eine halbzeit zum warmwerden und eine zum berauschen

C-Juniorinnen-Landespokal/Viertelfinale: SpG Fürstenwalde/Woltersdorf – Turbine Potsdam III 0:9

23.2.2019 von Micha

Bei zwei Gelegenheiten sah ich unsere C3-Mädels in dieser Saison im Mädchenspielbetrieb (sonst spielen sie ja gegen Jungs): Beim (mich nicht gerade überzeugenden) Pokalauftritt in Cottbus und bei der Futsal-Meisterschaft, wo sie mich hingegen voll überzeugten. Welches Gesicht würden sie heute zeigen ? Entsprechend der Regeln dürfen zwei Spielerinnen des Jahrgangs 2003 im Kader sein, aber nur Eine davon auf dem Feld stehen. Wie in Cottbus waren dies heute Darleen und Maxi, die auch je wieder eine Halbzeit spielten. Nur sah das heute in der zweiten Halbzeit bedeutend besser als in Cottbus aus. Auch meinte Franzi nach dem Aufwärmen scherzhaft: sie hätte ihr Kontingent an Pfosten- und Lattenschüssen schon bei der Erwärmung aufgebraucht (jeder konnte sich an die Futsal-Meisterschaft erinnern) und versprach dafür, heute auch zu treffen. Aber Eins nach dem Anderen:

Der Motivationskreis

In der Anfangsphase war den Turbinen anzusehen, daß sie zu allererst Sicherheit in ihr Spiel bringen wollten. Dies gelang auch und so setzten sie mehr und mehr Akzente nach vorn. So gab’s eine schöne Szene durch Mary: sie ging bei einem Freistoß der SpG dazwischen, nahm Fahrt auf und spielte den Ball Fefe genau in den Lauf. Leider ging deren Schuß dicht daneben. Stück für Stück hatten unsere jungen Ladies das Sagen auf dem Feld. So gab’s in der 14./15. Minute nicht weniger als 5 (!) dicke Chancen für unsere Mädels. Aber entweder war ein Fuß dazwischen oder bei der Keeperin der Gastgeberinnen war Endstation.
Auch wenn das Endergebnis es nicht verrät: diese Keeperin war mit Abstand die Beste ihres Teams und verhinderte Schlimmeres. Sie schien 1000 Hände bzw. Füße zu haben und brachte so hier und da unsere Mädels auch ein bisschen zum Verzweifeln. Aber nach 16 Minuten war auch sie machtlos, als Franzi ihr Versprechen einlöste und aus dem Spiel heraus einen zweiten Ball zur 1:0-Führung für unsere Turbineladies einschob. Der Anfang war also gemacht, nun ging es um’s „Nachlegen“. Nach einem schönen Zusammenspiel mit Franzi verfehlte Jona’s Schuß das Tor nur knapp. Franzi selbst hatte noch zwei tolle Aktionen, die aber auch zwei tolle Reaktionen der gegnerischen Keeperin hervorriefen. So blieb’s bei aller Überlegenheit beim Pausenstand von 1:0 für unsere Mädels. Mir fiel auf, daß sich teilweise Alles über rechts abspielte und so die linke Seite oft verwaist war. Auch versuchten es unsere Mädels zu oft durch die Mitte und vergaßen das Flügelspiel. Da war also noch Luft nach oben. Manch Umstehender ärgerte sich, daß unsere Mädels das 2:0 nicht nachlegten. Ich sah das nicht so eng, hatte ich doch speziell im Pokal nach 2:0-Pausenführungen schon die dollsten Dinger erlebt. Mir war wichtiger, daß hinten die Null stand. Dafür sorgte eine stabile Abwehrreihe, aus der Darleen noch herausstach. Immer wieder stopfte sie im entscheidenden Moment Löcher und blockierte so die Passwege der Gegnerinnen.

Alle auf einem Haufen

Fefe (4) beim Einwurf auf Mary

Darleen schließt die Lücke

„Die 4er-Bande“ (links:Fefe)

Wie schon in Cottbus stellten die Trainer Chris Helwig und Marco Zastrow zur zweiten Halbzeit um und brachten Maxi für Darleen. Und das sollte sich diesmal auszahlen (ohne dabei Darleen’s Leistung in irgend einer Weise zu schmälern). Heute ließ Maxi keinen Ball verspringen und erwies sich so als Belebung für Turbine’s Angriffsspiel. Nachdem zunächst Franzi einen Kopfball ( nach Lya-Flanke) knapp drüber setzte (38.), begann Maxi’s Zeit. Nach Franzi-Vorlage konnte die Keeperin Maxi’s Schuß noch abwehren. Den zweiten Ball setzte Maxi dann aber zum 2:0 in die Maschen (40.). Als sie dann eine Minute später ein Solo mit dem 3:0 abschloß, war klar, wo heute der Hase hinläuft. Erst Recht, als Lya in der 43. Minute über links kam, präzise nach innen flankte und Eva am langen Pfosten nur noch den Fuß hinhalten brauchte – 4:0. Aus meiner Position sah es so aus, als wenn Eva sich erschrak, als sie einnetzte und entschuldigend die Arme hob. Sah irgendwie lustig aus.
Hier muss mal erwähnt werden, daß die Gastgeberinnen kaum wechseln konnten und aufgrund von Verletzungen am Ende nur noch sechs statt acht Feldspielerinnen auf dem Platz standen. Zwar nahm auch Trainer Chris mit Jona eine Spielerin runter, aber auch vor diesem Hintergrund muß man das Endergebnis sehen. Das lag aber nicht etwa an einer unfairen Spielweise der Turbinen. In ihrer Jungsliga werden sie sicher nicht mit Samthandschuhen angefasst und haben eigentlich nicht viel zu lachen. Aber heute sah man, was sie inzwischen gelernt haben: Zweikampfverhalten ! Nicht unfair, aber auch nicht zurücksteckend. Das hat mir dann doch imponiert.
Man muß der SpG zugute halten, daß sie nicht aufgab und versuchte, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Aber ’ne richtige Torchance ihrerseits hab‘ ich eigentlich nicht gesehen. Anders bei den Turbinen: nun glänzte Maxi auch als Vorbereiterin. Einen Einwurf brachte sie zu Franzi. Die zog los, ging im Slalom durch die gegnerische Hintermannschaft und lochte zum 5:0 ein (49.). Innerhalb der nächsten zwei Minuten erhöhten Lya mit einem zweiten Ball nach Maxi-Versuch auf 6:0 und Mary nach einem Solo auf 7:0. In den Minuten 58 und 59 erzielte Lya zunächst nach einem Solo das 8:0 und nach Maxi-Vorarbeit den 9:0-Endstand. Müßig zu erwähnen, daß da noch ’ne Menge liegen blieb. Aber, wie bereits erwähnt, mjachte die SpG-Keeperin durch Wahnsinnsreflexe (oft im 1:1) Vieles zunichte. Aber was soll’s ? Unsere Mädels stehen im Halbfinale und nur Das zählt !

