Papptafeln an einer Wand angebracht).

Schon während der Aufwärmphase sah man, dass dies kein leichtes Spiel wird. Der Wind machte mit dem Ball, was er wollte. Weit geschossene Bälle kamen immer wieder zurück. Das Gespräch der Trainer mit der Schiedsrichterin sah nicht vertrauenerweckend aus, wir befürchteten, dass aufgrund der Sturmböen, das Spiel nicht angepfiffen wird.
Aber es wurde gestartet, Turbine musste in der 1. Halbzeit gegen den Wind spielen. So war es nicht verwunderlich, dass wir nach 2 Minuten schon im Rückstand waren. Lisa
hatte keine Chance, sie konnte nur zusehen, wie der Ball vom einer Böe ins Turbinetor getragen wurde. Die Turbinen steckten aber nicht auf, waren ständig vor dem Sander-Tor präsent, und hatten durch Feli in der 27. Minute endlich auch das erste Tor.

Torschützin Feli

Nach der Pause hofften wir, dass das Spiel mit dem Wind den Turbinen in die Karten spielen müsste. In der 51. Minute schaffte es Lara, aus der zweiten Reihe den Ball
abzuziehen und mit Windhilfe im gegnerischen Tor zu versenken. Leider mussten die Turbinen 8 Minuten später im Getümmel den Ausgleich hinnehmen.
Turbine war die dominantere Mannschaft, hatte aber auch extrem mit den Windböen zu kämpfen.
Sarah erlöste dann alle mit einem Abstaubertor. Die drei Punkte mussten nun nur noch verwaltet werden.

Dankeschön- Foto(sas)

Die Mädels sahen nach dem Spiel aus, als wenn sie eine Schlammschlacht ausgetragen hatten. Völlig durchnässt aber glücklich, trotz der „fast irregulären“ Witterungsbedingungen die 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Nachzureichen ist noch: es waren 268 Zuschauer, davon ca. 20 Turbinefans

Auf der Rücktour nutzten wir in einer Raststätte die Gelegenheit, dort die Auslosung des DFB-Pokal-Viertelfinales live im TV anzusehen.
Leider erfüllte sich unserer Wunsch, und der der Turbinen nicht, nach 4 Jahren endlich mal wieder ein Heimlos zu bekommen.
(Dafür hat wieder der VfL Wolfsburg, die Mannschaft mit dem größten Etat, ein Heimspiel, wie schon in der ganzen letzten Saison)
Wir haben aber eine kurze An- und Abreise, und die Turbinen haben gegen Wolfsburg noch nie aufgesteckt, haben immer gekämpft. …und die Hoffnung stirbt zuletzt!

Am Sonntag gilt es aber erst einmal , gegen den 1. FFC Frankfurt zu gewinnen. Die Wettervorhersage ist: mild 11°C und sonnig (hoffentlich keinen Sturm).

Text: Beatrice Martens
Fotos: Saskia Nafe(sas), Peter Tietze(peti), Beatrice
Martens(bea)

auf dem Weg nach Sand – Foto(bea)




EILT !!! FANSCHAL „HALLENCUP 2019“ WIRD NOCHMALS AUFGELEGT

Der Turbine-Fanshop bot zum 7. Internationalen AOK Turbine-Hallencup
einen Fanschal “ Hallencup 2019″ an, der ein besonderes Highlight  war.
Die limitierte Edition von 50 Stück war so schnell verkauft, die Nachfrage aber hoch.
So hat sich der Fanshop dazu entschlossen, noch einmal in einer kleinen Auflage nachproduzieren zu lassen.
Bis Freitag, den 01.02.2019 kann man online über www.fanshop-turbine.de einen der begehrten Fanschals erwerben. Die  Lieferzeit beträgt dann 4-6 Wochen!




Fantalk am 5. Februar 2019

Fläggchen zeigen (Foto: sas)

Eine Tradition wird wieder zum Leben erweckt:

Pünktlich zum Start in die Rückrunde der Allianz-Frauenbundesliga wird es am 5. Februar nach einer längeren Pause wieder einen Fantalk geben. Wer zu den 2-3 geladenen Spielerinnen gehören wird, bleibt vorerst noch ein Geheimnis, das sicherlich in den kommenden Tagen gelüftet wird.

Beginn: 18.00 Uhr

Ort: Restaurant „Westufer“ (Ort der letzten Weihnachtsfeier), Kastanienallee 22b, 14471 Potsdam

Kommt zahlreich!




Rückblick auf den 7. Internationalen Turbine-Hallencup 2019

Mitfiebern (Foto: sas)

Rausch – und vorbei!

Es war wieder ein berauschendes Fußballereignis, das am vergangenen Januarwochende in der grünen MBS-Arena tobte. Auch die siebente Wiederholung im Zeitalter der aussterbenden Hallenturniere (DFB-Hallenpokal – tot , Frauenturnier in Jöllenbeck- tot) bot Emotionen, Unterhaltung, Spielbrillanz und Herzensfreude. Ohne den Hauptsponsor von der AOK wäre dieses Fußballerlebnis nicht denkbar – vielen Dank!

Doch der Reihe nach:

Bevor überhaupt solch ein Turnier stattfinden kann, bedarf es vieler tatkräftiger und ideenreicher (Sponsoren-) Hände hinter den Kulissen. Auch auf die Fans war in diesem Jahr wieder Verlass, denn die Anzahl zupackender Hände, die am Vortrag des Turnierwochenendes beim Aufbau mithalfen, hatte sich vergrößert.

