6 TORE ZUM ANFANG – DFB-POKAL DER FRAUEN, 2. RUNDE SV MEPPEN GEGEN 1. FFC TURBINE POTSDAM

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Vor dem Beginn der Bundesligasaison 2018/2019 stand erst einmal ein Pflichtspiel im DFB-Pokal für die Turbinen an. Gegner war diesmal der SV Meppen, der in der 2. Bundesliga zuhause ist.

Man soll ja keinen Gegner, auch wenn er sonst in einer niedrigeren Klasse spielt, unterschätzen. Allen geht wohl noch die DFB-Pokal-Pleite in der 2. Runde gegen den SV Werder Bremen im Kopf herum.

der Name ist Programm

Der Fanbus startete um 06.00 Uhr, diesmal nicht voll besetzt, aber alle Mitreisende voller Vorfreude.

Gespielt wurde in der Hänsch-Arena, Spielstätte der Männer und auch der jungen 
Frauen. Platzkapazität für 13.815 Zuschauer. Unser Fanbus durfte sogar vor dem Stadioneingang parken. Die Turbinefans saßen zusammen im Block H, links neben der Mittellinie.

Die Mädchen machten ihr Aufwärmtraining, die Fans versuchten zu sichten, wer von den Spielerinnen mit dabei war, und wer vermutlich in der Startelf steht..
Amanda und Klara, sowie unsere Verletzten fehlten.

Der Stadionsprecher gab den Fans auch hier die Gelegenheit, die Namen unserer Spielerinnen laut und deutlich kundzutun, und nicht nur die der Startelf, sondern auch die der Spielerinnen, die auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten.Und er bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung, da er wie er sagte, bei manchen Namen so seine Schwierigkeiten mit der Aussprache gehabt hätte.
Rieke Dieckmann, ehemalige Spielerin beim SVM, wurde sehr enthusiastischvom Sprecher begrüßt. Frank Elvers hatte auch in einigen persönlichen Gesprächen mit SVM-Fans herausgehört, dass der Verein stolz ist, dass Rieke nun im Turbine-Trikot gegen ihre ehemalige Mannschaft hier aufläuft.

Für die Turbinefans gab es nach dem Einlaufen eine Überraschung: Nicht Feli stand bei den Schiedsrichterinnen sondern unsere Svenja. Sie trug die Kapitänsbinde und übergab den Meppenern einen Turbine-Wimpel.Und die Ansprache Svenjas an die Mannschaft war zu hören.
Da wir nach dem Spiel auf dem Heimweg schon den Zeitungsbeitrag im Sportbuzzer lesen konnten, wussten wir damit, dass Svenja von Rudi zur neuen Kapitänin ernannt wurde,und dass Feli die „alte“ und „neue Vize“ ist.

wartet Svenja noch auf was?

Das Spiel begann sehr flott, mit vielen Torchancen für die Turbinen. Schon in der 4. Minute versuchte es Lara, die Meppener Torfrau hielt aber. Tor-Nr..1 fiel in der 13. Minute. Svenja gab die Vorlage, Nina verwandelte. Dann war Svenja fünf Minuten später auf der richtigen Position, um ihr „Dampflökchen-Tor“ zu machen. Jetzt begann der Kampf um die beste Schussposition.
Drei Minuten später war Nina noch einmal dran, Tor-Nr. 3.. Die 30. Minute war Biancas Chance zum Schuss, der Ball war drin. Kurz vor der Halbzeitpause gelang es Lara doch noch das runde Leder im Meppener Tor zu versenken.

Die erste Halbzeit war außerdem noch durch viele Abseitsentscheidungen geprägt.(sprich: die Linienrichterin zeigte massiv viel die Fahne,es war aber meistens kein Abseits). Dexy kam nicht umhin, zu sagen, „nehmt doch der Frau die Fahne weg“

In der zweiten Halbzeit dauerte es bis zur 72. Minute, dass Feli auch noch jubeln konnte. Leider musste die Meppener Torfrau nach einem Zweikampf ärztlich behandelt werden, konnte aber nicht mehr spielen. Da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, übernahm die Feldspielerin Trikot und Handschuhe, konnte aber Felis Torschuss nicht verhindern.

Marios Part der Tor- Ansage übernahm Dexy, bei der Häufigkeit für ihn eine Herausforderung. Spätestens nach dem zweiten Tor kratzte es im Hals, die Stimme war nicht mehr kraftvoll. ..und wir mussten uns auf die Suche nach Bonbons machen. ..und Manu hatte welche dabei.

Der Stadionsprecher verkündete, dass 341 Zuschauer gezählt wurden, was uns wieder zum Gesang der „10.000 Turbinefans“ veranlasste.
Wie in Hoffenheim, wurde auch hier eine kleine Mädchengruppe musikalisch unterstützt, die ihren Spruch – SV Meppen, bam, bam, bam, SV Meppen, bam, bam, bam – lautstark zu Anfeuerung ihrer Mannschaft nutzte.

Endstand: 0 : 6
Gott sei Dank keine Verlängerung und kein Elfmeterschiessen.

Nach der Pressekonferenz kam Rudi noch zu den Fans, begrüßte Jeden persönlich, und hatte auch noch Zeit, uns ein paar kleine Fragen zu beantworten.

Die Rückfahrt, ungezwungen, viel Lachen (verständlich bei der Leistung der Frau-schaft, einem Sieg und das Achtelfinale vor Augen) wurde zur Ergebnissichtung der anderen Spiele genutzt.

Für die Auslosung am Montag wünschten wir uns natürlich mal endlich wieder ein Heimspiel. Das hat ja nun mal wieder nicht geklappt.

Für Turbine findet das Achtelfinalspiel am 17.11./18.11.2018 in Duisburg statt.

Da das nun noch etwas hin ist, konzentrieren wir uns erst einmal auf die Bundesligapartien gegen Hoffenheim am kommenden Sonntag, ( Übrigens ist der Fanbus trotz früher Abfahrtszeit 01.45 Uhr ausgebucht.) und dem ersten Heimspiel am 23.09.2018 gegen Sand im Karli.

Text:    Beatrice Martens
Fotos: Renate Jechow, Beatrice Martens