Eva (2) auf der Flanke

Schon wieder ’n Tor

Der nächste Angriff rollt

Nun meinte nach dem Spiel Mary’s Papa zu mir: ich sollte erwähnen, daß unsere Turbinen hätten höher gewinnen müssen. Von der Sache her hat er ja völlig Recht. Aber zum Einen hatten die Mädels der SpG Fürstenwalde/Woltersdorf eine 1A-Keeperin. Und zum Anderen sehe ich Das differenzierter: klar habe ich ein tolles Spiel unserer Mädels gesehen. Aber es war kein Ligaspiel, wo es am Ende vielleicht auf’s Torverhältnis ankommt. Im Pokal ist es egal, ob Du 5:0 oder 15:0 gewinnst. Da zählt nur der Sieg. Klar muss man auch gegen solche Gegner mit der nötigen Konzentration zur Sache gehen. Aber ich für meinen Teil war oft genug dabei, wenn ein Turbineteam mal kräftig auf die Mütze bekam. Ich kann also nachempfinden, wie man sich dann als Gegner fühlt. Da kommt dann auch Mitleid ins Spiel. Wenn man bedenkt, daß die SpG das Spiel in Unterzahl beenden musste und sich trotzdem bis zum Schluß nach Kräften wehrte, so ist es für deren Kopf bestimmt wichtig, daß es nicht zweistellig wurde. Und so ist es auch gut.
Nichts desto trotz haben mir unsere Mädels heute wieder Freude bereitet. An der Seite von Chris Helwig und Marco Zastrow waren dies: Amy „Amy Lu“ Linstedt (TW), Eva Wuttich, Felina „Fefe“ Rüchel, Isabel „Isi“ Wagner, Nele Brüggemann (SF), Maxine „Maxi“ Schwarz, Mary Krüger, Lya Bergemann, Jona Leske, Franziska „Franzi“ Helmke, Laura Jesse sowie Darleen Tänzler.
Nun heißt es, unserer C3 am 2.März kräftig die Daumen zu drücken. An diesem Tag werden sie in Sandersdorf das Land Brandenburg bei der NOFV-Futsalmeisterschaft vertreten. Dorthin werde ich die Mädels begleiten. Zwar sind sie dort krasser Außenseiter, aber ich konnte mich beim Turnier von Union Berlin davon überzeugen, daß man auch als Außenseiter seine Möglichkeiten hat. Und es heißt ja nicht umsonst: „Du hast keine Chance, also nutze sie !“.