Nun konnten die Spiele am Samstag beginnen!

Nach dem Einzug der Mannschaften aus acht verschiedenen Ländern: Österreich, Ungarn, Polen, Litauen, Serbien, Tschechien, Schottland und Deutschland wurde der 7. Internationale Turbine-Hallencup vom Vereinspräsidenten Rolf Kutzmutz, dem Oberbürgermeister Mike Schubert und der AOK-Hauptsponsorin eröffnet. Im Zeitalter der aussterbenden Hallenturniere (DFB-Hallenpokal = tot, Frauenturnier in Jöllenbeck nach 38 Jahren = tot) gilt es, dieses Glückszahl-Ereignis zu zelebrieren und zu erhalten.

Auch galt es, zwei besondere Torbienen zu ehren. Svenja Huth wurde deutschlandweit von den Fans als beste Nationalspielerin geehrt. Und Sarah Zadrazil zählt zur besten Spielerin Österreichs.

Auch die Weltfußballerin Nadine Keßler kam zu Wort.

Und zwei neue Mitglieder wurden in den Kidsclub von Turbine Potsdam aufgenommen.

Und dann ging es mit dem Eigentlichen endlich los: Der sportliche Teil des ersten Turniertages kauerte gebannt in den Startlöchern. In zwei Gruppen wurden alle Spiele gegeneinander ausgeführt und auch noch die ersten Gruppenspiele der Rückrunde ausgetragen.

Das Legendenspiel

Die Idee des Legendenspiels war genial und stellte das Highlight des Turnierwochenendes dar! Die ganz Getreuen unter den Turbinefans gerieten außer Atem und der gleichmäßige Herzrhythmus in Gefahr, denn beliebte ehemalige Torbienen hatten ihr Kommen angekündigt. Ein pure Wiedersehensfreude war das und eine grandiose Unterhaltung, als das Legendenspiel: Blau gegen Rot angepfiffen wurde. Nun sollen die Bilder sprechen:

Das Teamfoto des Legendenspiels (Foto: sas)

Diese Idee eines Legendenspiels kann zur Tradition werden! Es gibt doch noch sooo viele tolle Ex-Turbinen, die diesmal ohne Ball am Spielfeldrand standen oder sich noch nicht auf den Weg nach Potsdam gemacht haben.

Und während die Turnierspiele so dahin gespielt wurden, kam man als Fan kaum zum Gucken, denn die Ablenkungsfallen waren riesig groß:

Drei Legenden-Trikots wurden versteigert und von den legendären Spielerinnen persönlich an die Fans überreicht.

Am Ende des Tages wurden die zehn lukrativen Gewinne der Tombola von einer kleinen Losfee ausgelost. Den Losverkauf hatte der Fanclub vorher eifrig vorangetrieben.

Der zweite Turniertag

Imposant verlief auch der zweite Turniertag. Die restlichen Gruppenspiele wurden ausgefochten – und Turbine Potsdam schaffte es mit etwas Glück aufgrund des besseren Toreverhältnisses auf den zweiten Gruppenplatz.

Die Hauptrunde wurde gespielt, angereichert mit einer Prise Neunmeterschießen, um die Platzierungsspiele und die Finalspiele festzulegen.

Bevor es in die Platzierungsspiel- und Finalrunde ging, wurde Schokolade an den Mann oder Frau gebracht und zum Prager Geburtstag gratuliert.

Auch wurde in die Kamera gelächelt…

Lächeln für die Kamera (Foto: sas)

Schön – schöner geht’s nicht (Foto: sas)

… und unerwartet musiziert. Das „Collegium Musicum“ war der Idee ihres Dirigenten gefolgt, der vor ein paar Monaten mal „Karli“-Luft geschnuppert hatt. Mit großem Chefvertrauen wagten sich die Musiker_innen in diese ungewöhnliche Konzerthalle getraut. Auch die Fußballfans glaubten nicht ihren Augen zu trauen, als sie den Vorbereitungen zusahen.

Das Experiment, etwas zu verbinden, was eigentlich nicht zusammengehört, gelang!

Nach den Platzierungsspielen um Platz 5-8 folgte das kleine und das große Finale. Hierbei überraschte die polnischen Gäste (und deren euphorisch anfeuernde Fans) mit ihrer Leistung. Für die treuen Hallencup-Teilnehmerinnen aus Österreich war das Ergebnis dagegen eher enttäuschend. Jedoch gibt es mindestens zwei motivierende Gründe, sich auf den Weg nach Potsdam zu machen, um am Turbine-Hallencup teilzunehmen: Das sportliche Ziel und die besondere Atmosphäre.

Somit fühlte es sich alles andere als fatal an, als die im Finale stehenden „Torbienen“ am Ende das Spiel eindeutig 1:4 gegen Sparta Prag verloren. Gastfreundlicher geht’s nicht, als den Pokal den Gästen zu überlassen.

Die Siegerehrung

Gewinnerteam des 7. Turbine-Hallencups (Foto: sas)

Rausch – und vorbei!

Das war der 7. International Turbine-Hallencup – gespickt mit Spannung, Fanfreude, netten Begegnungen und einem herzlichen Miteinander! Bewahren wir uns diese Turniertradition!

Herzlichen Dank sagt der Fanclub allen Menschen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben: ob geldgebend, ob zupackend, ob wortverbindend oder ob aufmerksam zuschauend.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Saskia Nafe (sas), Susanne Lepke (sule), Gunter Schmidt (gus), Tobias Uhrig (tobu), Marco Haase (maha)

Potsdam, 29. Januar 2019