Turbinchen in Siegerlaune

Turbine D2 – Brandenburg Süd 05 5:1

27.5.2018 von DJ Edison

An diesem Sonntag wollte ich eigentlich „auf blau“ machen, doch daraus wurde nichts, denn früh morgens trat unsere D2, gecoacht von Bettina Stoof, gegen Brandenburg Süd 05 auf dem neuen Kunstrasenplatz in der Waldstadt an. Zunächst wurde Jette ins Tor geschickt, die in Halbzeit 1 Celine vertritt. Dann wurde das Spiel angepfiffen und es waren erst 30 Sekunden (!) vorüber, als es im Kasten der Gäste klingelte. Jolien setzt sich durch und erzielt das 1:0 für unsere Turbinchen. Holla, das ging aber schnell. Aber nun gut. Drei Minuten später die nächste Gelegenheit fur unsere Mädels, als sich Jolien schön freispielte und Pauli bediente, doch sie verzog nur knapp. In der 6. Minute jedoch musste Jette hinter sich greifen. Ein strammer Schuß einer Gästespielerin brachte den 1:1-Ausgleich. Nun ja, es war ja noch alles offen und unsere Turbinchen gingen, trotz der subtropischen Temperaturen (28º Celsius), recht forsch zur Sache und erspielten sich mehrere Torgelegenheiten. So z.B. in der 16. Minute, als Elli sich über die linke Seite durchsetzte und knapp den Kasten verfehlte. Sechs MInuten später war Elli wieder vor dem Tor, aber bei der gut aufgelegten Torhüterin der Gäste war doch dann Endstation. In der 26. Minute zeigte Jette ihr Können nach einem Schuß einer Gstespielerin, die den Ball halbhoch Richtung Tor beförderte. Der hätte gepasst ! Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Jolien nur die Querstange und so ging es mit dem 1:1-Ausgleich zur Pause.
In Halbzeit 2 nahm Bettina Jette aus den Tor und schickte Celine rein. Zunächst war es ein ausgeglichenes Match, doch dann in der 35. Minute setzte sich Johanna schön über rechts durch, bediente Elli und sie schob zum 2:1 aus Turbinesicht ins lange Eck ein. Von nun an kamen unsere Mädels besser ins Spiel. In der 42. ein schöner Vorstoß von Maxi über links, zog ab und traf nur „Holz“. Zwei Minuten später eine kleine Jolien-Gala. Sie erzielte innerhalb von zwei Minuten zwei Tore und erhöhte so auf 3:1 und 4:1 für unsere Mädels (44.+45.). Zwischenzeitlich wurde Mille eingewechselt und sie erwies sich als Joker. In der 47. Minute hatte sie eine Torchance, nach Vorlage von Elli, doch der Ball zischte knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später war Jolien, nach Zuspiel von Mille, wieder vor dem Gästetor und schob zum 5:1 ein – ein lupenreiner Hattrick von Ihr. Damit noch nicht genug, denn unsere Mädels waren zu diesem Zeitpunkt spielbestimmend. Brandenburg versuchte zwar noch ein bisschen Ergebniskosmetik zu betreiben, aber bei der gut gestaffelten Defensive um Fritzi und Lucy war meist Feierabend. Zwei Szenen hatte ich noch notiert: in der 51. Minute kam Mille gefährlich vor’s Gästetor, zog ab und der Ball krachte an den Querbalken. Das war ein Knall ! Und in der 59. Minute hatte sich Jolien eine Chance erarbeitet, aber bei der Torhüterin war Schluß. So endete das Spiel mit 5:1 zugunsten unserer Turbinchen.
Nun ja, bei diesen Temperaturen haben unsere Mädels ein ordentliches Spiel abgeliefert. Die erste Hälfte na ja, die zweite Hälfte war mehr oder weniger fast einseitig, wobei die Gäste auch Chancen hatten, aber bei Celine im Kasten und bei unserer Defensive war meist Endstation. So geht m.E. der Sieg auch voll in Ordnung. Trainerin Bettina Stoof trat mit folgenden Mädels an: Henriette „Jette“ Grahlmann (2.HZ Celine Bunde), Maxi Schudek, Aimie Appel, Paulina „Pauli“ Grüne, Ellena „Elli“ Frieden, Friederike „Fritzi“ Knabe, Milaine „Mille“ Schewitza, Johanna Thobe, Jolien Franek sowie Lucy Thiermann.




…..und dann war da pure freude

Challenge-Cup des SV Adler Berlin für D-Juniorinnen

10.5.2018 von Micha

Was macht ein Turbinefan an Himmelfahrt? Na ja, es gibt ja Kerle, die sich bis zur TGL (Totale GehirnsLähmung) zuschütten, weil sie denken, dies wäre männlich. Erwachsene hingegen nutzen den Tag zur Arbeit in Haus und Garten und feiern abends trotzdem. Immer mehr wird er auch als Tag mit der Familie genutzt. Kurzfristig erfuhr ich von o.g.Termin in Berlin-Lichtenrade. Also warf ich meine Pläne für den Tag über den Haufen und machte mit der D1 einen „Familienausflug“ zu den Berliner Adlern. Parallel zum Challenge-Cup veranstalten die Adler auch den „Champions-Cup“. Brei allen Fortschritten, die unsere D1 im Saisonverlauf nachgewiesen hat, wäre eine Teilnahme dort aber noch eine Nummer zu groß gewesen. Selbst die U13 des VfL Wolfsburg (als Team mit dem bekanntesten Namen) kam unter den 12 Teams nicht über den 7. Platz hinaus. So trafen unsere Turbinen beim Challenge-Cup auf die zweiten Mannschaften von vier Berliner Vereinen. Gespielt wurde Jeder gegen den mit Hin – und Rückspiel bei 1×12 Minuten. Da es aber auch ein 4-Tage-Wochenende war, waren nicht alle Spielerinnen an Deck. So musste die D1 u.a. auf Keeperin Ditte verzichten. Aber ihre Vertretung Mathi machte einen guten Job. Im Feld bekam die D1 Verstärkung von C2-Spielerin Amy „A.K.“ Kroh. Altersmäßig kann sie ja noch U13 spielen und sie war ein Gewinn.
Erster Gegner waren die Mädels von Borussia Pankow, so was wie mein Heimatverein, bin ich doch selbst Pankower. Für unsere Mädels ging’s darum, gut ins Turnier zu kommen. Sie hatten sofort die Oberhand und spielten sich Chancen heraus. So scheiterten A.K. nach einem Alleingang, Leo (nachdem sie einen Abstoß abfing) sowie Anny nach schönen Zusammenspiel mit Svenja jeweils knapp. Schade, das Runde wollte nicht ins Eckige. Aber was unsere Mädels heute durchgehend auszeichnete, war die Arbeit gegen den Ball. Da wuren besonders im Mittelfeld die Zweikämpfe angenommen und auch gesucht. Das entlastete die Abwehr, so daß die Borussia gar nicht in Tornähe kam. Auch wenn dieses Spiel 0:0 ausging, hatte ich das Gefühl: hier geht heute was. Das zeigten unsere jungen Turbineladies dann im nächsten Spiel gegen Blau-Weiß Berolina Mitte. Beide Teams gingen gleich voll zur Sache und jeder hatte ’ne Chance. Nachdem Mathi sich in der 3. Minute lang machen musste, versuchte es A.K. in der 6. zweimal, aber Berolina’s Keeperin war auf dem Posten. Wie zuvor zeichneten sich unsrere Mädels auch in diesem Spiel durch gute Defensivarbeit aus. Das machte sich dann in der 10. Minute bezahlt: Sophie setzte sich im Mittelfeld in einem Zweikampf durch, nahm den Ball gut mit und bediente mit einem genauen Zuspiel die freistehende Svenja – 1:0. In der Schlußminute zeigte A.K. ihr Können, als sie von außen den Ball hoch ins lange Eck zum 2:0-Endstand jagte. So starteten unsere Turbinen gut ins Turnier und ihre Gesichter strahlten Zuversicht aus.
Der dritte Gegner hieß dann SV Buchholz, ein benachbarter Ortsteil von meinem Zuhause. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Die ersten 5 Minuten gehörten unseren Turbinen, ohne aber die entscheidenden Vorteile zu erzielen. So kam der SVB mehr ins Spiel und hatte seinerseits Chancen, von denen er eine in der 8. Minute zur 1:0-Führung nutzte. Zwar versuchte es Svenja später nochmal, aber in diesem Spiel musste sich unsere D1 0:1 geschlagen geben. Nun ja, noch war ja Alles drin. Im letzten Hinspiel trafen die Turbinen dann auf die Gastgeberinnen vom SV Adler Berlin. Es war wieder so ein Hin und Her wie zuvor. Einen zweiten Ball durch A.K. nach einer Ecke konnte die Keeperin nur mit Mühe abwehren. Auch Mathi auf der Gegenseite bekam zu tun und stand goldrichtig. So nach der Hälfte der Spielzeit neigte sich die Waage aber zugunsten unserer Turbinen. Zunächst fing Helena einen Abstoß ab und schoss sofort – da fehlten nur Zentimeter ! In der 10. Minute ein schöner Spielzug: Leo setzt sich im Mittelfeld durch und schlug einen schönen langen Ball nach rechts auf AK. Diese sah Eva am langen Pfosten stehen. Eine genaue Flanke – und Eva brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten – 1:0. Die letzte Möglichkeit gehörte auch unseren Mädels: einen Anny-Freistoß ließ die Keeperin prallen, Sophie war zur Stelle – und wieder fehlten nur die berühmten Zentimeter. So wurde dieses Spiel 1:0 gewonnen und für mich hatte sich bis hierher das Kommen längst gelohnt. Ich sah doch eine andere Turbinemannschaft, wie noch zu Saisonbeginn. Vor Allem sah man, daß die Mädels nach den ersten Erfolgen in der Liga (u.a. ein 3:3 nach 0:3-Rückstand gegen Babelsberg 03) den Kopf frei haben und auch über ein großes Kämpferherz verfügen.


Der Ball schwebt


Was führt A.K.(9) im Schilde?

Etliche Spiele endeten Remis. So war klar, daß unsere Turbineladies mit 7 Punkten richtig gut dastehen. Dieses Bewusstsein sah man auch den Gesichtern der Mädels. Aber jetzt kam die Rückrunde. Würden die Turbinen so weiter machen können? Mittlerweile war es auch zienlich warm. Aber die D1 hatte (wie man so sagt) einen Lauf und so stieg natürlich auch das Selbstvertrauen. Und das zeigten sie dann auf dem Platz ! Zunächst ging es gegen Berolina Mitte. Nach drei Minuten zeigten sie, was ich meine: einen Berolina-Angriff konnte Helena erfolgreich stören und leitete sofort den Gegenangriff ein. In dessen Verlauf kam der Ball lang auf Emi, die überlegt ins lange Eck zum 1:0 vollendete. Zwei Minuten später versuchte es A.K. mal von j.w.d., aber leider ging der Ball knapp vorbei. Auffallend war auch bis hierher: unsere Mädels kämpften um jeden Ball ! Trotzdem konnten die Gegnerinnen ja auch Fußball spielen und nutzten so in der 8. Minute eine Gelegenheit durch einen Schuß ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich. Als es dann in der 10. Minute nochmal vor’m Turbinetor „brannte“, konnte Anny die Situation bereinigen und so endete dieses Spiel 1:1. Dann stand das Rückspiel gegen den SV Buchholz an und die Frage war: können unsere Mädels den Spieß umdrehen nach dem 0:1-Hinspiel? Sie konnten ! …..und ließen die Gegnerinnen nicht zur Entfaltung kommen. Schon in der ersten Minute zeigte Svenja eine wunderschöne Ballmitnahme. Ihr Schuß aus der Drehung sah aber die Keeperin auf dem Posten. Nach 4 Minuten die nächste Chance. Diesmal war es Romy, die den Ball klasse behauptete. Sie gab weiter zu A.K. und nach einem Flachschuß ins lange Eck stand es 1:0 für Turbine. Zwei Minuten später zog Romy einfach mal ab – ihr Schuß flog knapp am Lattenkreuz vorbei. Unsere D1 dominierte das Spiel, ließ in der Folge aber ihre Chancen überhastet liegen. Da wollten sie wohl zuviel. So blieb’s beim 1:0. Bis hierher verkniff ich mir jedweden Blick auf die Tabelle. Aber nun musste ich doch mal draufschauen und es sah gut aus. aber noch waren ja auch zwei Spiele zu absolvieren. Zunächst war Borussia Pankow der Gegner. Dieses Spiel zeigte unseren Mädels, daß sie in ihrer Konzentration nicht nachlassen dürfen. Nachdem Borussia in der 2. Minute einen Warnsachuß abgab, schnürten unsere Turbinen die Gegnerinnen zwar ein, aber im Torabschluß tauchte Kollege Schlendrian auf. Hannah fing einen Abstoß ab – stand völlig frei und schoß vorbei. Oje !! Helena zeigte ein herrliches Solo und zog ab – die Keeperin bekam grad noch so den Fuß dran. Den zweiten Ball konnten die Turbinen leider nicht unter Kontrolle bringen. Nachdem dann ein schönes Zusammenspiel zwchen Hannah, Leo und Svenja bei der Keeperin endete, ging dieses Spiel mit 0:0 aus.
Nun begann das Rechnen. Im letzten Spiel gegen die Gastgeberinnen vom SV Adler Berlin hätten sich unsere Mädels sogar eine 0:1-Niederlage leisten können. Aber darauf hatten sie keine Lust, sondern wollten ihren Schwung beibehalten. So ging eine Svenja-Chance nach Sophie-Vorarbeit nur knapp vorbei. Es wurde ein Kampfspiel, denn auch die Adler konnten dieses Turnier noch gewinnen. Aber dann in der 7. Minute zog A.K. mit Ball am Fuß los und besorgte per Flachschuß das 1:0. Damit waren die Messen gelesen, denn unsere Mädels machten überhaupt nicht den Eindruck, daß sie hier noch was anbrennen ließen. Mit der Führung im Rücken hatten sie auch mehr zuzusetzen. So hatten A.K. und Eva noch eine Doppelchance, aber die Keeperin konnte 2x parieren. Also endete dieses Spiel mit 1:0 für unsere Turbinen und das hieß: TURNIERSIEGER !! Leider verletzte sich Helena im letzten Spiel am Fuß und konnte nicht mehr laufen. Aber Gott sei Dank ist nichts gebrochen. Gute Besserung, Helena !
Wie lautet nun mein Fazit? Zunächst war’s die richtige Entscheidung, den „Vatertag“ mit der „Turbinefamilie“ zu verbringen. Ich hatte doch viel Freude an unseren Mädels. Immer mehr teile ich auch die Einstellung von Trainer Mike Mrohs. Ihm sind Ergebnisse zweirangig. Er will sehen, daß sich die Mädels entwickeln und seine Vorgaben umsetzen. Ich war zu Saisonbeginn dabei, und wenn ich die Mädels heute sehe ……Mike hatte Recht. So nahm er den Druck von den Mädels und sie geben es ihm jetzt in Form von Erfolgen zurück. Natürlich erwies sich A.K. als Glücksgriff. Mit ihrer Erfahrung (sie spielt ja auch Landesauswahl) war sie heute Führungsspielerin und dabei Eine, die die Bezeichnung auch verdient. Absolut keine Allüren nach dem Motto: „ich mache Alles selbst !“ Klar, wo es sich anbot, zeigte sie manche Einzelaktion. Aber sie war sich auch nicht zu schade, für’s Team die „Drecksarbeit“ (sprich: Defensivaufgaben) zu verrichten. Eine Teamplayerin ! …..die so auch das gesamte Team mitzog. Nun ja, sie traf auch nicht auf unbekannte Mitspielerinnen. Mit Mathi, Sophie, Romy und Eva hat sie schon in verschiedenen Turbineteams zusammengespielt. Und was auch nicht unerwähnt bleiben darf: Betreuerin Nicole Nolte (Svenja’s Mama) wies mich mal auf den starken Teamgeist hin, der in der Truppe herrscht. Dies war auch heute zu merken. Schaut euch die Fotos unten an. Sie zeigen glückliche Turbinegesichter, die ihren ersten großen Erfolg feiern konnten ! Den heißt es aber nun bestätigen. Daß sie auf dem richtigen Weg sind, haben sie heute bewiesen. Und so sah’s am Ende aus:

1. Turbine Potsdam 6:2 Tore 15 Punkte
2. Berolina Mitte 5:5 Tore 11 Punkte
3. Adler Berlin 4:5 Tore 9 Punkte
4. SV Buchholz 2:3 Tore 8 Punkte
5. Borussia Pankow 2:4 Tore 7 Punkte

Trainer Mike Mrohs, Betreuerin Nicole Nolte sowie die Eltern und meine Wenigkeit waren heute besonders stolz auf: Mathilda „Mathi“ Stern (TW), Emelie „Emi“ Kreuzer, Sophie Daniel, Hannah Heyne, Leonor „Leo“ Müller, Eva Börndorfer, Amy „A.K.“ Kroh, Anny Dethloff, Helena Heymann (SF), Svenja Nolte sowie Romy Downer.
Apropos Teamgeist: Die Siegerehrung konnte Kapitänin Helena aufgrund ihrer Verletzung nicht mitmachen, sondern schaute auf einer Bank sitzend zu. Aber nachdem Jede ihre Medaille hatte und der Siegerpokal überreicht war, ging das Team sofort zu Helena, um ein vernünftiges Siegerfoto zu machen. So handelt ein Team ! Da hatte dann selbst der Wettergott ein Einsehen. Erst als die Siegerehrung beendet und alle Fotos geschossen waren, schickte er einen kräftigen Gewitterschauer auf die Erde. Das tat aber der guten Laune beim Turbineclan keinen Abbruch.


Bei der Siegerehrung
„Turbine…..Potsdam“


Dieses Foto sagt mehr als 1000 Worte


Strahlende Sieger:
h.v.l.: Anny, A.K., Leo, Romy, Hannah, Eva
v.v.l.: Sophie, Helena, Mathi, Emi, Svenja,




Kuchen essen gegen Essen – damit der Turbine-Nachwuchs nicht hungert

Dass die Turbinefans nicht nur brüllen, sondern auch backen können, zeigten sie pünktlich zur Sonntagskaffeezeit im „Karli“. Nach dem Motto „Kuchen essen gegen (SGS) Essen“ sammelten sie am 29. April in einer geplanten Spendenaktion Geld für den Turbine-Nachwuchs. Die Aktion wurde ein voller Erfolg, denn das prallgefüllte Kuchenbuffet war bereits in der Halbzeitpause leergefegt – und in der Spendenbox lagen sage und schreibe satte 1003,50€!

Ein herzlichen Dankeschön allen Kuchenbäcker/innen, Kuchenverkäufer/innen, spendenden VIP-Lounge-Gästen und Stephan Schmidt für die organisatorische Unterstützung. Danke auch dem Stadion-Caterer, der diese Aktion tolerierte.

Text: Susanne Lepke

Fotos: Susanne Lepke, Jens Schröder

 




Trainer der B III bittet um fan-omänale Unterstützung

Liebe Turbinefans,

es ist eingetreten, was wir geplant hatten: Am Sonntag, dem 18.06.2017, um 11.00 Uhr, findet in Kleinmachnow in der Förster-Funke-Allee 106 (Maxim-Gorki-Gesamtschule) unser Finalspiel um die Kreismeisterschaft der B III Juniorinnen statt. Gegner ist der RSV Eintracht 1949. Dieses Spiel muss gewonnen werden, um Kreismeister zu werden!
Dieser Titel soll die Krönung der starken Leistungen unserer Mädels in den letzten 3 Jahren werden. Diese Truppe wird es im nächsten Jahr so nicht mehr geben und ich finde, die Mädels haben es einfach verdient.
Bitte zeigt durch Eure zahlreiche Unterstützung an diesem Tag, dass wir eine große Turbine-Familie sind.

Ich danke Euch im Voraus als Trainer dieser Mannschaft für Eure Unterstützung.

Bis Sonntag!

Mit sportlichen Grüßen

Torsten Ehrke




Erster sieg mit vielen Toren

Punktspiel G-Juniorinnen 1.FFC Turbine Potsdam G – SG Rot – Weiß Groß-Glienicke (m) 19:2

von DJ Edison

Am Dienstag, den 13.10.2015 hatte ich arbeitsfrei und konnte an diesem Nachmittag nach Waldstadt fahren. Offiziell ist an diesem
Tag Training der E- F- und G – Mädchen. Aber an diesem Tag waren die Jungs des SG RW G’Glienicke zu Gast und traten gegen unsere Kleinsten an. Es sind nicht mal zwei Minuten vorgangen, da erzielte Leni nach Vorlage von Lucie das 1:0. Zwei Minuten später
kam Lucie vor’s Tor und lochte zum 2:0 ein. Weitere zwei Minuten sind vergangen und Lucie hätte fast das dritte Tor erzielt, doch sie scheiterte am Keeper der nur abklatschen konnte, den Nachschuß setzte Lucie neben das Tor. Eine Minute später kam dann Lilly vor’s Tor und lochte zum 3:0 ein. Eine Minute später war sie wieder vor’m Tor und schoß das 4:0. In der 10. Minute fielen man sage und schreibe drei Tore: Zuerst war Leni ander Reihe, dann 2x Johanna. und es stand 7:0. Weiter ging der Torereigen: 13. Minute Johanna nach Assist von Lucie zum. 8:0. 14. Minute Lilly zum 9:0, 15. Leni zum 10:0. Zwei Minuten später war Lucie wieder vor dem gegnerischen Kasten, doch sie traf nur Aluminium, aber dann war Leni zur Stelle und erhöhte zum 11:0. Ein Tor fehlte noch zum Dutzend, aber das fiel in der 19. Minute durch Lilly. Mit 12:0 ging es erstmal zur verdienten Pause. Holla, die Waldfee das waren ja sehr gute 20 Minuten.
Nach der Pause waren unsere Mädels wieder am Drücker. In der 23. hatte Lucie die erste Chance, aber sie vergab. Doch zwei Minuten später war sie erneut zur Stelle und markierte das 13:0. Weiter ging das Torefestival: 26. Minute Lucie zum 14:0, 28. Minute Lilly zum 15:0. In der 30. Minute durfte sich auch Mada zum 16:0 mit in die Torschützenliste eintragen, zuvor hatte Lilly noch eine Chance gehabt, doch sie traf nur Aluminium. In der 33. Minute war es erneut Mada, die zum 17:0 einnetzte. Dann war irgendwie die Luft raus und die Jungs kamen sogar über die virtuelle Mittellinie und erzielten in der 35. den Ehrentreffer zum 17:1. Damit nicht genug. Eine Minute später erzielten sie noch ein Tor, diesmal per Fernschuß – 17:2. Schmichi im Kasten der Turbinchen hatte keine Chance, den abzuwehren. Der Ball kam genau unter den Giebel. War’s das ? Nöö. In der 38. erzielte Lilly das 18:2 und kurz vor dem Schlußpfiff landete der Ball vor die Füße von Lilly, die zum
19:2 – Endstand einschob.
Mann war das ein Spiel. Wer das nicht gesehen hatte, der hat echt was versäumt. Unsere Minis haben wirklich ein Bombenspiel abgeliefert. Es war Fußball wie von einer anderen Galaxie. Faszinierend, hätte Spock gesagt. Ich gönne es den Mädels, denn die anderen Spiele, die sie vorher bestritten und bei denen ich zu Gast war, endeten meist zweistellig gegen sie. Heute haben sie ein echtes Achtungszeichen gesetzt und, wie mein kongenialer Partner Micha sagt, die Jungs zum Heulen gebracht. Ferner möchte ich anmerken, daß alle anwesenden Mädels zum Einsatz kamen, auch unsere Jüngste, Elaine Kroh, 5 Jahre alt. Beste Torschützin war Lilly mit 6 erzielten Toren, gefolgt von Leni und Johanna mit jeweils 4 Toren.
Trainerin Kerstin Kroh stellte folgende Mädels auf:

1 – Josephine „Schmichi“ Schmich (Tor)
2 – Elaine Kroh
4 – Mada Ebraham
5 – Leni Niemann
6 – Johanna Böning
8 – Lilly Lenhard
9 – Lucie Bulir




Waren die Töppen nicht geputzt?

B-Juniorinnen-Bundesliga: Magdeburger FFC – 1.FFC Turbine Potsdam 1:0

6.12.2014 von Micha

Zwei Fragen beschäftigten mich am Nikolaustag auf der Fahrt nach Magdeburg: Wie hatte unsere U17 die deftige 2:6-Niederlage gegen Bremen verkraftet und was würde ihnen gegen die bekanntermaßen abwehrstarken Magdeburgerinnen einfallen?
Nun, zunachst gabs ein Deja Vu: wie gegen Bremen hatte der Minutenzeiger noch keine Umdrehung vollendet, als Marie den Ball aus dem Netz holen musste. Ballverlust im Rückwärtsgang, die Abwehr verschätzt sich bei der Flanke und eine Gegnerin konnte sich die Ecke aussuchen – 1:0 für den MFFC. Bei solch einem Auftakt ist es immer schwer, erst recht gegen solch ein Abwehrbollwerk. Nunja, die Gastgeberinnen zeigten wenig Interesse, Offensivfußball zu zeigen. Sie zogen sich in die eigene Hälfte zurück, stellten die Passwege zu und attackierten oft die ballführende Turbine oft zu zweit, Und oft droschen sie den Ball auch planlos weg. So kamen unsere Mädels kaum ins Spiel und trotz gefühlten 80% Ballbesitz im Spielverlauf, notierte ich in den ersten 40 Minuten nur je eine Chance für Katja, Aline und Charlene.
In der zweiten Hälfte wurde es etwas besser. Die U17 versuchte es vermehrt über Standards. So gab es eine Kopfballchance für Rosi und Gina, Charlene und Aline hatten jeweils den Ausgleich auf dem Fuß. Aber wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. Entweder bekam die Keeperin irgendwie noch einbe Hand dran oder der Ball wurde von der Linie gekratzt. Gegen Ende des Spiels versuchten die gastgeberinnen dann doch sicherheitshalber das 2:0 nachzulegen. Bei drei guten Möglichkeiten war aber Marie stets auf dem Posten. So bescherte der Nikolaustag unsere Mädels eine blöde Niederlage. Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Am Einsatzwillen hat es bestimmt nicht gelegen. Aber man hat auch gesehen, wo es noch Defizite gibt. Vielleicht braucht dieser Jahrgang die aktuelle Saison, um zu reifen. Also mögen sie die Winterpause nutzen. Denn im ersten Punktspiel des neuen Jahres am 28.2.2015 kommt Spitzenreiter USV Jena in die Waldstadt. Das hat dann schon vorentscheidenden Charakter.
Und so sieht die Tabelle aus:
1. FF USV Jena 11 24:5 26
2. SV Werder Bremen 10 48:10 23
3. 1. FC Union Berlin 11 39:15 22
4. 1. FFC Turbine Potsdam 11 38:17 21

Für Turbine waren heute dabei: Marie Heinze, Grace Lehwald, Annalena Kaplinski, Aline Reinkober, Gina Chmielinski, Rosalie May, Katja Friedel (SF), Charlene Nowotny, Sarah Scheel, Anna Sophie Frehse und Melissa Kössler.




Änderung zum Spiel 1. FC Union Berlin gegen 1. FFC Turbine Potsdam (U17)

U17 Kreis

Das Spiel findet nicht wie geplant auf dem Sportplatz in der Dörpfeldstraße statt, sondern ist auf den Kunstrasenplatz Bruno-Bürgel-Weg KR1 // Bruno-Bürgel-Weg 63 // 12439 Berlin verlegt worden. Das Spiel findet weiterhin am 30.3. um 14 Uhr statt.




Auswärtssieg vor der Winterpause

Juniorinnen – Bundesliga: SV Werder Bremen gegen Turbine Potsdam 2:3

von Micha

Nachdem das Spiel am ursprünglichen Termin wegen Nebels abgesetzt wurde, machten sich der Turbinetross und ich am Freitagmittag auf dem Weg zum zweiten Versuch. Der Winter begann und daraus resultierende Absagen aus anderen Ligen hinterließen ein mulmiges Gefühl. Jedoch war da schon bekannt, dass in Bremen ein Kunstrasenplatz vorbereitet wird.

Nachdem wir Inga Schuldt am Bremer Hauptbahnhof “ aufgelesen“ hatten (sie kam von einem U-Lehrgang), erreichten wir gegen 19:00 Uhr unsere Herberge. Nach Abendessen und Auspacken wurde der Abendspaziergang auf Wunsch der Mädels in einen Besuch des Bremer Weihnachtsmarkts umgewandelt. Bei aller Disziplin hatten die Mädels mal die Gelegenheit, den Teenager rauszulassen. Naja, waren wir in dem Alter anders?

Am nächsten Morgen hieß es um 7:45 Uhr Frühstück und um 9:00 Uhr ab Richtung Gelände vom Weserstadion. Dort hieß es Platzbegehung. Das U 17-Spiel wurde auf einen anderen Kunstrasenplatz verlegt, der durch Restschneebelag doch sehr rutschig war. Doch damit mussten beide Teams klarkommen, nur gelang es den Werder Mädels wesentlich besser. Vor allem unsere Abwehrspielerinnen kamen anfangs mit dem Boden gar nicht klar. Wie gefährlich Rückpässe auf diesem Boden sind, zeigte sich in der fünften Minute, als Vanessa neben den Ball trat, aber Werder daraus kein Kapital schlagen konnte. Eine Minute später passierte es dann: Werder kam über links, Keeperin und Abwehr waren sich nicht einig und gingen zum Ball. Und zu allem Überfluss schlug Ina den Ball dann auf die andere Strafraumseite – genau einer Werderspielerin vor die Füße, die das leere Tor vor sich hatte – 1:0. Anschließend machte Werder die Räume eng. Unsere Mädels verdauten den Schock und konnten sich eine optische Überlegenheit erarbeiten. Zwingende Chancen blieben jedoch Mangelware. So versuchte es Aylin in der 16. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der jedoch vorbeiging. In der 20. Minute dann der nächste Schock: Werder kam über rechts, Vanessa erwartete eine Flanke und stand zu weit am langen Pfosten. Die Bremer bewies Auge und schickte den Ball in die verwaiste Seite des Tors – 2:0. Trainer Sven Weigang reagierte und schickte Inga Schuldt ins Tor. Sie strahlte in der Folge sehr viel Sicherheit aus. Und wie reagierte das Team? Ein 0:2 auf diesem Boden aufholen? Zunächst behielten sie ihre optische Überlegenheit bei und behielten die Nerven. Den Lohn gab es in der 26. Minute. Einen Pass von rechts konnte die Keeperin nicht wegfausten und ausgerechnet unsere kleine Aylin sprang höher und köpfte den Ball über die Keeperin ins Tor – 2:1. Ein Tor zur rechten Zeit. Die Chance zum Ausgleich bot sich in der 31. Minute, als Jacki eine Flanke von links in den 16er schickte, aber Chey nicht richtig rankam und Doro den trudelnden Ball am langen Pfosten verfehlte. In der 39. Spielminute fuhr Werder einen schnellen Konter über links, jedoch konnte Inga den Winkel geschickt verkürzen und den Schuss glänzend parieren. Unsere Mädels versuchten es auf diesem Boden richtigerweise mit Fernschüssen, jedoch war am Vorabend auf dem Weihnachtsmarkt das Zielwasser wohl schon ausverkauft (grins).

In den zweiten 40 Minuten kam Isy für Doro, was das spielerische Element belebte. Die Mädels zeigten nun, warum sie Herbstmeister sind. Sie zogen ohne Hektik ihr Spiel auf. Nachdem es nach einer Ecke der U17 mächtig viel Gewimmel im Werder-Strafraum gab (42. Minute), konnte Inga nach einem Werder-Konter in der45. Minute glänzen und den Schuss zur Ecke lenken. Die Ecke fing sie sicher weg. Zwei Minuten später zeigte unser „Eckenungeheuer“ Paula, wie man es richtig macht: Der Ball kam flach an den kurzen Pfosten, wo sich zwei Bremerinnen gegenseitig anschossen. Der Ball grinste sich eins und sagte sich: „Dann geh ich mal ins Tor.“ – 2:2. Anschließend schien Werder mit dem Punkt zufrieden und bei unseren Mädels ließen auf diesem Boden auch die Kräfte nach. Trainer Sven Weigang brachte mit Lara nochmal frischen Wind. Es wurde so eine Episode „Lara kam, sah und traf.“. Sie nahm einen Pass auf, dribbelte sich in den 16er und schoss den Ball ins lange Eck – 2:3. In der Schlussminute hätte Tessi auf 2:4 erhöhen können. Sie wuselte sich durch und stand allein vorm Tor. Ihr Schuss ging jedoch knapp drüber. So wird gerade dieses Spiel unseren Mädels Selbstvertrauen für die Saison gegeben haben. Unter schwierigen Bedingungen nach einem 0:2 das Spiel noch zu drehen, setzte Vertrauen in die eigenen Stärken voraus. Und es zeigte auch, was eine klasse besetzte Ersatzbank Wert ist. Dort saßen genau die Mädels, die dem Spiel noch eine Wende geben konnten. Fazit also: Mädels, ihr habt‘s drauf. Und was beim nächsten Mal besser laufen muss, wird Sven Weigang schon sagen. Er sieht als Trainer doch mehr als ich. Ja, und mit 5 Punkten auf Platz 1 zu überwintern, macht mich nicht nur mächtig stolz auf euch, sondern lässt uns und euch ein entspanntes Weihnachten erleben.

Die U17 spielte mit: Vanessa Fischer (21. Minute: Inga Schuldt), Gina Schneider, Ina Tran, Louise Ringsing, Paula Kubusch, Theresa Baum (C), Annika Hofmann (59. Minute Jenny Hipp), Jaqueline Borucki, Dorothea Greulich (41. Minute Isabella Möller), Aylin Göktas (67. Minute Lara Junge), Cheyenne Ostermann.
Tore:
1:0 – 6. Minute
2:0 – 20. Minute
2:1 – 26. Minute: Aylin Göktas
2:2 47. Minute: Eigentor nach Ecke von Paula Kubusch
2:3 – 69. Minute: Lara Junge

Ein Nachtrag noch zum Spiel gegen Wolfsburg: Das 4:0 erzielte Jenny Hipp auf Pass von Isabella Möller.